Stellenabbau bei Bosch nimmt nach "extrem schwierigen" Verhandlungen wichtige Hürde
Von Julian Weber
Stuttgart - Das Programm zum Abbau Tausender Stellen beim Autozulieferer Bosch hat eine wichtige Hürde genommen.
An allen betroffenen Standorten seien Vereinbarungen getroffen worden, sagte der Betriebsratschef der Zuliefersparte, Frank Sell, in Stuttgart.
Nur in einem Bereich am größten deutschen Standort in Stuttgart-Feuerbach - konkret bei Bosch Digital - werde noch über die Pläne der Geschäftsführung verhandelt.
"Die Verhandlungen waren extrem schwierig", sagte Sell. Oberstes Ziel sei gewesen, das Schlimmste zu verhindern und den Abbau zu reduzieren. An vielen Standorten habe man auch hinbekommen, dass Auszubildende übernommen werden und es weiterhin Qualifizierungsmöglichkeiten gebe.
Außerdem wurde Sell zufolge versucht, so gut es geht auch Produkte und Zukunftsthemen für die einzelnen Standorte festzuschreiben.
Bosch will in den kommenden Jahren in der Zuliefersparte in Deutschland rund 22.000 Stellen streichen. Der Konzern setzt dabei insbesondere auf freiwillige Programme wie Vorruhestand, Altersteilzeit und Abfindungen, um den Abbau möglichst sozialverträglich umzusetzen.
Nach einzelnen Ankündigungen hatte Bosch im September einen größeren Abbau von gut 13.000 Stellen verkündet. Darüber wurde seitdem mit den Arbeitnehmervertretern verhandelt.
Titelfoto: Marijan Murat/dpa
