Bluttat an Schule: Schüler tötet fünf Lehrer - zuvor soll er seine Großeltern erschossen haben

Von Carola Frentzen

Bangkok (Thailand) - Entsetzen in Thailand: Bei einem Schusswaffenangriff an einer Schule nördlich von Bangkok sind mehrere Menschen getötet und mehr als ein Dutzend weitere verletzt worden. Über die genaue Zahl der Opfer herrschte in den Stunden nach der Tat noch Unklarheit.

Polizei, Rettungskräfte und Notärzte rückten mit einem Großaufgebot an. Schüler, Lehrer und weitere Beschäftigte wurden vom Campus evakuiert.  © Sakchai Lalit/AP/dpa

Am Mittag (Ortszeit) berichtete die Zeitung "Khaosod" unter Berufung auf die Behörden von fünf getöteten Lehrern. Außerdem soll der jugendliche Täter zuvor seine Großeltern erschossen haben.

Laut den Sicherheitskräften wurde der Schüler später tot in einem Klassenzimmer gefunden - nach der Tat hatte er sich offenbar selbst erschossen. In seiner Tasche entdeckten die Ermittler große Mengen Munition.

Ersten Ermittlungen zufolge besuchte der mutmaßliche Täter die 9. Klasse. Er soll zuvor möglicherweise gemobbt worden sein. Andere Schüler hätten ihn regelmäßig verspottet und auch körperlich angegriffen, zitierte "Khaosod" die Behörden.

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Der Vorfall ereignete sich am Morgen (Ortszeit) an der Debsirin Nonthaburi School in der Provinz Nonthaburi. Unter den Schülern und Lehrern in dem Gebäude brach den Schilderungen zufolge Panik aus.

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Schülerinnen und Schüler sind entsetzt.  © Sakchai Lalit/AP/dpa

Der Täter soll die Waffe seines Großvaters gestohlen haben

Beim Angriff wurden 20 Menschen verletzt, mehrere davon schwer.  © Uncredited/Por Tek Tueng Nonthaburi/AP/dpa

Einer Liste der örtlichen Behörden zufolge wurden bei dem Angriff mehr als 20 Menschen verletzt, mehrere davon schwer. Bei den meisten handelt es sich um Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren.

In der Wohnung der Familie des Täters wurden derweil zwei weitere Todesopfer gefunden - Berichten zufolge die Großeltern des Jungen, bei denen er aufgewachsen war.

Er soll diese ebenfalls erschossen haben, mit der zuvor gestohlenen Waffe seines Opas. Der Vater werde von der Polizei vernommen, hieß es.

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Der thailändische Ministerpräsident Anutin Charnvirakul zeigte sich tief betroffen. Er sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus und äußerte sich erschüttert darüber, "dass ein solcher Vorfall in unserem Land passieren konnte".

Thailändische Politiker forderten umgehend, die Waffengesetze im Land zu verschärfen und Bildungseinrichtungen besser zu sichern.

Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, findet Ihr bei der Telefonseelsorge rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

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