Flammen-Horror im Internat: Acht Schülerinnen nach tödlichem Brand festgenommen

Gilgil (Kenia) - Nach dem verheerenden Brand am Donnerstagmorgen an einer Mädchenschule in Kenia mit 16 Todesopfern hat die Polizei acht Schülerinnen festgenommen. Die Jugendlichen stehen im Verdacht, an der Planung und Ausführung der mutmaßlichen Brandstiftung beteiligt gewesen zu sein.

Die genaue Ursache des verheerenden Brandes wird noch untersucht.  © SIMON MAINA / AFP

Das Feuer war in den frühen Morgenstunden in der Utumishi Girls Academy in Gilgil ausgebrochen, wie BBC berichtet.

Die Flammen erfassten das Obergeschoss eines Schlafsaals mit 135 Etagenbetten. Für zahlreiche Mädchen kam jede Hilfe zu spät.

Nach Angaben der Ermittler wurden Schülerinnen und Mitarbeiter befragt sowie Überwachungsvideos ausgewertet. Dabei gerieten acht Schülerinnen ins Visier der Behörden.

Aus aller Welt Vorne kurz, hinten lang: Kurioser Wettbewerb kürt schrillste Vokuhila-Frisur

Einige wurden in ihren Heimatorten aufgespürt und zur weiteren Befragung zurückgebracht. Die genaue Brandursache wird weiterhin untersucht.

Während die Ermittlungen laufen, sorgen erste Erkenntnisse für zusätzliche Empörung. Das kenianische Bildungsministerium spricht von gravierenden Sicherheitsmängeln. Demnach war der Schlafsaal überfüllt, außerdem soll einer der Notausgänge verschlossen gewesen sein.

Bildungsminister Julius Ogamba löste daraufhin die Schulverwaltung auf und kündigte rechtliche Konsequenzen gegen Verantwortliche an.

Anzeige
Die Angehörigen mussten teilweise stundenlang auf Neuigkeiten warten.  © SIMON MAINA / AFP
16 Schülerinnen wurden durch das Feuer getötet, 79 wurden verletzt.  © SIMON MAINA / AFP

Angehörige warten verzweifelt auf Nachrichten ihrer Töchter

Vor der Schule spielten sich unterdessen dramatische Szenen ab. Angehörige warteten stundenlang auf Nachrichten über ihre Kinder. Viele wussten zunächst nicht, ob ihre Töchter zu den Verletzten, Vermissten oder Todesopfern gehörten. Einige Familien suchten gleichzeitig Krankenhäuser und Leichenhallen ab.

Neben den 16 Todesopfern wurden 79 Schülerinnen verletzt. Mehrere Mädchen sollen sich bei der Flucht aus Fenstern im ersten Stock schwere Verletzungen zugezogen haben.

Sieben besonders Schwerverletzte wurden zur Spezialbehandlung nach Nairobi gebracht. Die Identifizierung der Todesopfer erfolgt teilweise mithilfe von DNA-Analysen.

Mehr zum Thema Aus aller Welt: