Islamabad - Pakistans Verteidigungsminister Khawaja Muhammad Asif (76) spricht im Konflikt mit Afghanistan von einem "offenen Krieg".
Auf der Plattform X warf er den afghanischen Taliban vor, als Stellvertreter Indiens zu agieren.
Pakistan habe auf Frieden innerhalb der Region gehofft, sehe seine Geduld nun aber erschöpft.
Islamabad beschuldigt Kabul seit Längerem, Terroristen zu dulden, was Afghanistan klar zurückweist.
Zuletzt verschlechterten sich die diplomatischen Beziehungen noch weiter. Nach zunehmenden Spannungen und vereinzelten Gefechten im Herbst griff Pakistan kürzlich weitere Ziele in Afghanistan an. Dabei kam es auch zu mehreren Toten.
In der Nacht bombardierte die pakistanische Luftwaffe nach eigenen Angaben militärische Einrichtungen, darunter auch Ziele in Kabul sowie in Kandahar und Paktia.
Die Taliban sprechen bereits von einer Gegenoffensive, die inzwischen eingeleitet worden sei.
Angespanntes Verhältnis zwischen Pakistan und Afghanistan
Die Beziehungen zwischen Pakistan und Afghanistan sind aus verschiedenen Gründen seit Jahrzehnten belastet. Neben Grenzstreitigkeiten und Terror-Vorwürfen befürchtet Pakistan, dass Afghanistan Indien strategischen Einfluss gewährt.
Misstrauen und geopolitische Rivalitäten prägen das Verhältnis. Grenzschließungen und Handelsbeschränkungen verschärfen die angespannte Lage zusätzlich.