Gewaltexzesse in Frankreich: Premier kündigt Ausgangssperren an

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Von Valeria Nickel

Paris (Frankreich) - Nach den schweren Ausschreitungen am Rande von Protesten in Frankreich hat Premierminister Sébastien Lecornu (40) örtlich begrenzte Ausgangssperren angekündigt.

Nach einem Krisentreffen infolge der heftigen Ausschreitungen hat Frankreichs Premierminister Sébastien Lecornu (40) Ausgangssperren angekündigt.
Nach einem Krisentreffen infolge der heftigen Ausschreitungen hat Frankreichs Premierminister Sébastien Lecornu (40) Ausgangssperren angekündigt.  © Stephanie Lecocq/Reuters Pool/AP/dpa

Er habe die Präfekten angewiesen, für den heutigen Montagabend Ausgangssperren zu verhängen, die "teilweise" und "sehr lokal begrenzt" seien, sagte Lecornu nach einem Krisentreffen der Regierung.

Im Laufe des Nachmittags werde es eine Übersicht über die Entscheidungen der lokalen Behörden geben, sagte Lecornu. Die Präfekten sind die obersten Vertreter des französischen Zentralstaats in den Départements. 

Am Wochenende waren landesweite Proteste gegen hohe Lebenshaltungskosten in Frankreich von schweren Ausschreitungen und Plünderungen begleitet worden. Auch in der Nacht zu Montag blieb die Lage, etwa in Paris, angespannt.

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Der Premierminister betonte, dass das "Chaos" auf die Stadtzentren begrenzt sei. Die Lage sei "geografisch sehr uneinheitlich", sagte er.

In einigen Städten bleibt die Lage nach den Krawallen angespannt.
In einigen Städten bleibt die Lage nach den Krawallen angespannt.  © Emma Da Silva/AP/dpa

Verhängt Frankreich bald den Ausnahmezustand?

"Eines der Ziele dieser Ausgangssperre ist der Schutz von Personen, aber auch von Eigentum, insbesondere von Geschäften", sagte Lecornu. Man habe es mit einer ganz bestimmten, sehr spezifischen Kriminalität aus Plünderung und dem Weiterverkauf eines Teils der geplünderten Waren zu tun.

Die Verhängung eines Ausnahmezustands schloss Lecornu zwar nicht aus, hält ihn aber derzeit nicht für das richtige Mittel. Dies sei eine schwerwiegende Maßnahme, sagte er. Angesichts der Situation schienen ihm Ausgangssperren besser geeignet.

Für den kommenden Samstag hat die Protestbewegung der Gelbwesten weitere Demonstrationen angekündigt.

Titelfoto: Bildmontage: Stephanie Lecocq/Reuters Pool/AP/dpa / Emma Da Silva/AP/dpa

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