Frank Nopper zum Bunte-"Absteiger der Woche" gewählt: Das sagt der OB dazu

Stuttgart - Dass ein Oberbürgermeister in einem Boulevard-Magazin landet, passiert nicht alle Tage. Grund zur Freude ist das vermutlich für den Stuttgarter Oberbürgermeister Frank Nopper (64, CDU) auch nicht.

Oberbürgermeister Frank Nopper (64, CDU) wurde zum "Absteiger der Woche" ernannt.  © Marijan Murat/dpa

Bunte hat Nopper nämlich im "Bunte-Barometer" zu einem "Absteiger der Woche" erklärt. Kein schönes Siegertreppchen für den schwäbischen Rathauschef.

Grund für den Titel sei laut Bunte: "Der Ober­bür­ger­mei­ster von Stutt­gart muss einen Mil­li­ar­den­kre­dit auf­neh­men, denn die Auto­stadt steht vor der Pleite."

Die Landeshauptstadt Stuttgart habe am Jahresende aufgrund der Krisen bei Mercedes-Benz und Porsche ein Defizit von rund 785 Millionen Euro angesammelt.

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OB Frank Nopper fühlt sich zu Unrecht nominiert

Die Nominierung sorgte im Stuttgarter Rathaus für Unmut.  © Marijan Murat/dpa

Was sagt Frank Nopper dazu? TAG24 hat im Rathaus nachgefragt.

Nopper hält die Nominierung für unfair, denn er habe keinen Einfluss auf die Gewerbesteuerergebnisse. "Jedenfalls keinen direkten Einfluss", sagt Nopper und ergänzt: "Übrigens auch nicht auf die herausragenden Gewerbesteuerergebnisse der Vorjahre, in denen ich auch – damals völlig zu Recht – nicht als Aufsteiger erwähnt wurde."

Von der Bunten wurde Nopper gemeinsam mit Brooklyn Beckham (26), der seine Eltern Vic­to­ria und David Beck­ham auf Ins­ta­gram blockierte, und Axel Fischer als Absteiger der Woche betitelt.

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Der Ex-CDU-Bun­des­tags­ab­ge­ord­nete Fischer (59) wurde verhaftet und zum Oberlandesgericht München gebracht, da er wiederholt zu Gerichtsterminen nicht erschienen ist.

"Beide anderen auf der Seite genannten Absteiger hatten dagegen Einfluss auf das Geschehen – auf das Nichterscheinen vor Gericht und auf die Blockade seiner Eltern auf Instagram", erklärt der Rathauschef.

Außerdem dementiert er, dass die Stadt Stuttgart vor der Pleite stehe, "sondern vielmehr als Stadt in unserer Manövrierfähigkeit eingeschränkt" sei.

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