Bahia (Brasilien) - Ein Besuch an einem Fluss in Brasilien endete in einem Blutbad: Zehn Menschen wurden verletzt.
Wie die brasilianische Nachrichtenseite Bnews berichtet, hatten sich mehrere Menschen am Sonntag zur Abkühlung ins Wasser des beliebten Paraguaçu-Flusses begeben, als plötzlich Piranhas über sie herfielen.
Die meisten Betroffenen erlitten Verletzungen an Füßen und Knöcheln. Schreckliche Fotos zeigen Opfer mit blutverschmierten Verbänden an den Füßen nach dem Vorfall.
Nach den Angriffen reagierten die örtlichen Behörden umgehend: Der betroffene Flussabschnitt wurde für Badegäste gesperrt, zudem wurden Warnschilder aufgestellt, die vor Piranhas im Wasser warnen.
Die Fische sind für ihre kräftigen Kiefer, fein gezackten Zähne und ihre enorme Beißkraft bekannt. Über den aktuellen Zustand der Betroffenen liegen bisher keine weiteren Informationen vor.
Piranha-Angriffe auf Menschen kommen selten vor
Ein Kioskbetreiber am Flussufer, der kalte Getränke und Snacks verkauft, berichtete nach der Attacke:
"Als die ersten Angriffe auf Badegäste auftraten, leisteten wir Hilfe und brachten sie zum nächstgelegenen Gesundheitszentrum. Wir wiesen außerdem alle Kunden [...] auf die Gefahren im Fluss hin."
Ein Umweltexperte erklärte, dass Piranhas im Paraguaçu-Fluss zwar häufig vorkommen, Angriffe auf Menschen jedoch selten sind. Die derzeit hohen Temperaturen könnten demnach die Tiere unter Stress setzen und so die Angriffe ausgelöst haben.
Erst im Dezember hatte ein tragischer Piranha-Angriff für Entsetzen gesorgt: Ein zweijähriges Kleinkind kam dabei ums Leben, berichtete Watson.
Die kleine Clara Victoria war in ihrem Zuhause am Flussufer im brasilianischen Bundesstaat Amazonas ins Wasser gefallen und wurde kurz darauf von den Raubfischen angegriffen. Ihre Eltern fanden sie und zogen sie aus dem Fluss, doch für das Kind kam jede Hilfe zu spät.