Flughafen Stuttgart fordert Bundeshilfen

Stuttgart - Wegen der Corona-Pandemie sind die Passagierzahlen am Stuttgarter Flughafen im ersten Halbjahr 2020 erwartungsgemäß stark eingebrochen.

Im Vergleich zum Vorjahr machte der Flughafen ein Minus von 68 Prozent.
Im Vergleich zum Vorjahr machte der Flughafen ein Minus von 68 Prozent.  © Marijan Murat/dpa

"Nach wie vor sind wir in einer schwierigen Situation", sagte Geschäftsführer Walter Schoefer am Freitag in Stuttgart. Er fordert gemeinsam mit dem Verband deutscher Flughäfen (ADV) Hilfe von der Bundesregierung. Insgesamt zählte der Airport 1,8 Millionen Fluggäste - das entspricht im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einem Minus von 68 Prozent.

Der Bund habe darauf gepocht, dass die deutschen Flughäfen trotz der Krise für Fracht- und Hilfsflüge sowie für Rückholaktionen offen bleiben und Lieferketten nicht unterbrochen werden, sagte Schoefer. 

Da sei es richtig und wichtig, dass bei Hilfsgeldern auch die Flughäfen berücksichtigt würden. Laut Forderung des Verbands müssten es für den Stuttgarter Flughafen bis zu 7 Millionen Euro pro Monat sein, bundesweit beläuft sich die Forderung auf rund 150 Millionen Euro pro Monat.

Stark geholfen habe der Flughafengesellschaft die Möglichkeit zur Kurzarbeit - von den rund 2200 Mitarbeitern sind seit April rund 1800 in Kurzarbeit. Hier setze man darauf, dass Berlin die Möglichkeit zur Kurzarbeit von 12 auf 24 Monate verlängere, sagte Schoefer. Solch eine Option werde der Flughafen dann auch nutzen.

Titelfoto: Marijan Murat/dpa

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