Dresden - Eislöwen-Sportdirektor Matthias Roos (45) konnte am Donnerstag beim kaltgestellten Sekt den Korken knallen lassen. Vorm Heim-Turnier verlieh Dresdens Wirtschaftsbürgermeister Jan Pratzka (53, CDU) den Cracks Drew LeBlanc (36) und Trevor Parkes (34) die Einbürgerungsurkunde.
Damit hat Roos zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Erstens hat er zwei Kontingent-Stellen mehr für die Saison zur Verfügung. "Durch die Einbürgerungen gewinnen wir neue Flexibilität in der Kaderplanung", so der 45-Jährige.
Zweitens wird er die beiden Spieler nach Elbflorenz gelockt haben, weil die Einbürgerung hier jetzt schnell klappt.
Der DEL-Aufsteiger wandelt auf den Spuren von Bremerhaven. "Für die Spieler ist es auch eine tolle Sache, weil es für ihre Kinder zum Beispiel günstiger wird, wenn sie hier studieren", so Roos. "Die Motivation für die Einbürgerung geht von den Spielern aus. Ihr Marktwert geht dadurch auch nach oben."
Damit tragen sie im Testspiel am Freitag beim Heim-Turnier gegen die Löwen Frankfurt zwei Flaggen auf den Trikot.
Dresdner Eislöwen wollen bei Test-Turnier Akzente setzen
"Es geht darum, sich ans Eis zu gewöhnen, das Tempo hochzuhalten und eine Grundausdauer zu bekommen", machte Roos seine Erwartungen an das Team klar.
"Bei den ersten Spielen ging's um die stabile Defensive. Jetzt wollen wir vorn auch Akzente setzen. Vergangene Woche waren die Jungs durch die dritte harte Trainingswoche müde. Ich hoffe, dass sie jetzt gute Beine haben."
Von den Teams, die hier am Start sind, habe Straubing den stärksten Kader. Roos: "Bei Wolfsburg und Frankfurt muss man abwarten. Wir müssen uns einsortieren und ich will mich mit den Teams nicht vergleichen."
Der Spielplan: Am Freitag die Halbfinals - Straubing Tigers – Grizzlys Wolfsburg (16 Uhr), Eislöwen – Löwen Frankfurt (19.30 Uhr). Sonntag steigt ab 14 Uhr das Spiel um Platz drei, ab 17.30 Uhr geht's um den Turniersieg.