Schüler (14) schießt mit Jagdgewehr um sich: Schulleiter und zwei weitere Personen verletzt
Aubagne (Frankreich) - Großeinsatz der Polizei an einer Schule in Südfrankreich! Ein 14-Jähriger soll ein Jagdgewehr mit in die Schule gebracht und mehrmals abgedrückt haben. Drei Personen wurden von den Kugeln getroffen.
Als am Montagvormittag die Schüler und Schülerinnen durch die Türen der Mittelschule Joseph Lakanal in der südfranzösischen Stadt Aubagne, im Osten von Marseille, strömten, trug einer von ihnen anstelle eines Schulranzens etwas anderes bei sich.
Französische Medien, darunter "franceinfo" und "France 3", schreiben, dass ein 14-jähriger Junge ein Jagdgewehr bei sich trug. Andere Quellen schreiben von einer Schrotflinte.
Insgesamt soll der Teenager mindestens viermal abgedrückt haben, ehe er von einem Schulpsychologen überwältigt werden konnte, so der Bürgermeister der Stadt in einer Stellungnahme.
Der Schulleiter und eine Lehrerin sollen direkt durch die Schüsse verletzt worden sein. Ein weiteres Opfer wurde von einem Querschläger am Bein getroffen. Als kurze Zeit später Polizei und Feuerwehr eintrafen, konnte glücklicherweise schnell Entwarnung gegeben werden. Die drei Personen schweben nicht in Lebensgefahr.
Der Teenager, der bis zum Eintreffen der Polizei durch den Schulpsychologen festgehalten wurde, wurde anschließend an die Ordnungshüter übergeben. Ein Motiv für die Tat ist derzeit noch unklar.
Verbindung zu Schülerprotesten noch nicht bestätigt
In dem Beitrag von "France 3" heißt es, dass keine Verbindung zwischen der Schul-Schießerei und den anhaltenden Schülerprotesten gefunden werden konnte. Unterdessen wurde eine psychologische Betreuung für die verbleibenden Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte vor Ort eingerichtet.
"Dieser inakzeptable Akt zeigt einmal mehr, wie sehr sich eine entfesselte Gewalt in unserer Gesellschaft ausbreitet, gegen die wir alle mobil machen müssen", mahnt Bildungsminister Edouard Geffray (48) in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP.
Titelfoto: MIGUEL MEDINA / AFP
