Prognose gesenkt: Bilfinger streicht bis zu 1500 Stellen

Von Natali Schwab

Mannheim - Der Industriedienstleister Bilfinger kämpft wegen des länger als erwartet anhaltenden Kriegs im Nahen Osten weiter mit einer mauen Nachfrage. So bleibe die Entwicklung im zweiten Halbjahr bislang hinter den Erwartungen zurück, teilte das im MDax notierte Unternehmen am Mittwochabend mit.

Das Sparprogramm umfasst die weitere Bündelung von Ressourcen, die Anpassung von Kapazitäten an veränderte Marktbedingungen sowie der Aufbau einer globalen Shared-Services-Organisation.  © Uwe Anspach/dpa

Bilfinger senkte daher seine Prognose für das laufende Jahr und setzte ein Sparprogramm auf. Dabei stehen in diesem Zusammenhang bis zu 1500 Stellen weltweit zur Disposition. Bilfinger hat eigenen Angaben zufolge derzeit rund 31.000 Mitarbeiter.

So rechnet der Industriedienstleister im laufenden Jahr nun mit einem Umsatz von 5,3 bis 5,7 Milliarden Euro. Bilfinger war bereits bei der Vorlage der Halbjahreszahlen im August vorsichtiger geworden und hatte nur noch das untere Ende von 5,8 bis 6,2 Prozent in Aussicht gestellt. 

Die Geschäftsentwicklung im zweiten Halbjahr sei normalerweise saisonal von einer starken Dynamik geprägt, so Bilfinger.

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Im laufenden dritten Quartal zeige sich jedoch eine erheblich zunehmende Zurückhaltung der Kunden, die sich sowohl bei der Vergabe von Neuaufträgen als auch beim Abruf von Leistungen aus bestehenden Rahmenverträgen bemerkbar mache.

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Bilfinger will ab 2028 jährlich 75 Millionen Euro einsparen

Der Konzern will nun mit einem Sparprogramm gegensteuern. Im Zentrum der Maßnahmen stünden die weitere Bündelung von Ressourcen, die Anpassung von Kapazitäten an veränderte Marktbedingungen sowie der Aufbau einer globalen Shared-Services-Organisation.

Weltweit könnten davon bis zu 1500 Stellen betroffen sein. Alle Schritte würden eng mit den Sozialpartnern abgestimmt. Das Programm soll sich ab 2027 positiv auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Ab 2028 will Bilfinger jährlich 75 Millionen Euro einsparen.

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