Strafbefehl wegen sexueller Belästigung! DEL2-Klub schmeißt Trainer mitten in den Play-offs raus

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Bietigheim - Mitten in den DEL2-Play-offs platzte am Freitag die Bombe, dass gegen den Trainer der Bietigheim Steelers, Alexander Dück (45), ein Strafbefehl wegen sexueller Belästigung erlassen wurde. Der Halbfinalist reagiert sofort und stellt seinen Coach kurz vor dem möglicherweise entscheidenden Spiel gegen die Kassel Huskies frei.

Headcoach Alexander Dück (45) wurde von den Bietigheim Steelers mit sofortiger Wirkung freigestellt.
Headcoach Alexander Dück (45) wurde von den Bietigheim Steelers mit sofortiger Wirkung freigestellt.  © Imago / Eibner

"Die Bietigheim Steelers haben die Vorwürfe der sexuellen Belästigung von Beginn an sehr ernst genommen", teilten die Schwaben am Samstagnachmittag mit.

"Nachdem dem Verein gestern die Informationen zum Strafbefehl bekannt geworden sind, hat die Geschäftsführung in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat und den Gesellschaftern entschieden, die sofortige Freistellung auszusprechen."

Für die Steelers habe ein sicheres und respektvolles Umfeld oberste Priorität - "für alle, die Teil dieses Vereins sind".

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Der Klub bat um Verständnis dafür, dass man sich nicht zu weiteren Details des Verfahrens äußern werde.

Am Freitag war bekannt geworden, dass das Amtsgericht Besigheim auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Strafbefehl gegen den 45-Jährigen erlassen habe, zunächst hatte die Ludwigsburger Kreiszeitung über den Fall berichtet.

Demnach gehe es um eine Anzeige zweier ehemaliger Physiotherapeutinnen des Klubs, nach deren Anzeige wegen sexueller Belästigung im März 2025 ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden sei. So habe Dück im Oktober 2024 eine Mitarbeiterin am Bein gestreichelt und versucht, sie zu küssen.

Der Coach weist die Vorwürfe zurück und kann noch Einspruch gegen den Strafbefehl einlegen. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.

Bietigheim Steelers: Co-Trainer Boris Blank übernimmt und wird von einem Spieler unterstützt

Für die Steelers gilt es jetzt, den Fokus auf die restlichen Play-offs zu richten. Aktuell duellieren sich die Schwaben mit den Kassel Huskies um den Einzug ins Finale, liegen in der Best-of-Seven-Serie knapp mit 2:3 zurück und können somit bereits am Sonntag im sechsten Duell vor heimischem Publikum ausscheiden.

Für den Rest der Play-offs übernimmt der bisherige Co-Trainer Boris Blank (47) die Aufgaben von Dück und wird dabei mit Tyler McNeely (39) von einem Bietigheimer Profi unterstützt. Der Center steht wegen einer Rückenverletzung aktuell nicht im Spielbetrieb zur Verfügung und rückt für seine Ausfalldauer ins Trainerteam.

Titelfoto: Imago / Eibner

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