Abfuhr bei Volksentscheid: Schweizer erteilen Bevölkerungs-Grenze klare Absage

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Von Christiane Oelrich

Bern - Bei der Schweizer Volksabstimmung über eine Begrenzung der Migration zeichnet sich nach einer ersten Hochrechnung eine klare Ablehnung ab.

Die Schweizer stimmten am heutigen Sonntag über die Begrenzung der Migration ab.
Die Schweizer stimmten am heutigen Sonntag über die Begrenzung der Migration ab.  © Alessandro Della Valle/KEYSTONE/dpa

Demnach zeichneten sich nur 45 Prozent Ja-Stimmen und 55 Prozent Nein-Stimmen ab, wie Lukas Golder vom Umfrageinstitut gfs.bern im Schweizer Fernsehen SRF sagte.

Die rechtskonservative Schweizerische Volkspartei (SVP) wollte die Bevölkerungszahl bis 2050 auf zehn Millionen begrenzen.

Dafür sollten, wenn es auf den Grenzwert zugeht, zunächst Asyl und Familiennachzug eingeschränkt werden, in letzter Konsequenz auch die Freizügigkeit für EU-Bürger. Derzeit hat die Schweiz 9,1 Millionen Einwohner.

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Die SVP hat nach mehreren gescheiterten Vorstößen gegen Migration und Ausländer ihr Anliegen dieses Mal als "Nachhaltigkeitsinitiative" deklariert.

Die rechtskonservative Schweizerische Volkspartei (SVP) wollte die Bevölkerungszahl bis 2050 auf zehn Millionen deckeln.
Die rechtskonservative Schweizerische Volkspartei (SVP) wollte die Bevölkerungszahl bis 2050 auf zehn Millionen deckeln.  © Peter Schneider/KEYSTONE/dpa

Vordergründig hieß es, die Vorlage wolle Ressourcen schonen, unverbaute Landschaften garantieren, Staus abbauen, überfüllte öffentliche Verkehrsmittel entlasten und Kriminalität senken. Die SVP machte aber keinen Hehl daraus, dass es ihr im Kern um eine Begrenzung der Migration ging.

Titelfoto: Alessandro Della Valle/KEYSTONE/dpa

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