Friedensnobel-Preisträgerin fordert: Oppositioneller González soll Präsident werden

Caracas (Venezuela) - Die Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado (58) fordert nach der Festnahme von Venezuelas Präsidenten Nicolás Maduro (63) durch US-Spezialkräfte die Einsetzung des Oppositionspolitikers Edmundo González Urrutia (76) als Nachfolger.

Edmundo González Urrutia (76) hat vor 1,5 Jahren die Wahl in Venezuela gewonnen. María Corina Machado (58) fordert, ihn nun ins Amt zu hieven.  © Bildmontage: eddy vittini/dpa, Stian Lysberg Solum/NTB/dpa

Die "Stunde der Freiheit" für Venezuela sei gekommen, erklärte Machado, die im Dezember mit dem Friedensnobelpreis geehrt wurde, am Samstag in Onlinediensten. González Urrutia solle "sofort" die Geschäfte des Staatschefs übernehmen.

Der Oppositionspolitiker war bei der Präsidentschaftswahl im Juli 2024 gegen Maduro angetreten und hatte den Sieg für sich beansprucht. Von den Behörden war jedoch Maduro zum Sieger erklärt worden, die Opposition sprach von Wahlbetrug.

In der Folge kam es zu gewaltsamen Protesten mit 28 Toten und mehr als 2400 Festnahmen, González Urrutia floh nach Spanien ins Exil.

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Die USA hatten in der Nacht zum Samstag einen groß angelegten Militärangriff gegen Venezuela ausgeführt und Maduro und dessen Frau festgenommen.

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Dem linksgerichteten langjährigen Staatschef soll in New York wegen "Verschwörung zum Drogenterrorismus" der Prozess gemacht werden.

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