Klingenthal - Der Sommer ist nicht der Winter. Aber das Finale des Sommer Grand Prix in Klingenthal lieferte wichtige Erkenntnisse. Die deutschen Adler sind unter Neu-Bundestrainer Andreas Mitter (44) noch flügellahm. Nur ein Ausrutscher?
Im Vogtland waren erstmals in dieser Saison alle Weltklasse-Athleten dabei. Nicht nur die Deutschen hatten noch Schwierigkeiten, aber vor allem sie. "Generell ist das Wochenende jetzt nicht so erfreulich verlaufen", sagte Mitter. Pius Paschke (36) als 18. und Olympiasieger Philipp Raimund (26) als 19. waren die Besten.
"Das Gute ist, wir wissen, was wir zu tun haben", so Mitter: "Wir wissen, an welchen Baustellen wir arbeiten müssen. Wir werden alles daransetzen, in den nächsten Wochen in die richtige Richtung zu gehen." Klingt jetzt schon nach einer Durchhalteparole.
Dabei hätte es einen deutschen Lichtblick geben können: Max Unglaube (20) sprang in der Qualifikation 142,5 Meter und wäre damit Vierter gewesen. Doch seine Ski sind einen Zentimeter zu lang. Der 20-Jährige aus Bad Freienwalde wurde disqualifiziert und erhielt die Gelbe Karte. Eine zweite Disqualifikation hätte eine Sperre zur Folge.
Unglaube machte dennoch im Wettkampf auf sich aufmerksam. Als Vorspringer flog er aus der Wettkampfluke 149,5 Metern - so weit wie nie einer zuvor in Klingenthal. Trotz Disqualifikation kann er sich berechtigte Hoffnungen auf den Weltcup machen.