Schock für Eltern: Bestatterin nahm tote Babys mit nach Hause und schaute mit ihnen TV

Leeds (Großbritannien) - Eine britische Bestatterin las toten Babys zu Hause Geschichten vor und schaute mit ihnen Fernsehen.

Amie Upton (38) schaute mit einem toten Jungen Cartoons.  © Facebook/Screenshot/Exposed - Cheats and Abusers

Wie BBC berichtet, wurde die 38-jährige Amie Upton aus der Leichenhalle und der Entbindungsstation des staatlichen Gesundheitsdienstes NHS verbannt, nachdem bekannt wurde, dass sie Leichen von Babys bei sich zu Hause aufbewahrt hatte.

Laut der Mutter Zoe Ward entdeckte sie die Bestatterin dabei, wie sie mit ihrem toten Sohn Bleu in einer Babywippe Cartoons schaute, während ein weiteres verstorbenes Baby auf ihrer Couch lag.

Ein verstörender Anblick für die 32-Jährige, die ihren Sohn drei Wochen nach der Geburt an Hirnschäden verloren hatte.

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Zuvor war Zoe durch einen Familienfreund auf "Florrie's Army" aufmerksam geworden und empfand den Service zunächst als "brillant", weshalb sie Amie mit der Bestattung beauftragte.

Nachdem Bleus Leichnam im Krankenhaus abgeholt worden war, war sie überzeugt, dass ihr Sohn in sicheren Händen sei - in einer professionellen Umgebung. Doch die Realität erschütterte sie zutiefst.

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Amie soll die toten Babys in unsauberer Umgebung und ohne ausreichende Kühlung aufbewahrt haben

Amie soll die toten Babys unter unhygienischen Bedingungen und ohne angemessene Kühlung gelagert haben.  © Facebook/Screenshot/Florrie's Army In Remembrance Page

Als sie Bleus Körper im Wohnzimmer von Amie vorfand, rief sie ihre Mutter an und sagte: "Das ist nicht in Ordnung." Sie schrie ins Telefon: "Es ist schmutzig, es ist eklig - er kann hier nicht bleiben." Kurz darauf beauftragte sie ein anderes Bestattungsunternehmen, ihren Sohn abzuholen.

Auch ein weiteres Paar hatte die Dienste der 38-Jährigen in Anspruch genommen, nachdem ihre Tochter Anfang des Jahres tot zur Welt gekommen war. Man hatte ihnen versichert, der Leichnam werde bis zur Beerdigung in einem Bestattungsinstitut in Headingley aufbewahrt, doch das entsprach nicht der Wahrheit.

Mehr als eine Woche später teilte Amie dem Paar mit, dass sich ihre Tochter bei ihr zu Hause befinde, was die Eltern verärgerte, da sie dem nie zugestimmt hatten.

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Zudem vermuten sie, dass ihr Kind nicht fachgerecht gekühlt worden war, da es "wirklich stark roch", als sie es abholten, um es einem anderen Bestattungsunternehmen zu übergeben.

Die Polizei konnte keine Straftaten feststellen

Der Polizei von West Yorkshire sind die Praktiken von Amie bereits bekannt.

Es lagen demnach seit 2021 zwei Meldungen vor, in denen der 38-Jährigen eine unsachgemäße Betreuung der toten Kleinkinder vorgeworfen wird.

Da es in England und Wales jedoch keine gesetzliche Regelung dazu gibt, wie und wo Leichen aufzubewahren sind und zudem keine speziellen Qualifikationen erforderlich sind, um als Bestatter tätig zu sein, konnte die Polizei keine Straftaten feststellen.

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