Flucht vor dem legendären Serienkiller: Bei "Halloween" wäre viel mehr drin gewesen!
Leipzig - "Evil Dead", "Friday the 13th", "The Texas Chain Saw Massacre" und wie sie alle heißen: Immer mehr Kult-Horrorfilme haben in den vergangenen Jahren eigene Videospiele auf den Markt gebracht - mal mehr, mal weniger erfolgreich. Jetzt ist "Halloween: The Game" an der Reihe. TAG24 hat's getestet.
Wer bereits Erfahrung mit dem Spiel "Dead by Daylight" hat, sollte mit "Halloween" keine Probleme haben: Wie beim großen Vorbild steuert man hier ebenfalls entweder den Killer - in diesem Fall Michael Myers - oder die Überlebenden.
Mithilfe von Items und guter Zusammenarbeit müssen Letztere die Halloween-Nacht 1978 überleben, während der legendäre Killer Jagd auf sie macht.
Richtige Grusel-Stimmung kommt allerdings nie auf. Während der nahende Myers bei "DbD" mit der schaurigen Titel-Melodie des Films für Gänsehaut sorgte, vermisst man beim "Halloween"-Spiel jegliche Spannung.
Dass der Killer sich anscheinend nur im Schneckentempo über die Map bewegen kann, macht das Ganze nicht besser.
"Halloween: The Game": Da ist mehr drin!
Mit Quick-Time-Events haben die Entwickler zwar augenscheinlich versucht, mehr Dynamik und Dringlichkeit ins Gameplay zu bringen, so richtig fruchtet die Idee aber nicht, sondern sorgt aufgrund des langweiligen Systems eher für Frustration.
Ähnlich ist es beim Solo-Modus, in dem man als Michael Myers durch die Welt zieht und unzählige Menschen töten muss: nette Idee in der Theorie, in der Praxis aber leider eine eher lahme Erfahrung.
Möglicherweise wird das Game in Zukunft durch Patches und Updates noch einen besseren Feinschliff erhalten. Bis dahin muss man sich mit einer mittelmäßigen Survival-Erfahrung zufriedengeben.
Fazit: Während Fans des Kult-Films mit dem "Halloween"-Game wohl unweigerlich auf ihre Kosten kommen werden, gibt es momentan weitaus gelungenere Horror-Spiele auf dem Markt, mit denen man alleine oder am besten mit Freunden spaßige Stunden verbringen kann.
Titelfoto: IllFonic Publishing

