Crimmitschau - Die Eispiraten gehen zum zweiten Mal in Folge am Wochenende komplett leer aus. Sie lieferten nach dem 1:4 in Rosenheim am Sonntag aber dem unangefochtenen Spitzenreiter DEG einen großen Kampf und mussten sich denkbar knapp 3:4 (0:2, 1:1, 2:1) geschlagen geben.
Die Partie begann mit einer guten und einer schlechten Nachricht. Die gute: Verteidiger Leon Schulz erhielt nach Ablauf seines Try-out-Vertrags eine Verlängerung bis Saisonende.
Nun die Hiobsbotschaft: Kevin Reich (31) klagte über Unwohlsein, übergab sich in der Kabine und fehlte im Line-up.
Für ihn rückte Pascal Seidel (23) zwischen die Pfosten und leistete seinen Beitrag, dass es eine extrem nervenaufreibende Crunchtime wurde.
Crimmitschau kroch die letzten Wochen personell arg auf dem Zahnfleisch
Und das, obwohl Crimmitschau die letzten Wochen personell schon arg auf dem Zahnfleisch kroch und entsprechend Körner verlor.
"Unsere Top-Leute spielen 25 Minuten als Stürmer", gab Leon Neiger (21) zu bedenken.
Er gehörte der vierten Reihe an und sagte zur leichten Entspannung im Kader: "Wir konnten wieder viel mehr Gas geben als in den letzten Spielen."
Richtig Gas gaben die Gastgeber aber erst im letzten Abschnitt, als Tim Lutz (50./52.) den Gang in die Overtime wieder möglich erscheinen ließ. "Wenn du erst im dritten Drittel wieder anfängst, reicht das nicht", meinte Johannes Schmid dagegen.
Die Eispiraten haben mit zwei Null-Punkte-Wochenenden am Stück kräftig Federn gelassen. Die Länderspielpause, sie kommt dennoch gelegen. "Danach sind auch ein paar Spieler wieder zurück", hofft Schmid.