Schockierende Testergebnisse: Diese acht Kindersitze sind lebensgefährlich

Berlin - Gerade beim Autofahren wünschen sich Eltern die maximale Sicherheit für ihre Kleinen. Dass man sich dabei nicht auf jeden Kindersitz verlassen sollte, zeigt jetzt eine schockierende Untersuchung von Stiftung Warentest, die einem Angst und Bange macht.

Der Sitz "Aiden 360°" von "Ding" hielt einem simulierten frontalen Auffahrunfall nicht stand.  © © Stiftung Warentest

Die Testergebnisse sind mehr als besorgniserregend: Acht Sitze wurden von der Verbraucherorganisation geprüft, alle acht fielen aufgrund von erheblichen Sicherheitsmängeln komplett durch. Kein Wunder also, dass Stiftung Warentest nun vor diesen Modellen warnt: "Für Kinder, die in diesen Sitzen unterwegs sind, besteht im Ernstfall Lebensgefahr", schreiben die Tester in ihrem Bericht.

Genauer geht es um sieben Klone eines Sitzes, der bereits 2025 bei einer Untersuchung negativ auffiel, und eine Babyschale. Stiftung Warentest entdeckte baugleiche Modelle des "Reecle 360 (ZA 10 i-Size)" unter verschiedenen Markennamen im Internet.

Beim Test im vergangenen Oktober riss der Sitz von der Basis, als er rückwärts zur Fahrtrichtung angebracht war und sich ein Testdummy für ein rund drei Jahre altes Kind darin befand. Und das, obwohl das Modell dem Käufer verspricht, Kinder sicher vom Babyalter bis zu einer Körpergröße von 1,50 Meter zu transportieren.

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Auch einer der geprüften Klon-Sitze riss sich von der Station los. Die anderen blieben zwar auf der Basis, allerdings lösten beziehungsweise verbogen sich bei ihnen die Haken für die Isofix-Anschlüsse im Auto.

Ergebnis: Im Crashtest schleuderten diese Sitze dann mitsamt der Basis durchs Fahrzeug.

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Beunruhigende Bilder: Beim Test fiel der Sitz "Aiden 360°" von "Ding" aufgrund von Sicherheitsmängeln durch.  © © Stiftung Warentest

Acht Kindersitze gelten als lebensgefährlich

Im Frontalcrash schleuderte diese Babyschale von "Kinderkraft" durch die Prüfkarosse.  © © Stiftung Warentest

Diese Sitze sind betroffen:

  • Buf Boof Tweety Plus deluxe 360 (ca. 125 Euro)

  • Ding Aiden 360° (ca. 140 Euro)

  • Kidiz Auto­kinder­sitz Isofix deluxe 360 (ca. 140)

  • Kids­Zone Kinder­sitz i-Size 40–150 cm 360° (ca. 140 Euro)

  • Lettas i-Size 360° (ca. 150 Euro)

  • Miophy i-Size 360 rotatable car seat (ca. 160 Euro)

  • Xomax 946i (ca. 140 Euro)

Erkennbar sind die lebensgefährlichen Sitze an ihrer einheitlichen Zulassungsnummer: E8 0313715. Diese ist auf einem Aufkleber am Sitz zu finden.

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Eltern sollten ihre Modelle umgehend prüfen, da Stiftung Warentest befürchtet, dass weitere Varianten existieren, die bisher noch nicht gefunden werden konnten.

Abgesehen von den Kindersitzen hielt auch eine Babyschale den simulierten Unfällen nicht stand: das Modell "Mink Pro 2 + Base Mink FX2" von "Kinderkraft" (ca. 145 Euro). Diese ist für Babys und Kleinkinder zugelassen, die zwischen 40 und 87 Zentimeter groß sind.

Im Frontal-Crashtest, bei dem ein Dummy für ein 18 Monate altes Kind drinnen saß, riss sich die Babyschale ebenfalls von der Basis los. Ohne Basis und mit Sicherheitsgurten befestigt hielt die Babyschale.

Auch wenn die Testrunde noch nicht abgeschlossen sei, warnt die Verbraucherorganisation für den Kinderkraft-Artikel (Zulassungsnummer: E4 R129-040321).

Wer einen der betroffenen Sitze besitzt, sollte diesen nicht weiter nutzen, rät Stiftung Warentest. Stattdessen sollte man sich an den jeweiligen Anbieter wenden. Anbieter "Kinderkraft" bietet seinen Käufern beispielsweise einen Umtausch oder eine Rückgabe samt Kaufpreis-Erstattung an.

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