Winterreifen im Test: Mit diesen Modellen kommt man am besten durch den Winter

München - Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) hat vor der anstehenden Winterreifen-Zeit verschiedene Modelle in unterschiedlichen Dimensionen unter die Lupe genommen.

Winter is coming: Um das richtige Modell für sein Auto zu finden, hat der ADAC einige Modelle gegeneinander antreten lassen.
Winter is coming: Um das richtige Modell für sein Auto zu finden, hat der ADAC einige Modelle gegeneinander antreten lassen.  © 123RF/Anna Grigorjeva

Konkret hat man 33 Modelle für Kleinwagen und SUV der unteren Mittelklasse untersucht und ein entsprechendes Ranking erstellt.

Beim Blick auf die Reifengröße "185/65 R15 (T)" - beispielsweise für VW Polo, Audi A1 oder Opel Corsa - lagen die Angebote von Goodyear, Michelin, Semperit und Continental dicht beieinander.

Alle drei konnten bei Nässe, Schnee und trockener Fahrbahn die Experten überzeugen und erhielten die Beurteilung "gut".

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Dunlop, Fulda und Barum fielen vor allem dadurch auf, dass sie bei Ausweichmanövern zu früh zum Übersteuern neigten und wurden daher nur mit "ausreichend" bewertet.

Bei den Modellen dazwischen lohnt sich ein genauer Blick auf die ADAC-Auswertung, denn vor allem beim Preis-Leistungs-Verhältnis können hier für unterschiedliche Ansprüche klare Unterschiede bestehen.

Die Winterreifen von Imperial und Wanli sind mit "mangelhaft" krachend gescheitert. "Wenn der beste Reifen schon steht, zeigt beim Wanli die Tachonadel des Testwagens noch 39 km/h – und er kommt erst nach weiteren elf Metern Bremsweg zu stehen", heißt es nach dem Bremsen auf Nässe aus Tempo 80.

"Daher der dringende Rat der ADAC Ingenieure: Finger weg von diesen Reifen."

Bei SUV-Bereifung fällt nur ein Modell besonders negativ auf

In der Kategorie "215/60 R16" für SUV-Fahrzeuge sind die Reifen von Continental, Goodyear, Michelin und Dunlop als "besonders empfehlenswert" ausgezeichnet worden.

"Grundsätzlich kann ein weitgehend positives Fazit gezogen werden, denn lediglich eines von 17 Reifenmodellen schneidet mit 'ausreichend' ab", heißt es in der ADAC-Meldung.

Diesen Negativ-Preis erhielt das Modell von Coopertires: "Für eine echte Empfehlung sind seine Schwächen auf trockener Fahrbahn aber auch im Verschleißtest zu ausgeprägt. Und auch auf nasser Fahrbahn und im Schnee kommt er nicht über ein befriedigendes Resultat hinaus."

In der entsprechenden Bewertungsskala erreicht Coopertires (Verschleiß-Note: 3,5) mit etwa 24.000 Kilometer Laufleistung rund 19.000 Kilometer weniger als der Disziplin-Sieger von Sava (1,5).

Titelfoto: 123RF/Anna Grigorjeva

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