Explosion an Synagoge: Bürgermeister spricht von "gewalttätigem Akt des Antisemitismus"
Von Katharina Redanz
Lüttich - In der Nacht von Sonntag auf Montag explodierte es im belgischen Lüttich vor einer Synagoge. Verletzt wurde niemand.
Wie die Polizei berichtet, entstand jedoch ein Sachschaden. So seien Fensterscheiben von Gebäuden auf der gegenüberliegenden Straßenseite durch die Explosion zerstört worden. Die Straße blieb während der Ermittlungen zunächst gesperrt.
Belgiens Premierminister Bart De Wever (55) teilte auf X nach der Explosion mit, Antisemitismus sei ein Angriff auf die Gesellschaft und müsse bekämpft werden.
Auch der Bürgermeister von Lüttich, Willy Demeyer (66), bezeichnete die Explosion der belgischen Nachrichtenagentur Belga zufolge als einen "extrem gewalttätigen Akt des Antisemitismus".
"Der Bürgermeister und das Kollegium bringen ihre entschiedenste Verurteilung dieses extrem gewalttätigen Aktes des Antisemitismus zum Ausdruck."
Der Präsident des Koordinierungsausschusses der jüdischen Organisationen Belgiens (CCOJB), Yves Oschinsky, sprach von einem "äußerst beunruhigenden, schweren und besorgniserregenden antisemitischen Akt", wie Belga berichtete.
Titelfoto: Bildmontage: Valentin Bianchi/AP/dpa
