Brandserie in Stuttgart: Polizei schnappt 13-jährigen Tatverdächtigen
Stuttgart - Die Polizei und die Staatsanwaltschaft haben eine gefährliche Brandserie in einem Wohnkomplex in Stuttgart-Süd aufgeklärt. Ein erst 13-jähriger Junge steht im Verdacht, innerhalb von nur einer Woche viermal Feuer gelegt zu haben.
Der jüngste Vorfall ereignete sich laut Polizei am frühen Sonntagmorgen gegen 4.45 Uhr in der Lehenstraße. Aufmerksame Anwohner meldeten mehrere brennende Papiermülltonnen. Beim Eintreffen der Rettungskräfte standen die Tonnen bereits lichterloh in Flammen.
Wegen der starken Rauchentwicklung und der Nähe zum Gebäude mussten mehrere Anwohner ihre Wohnungen vorübergehend sicherheitshalber verlassen. Die Feuerwehr konnte den Brand zwar schnell löschen, dennoch entstand ein Sachschaden von mehreren tausend Euro.
Im Rahmen der Fahndung fiel den alarmierten Polizeibeamten der 13-Jährige in der Nähe des Brandortes auf und wurde vorläufig festgenommen.
Die weiteren Ermittlungen erhärteten den Verdacht gegen den Jungen. Insgesamt hatte es in dem betroffenen Gebäudekomplex innerhalb weniger Tage viermal gebrannt.
Frau kam ins Krankenhaus
Neben den Vorfällen mit den Mülltonnen am Donnerstag und Sonntag kam es in der Woche zuvor auch zu zwei gefährlichen Bränden in den Kellern des Komplexes. Die Serie hatte laut Polizei am 8. Juni begonnen.
Beim ersten Brand musste eine Bewohnerin wegen des Verdachts auf Rauchgasvergiftung vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht werden. Weitere Verletzte gab es glücklicherweise nicht.
Zum Motiv des Teenagers machten die Ermittler keine Angaben. Nach Abschluss aller notwendigen polizeilichen Maßnahmen wurde der 13-Jährige an eine Erziehungsberechtigte übergeben. Die Ermittlungen dauern an.
Titelfoto: Matthias Bein/dpa
