Qualm-Falle für Kinder: Gesundheitsminister fordert striktes Rauchverbot in Autos
Stuttgart - Die neuesten Zahlen der Krankenkasse DAK sorgen für Entsetzen in der Politik: Bundesweit sind mehr als 750.000 Kinder und Jugendliche regelmäßig dem Tabakrauch in Fahrzeugen ausgesetzt.
Angesichts dieser massiven Gefährdung macht Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha nun erneut Druck auf die Bundesebene. Der Grünen-Politiker fordert ein konsequentes Verbot von Zigaretten in Autos, sobald Minderjährige oder Schwangere mit an Bord sind.
"Wir müssen Kinder und Ungeborene vor den gravierenden gesundheitlichen Schäden des Passivrauchens schützen", teilte Lucha am Freitag mit.
Dabei ist der Vorstoß aus dem Südwesten keineswegs neu, wie Lucha betont. Baden-Württemberg setzt sich bereits seit vielen Jahren für eine bundesweite Regelung ein und startete bereits im Jahr 2018 eine entsprechende Länder-Initiative bei der Gesundheitsministerkonferenz.
"Die Bundesregierung ist leider dennoch bis heute untätig geblieben. Es kann nicht sein, dass Deutschland beim Gesundheitsschutz derart hinterherhinkt", machte der Minister klar.
Er erinnert zudem daran, dass sich gerade Kleinkinder dem giftigen Rauch in der engen Kabine eines Autos nicht selbstständig entziehen können.
Titelfoto: Paul Zinken/dpa
