Dating-Falle: 34-Jähriger gibt sich als Frau aus und zockt Mann gnadenlos ab

Großbritannien - Ein 34-jähriger Brite gab sich als Frau aus, um einen Mann abzuzocken - nun musste er sich vor Gericht verantworten.

Adam Mowle verwendete das Geld des Mannes für sein Pferd.
Adam Mowle verwendete das Geld des Mannes für sein Pferd.  © Facebook/Screenshot/Adam Mowle

Wie Mirror berichtet, legte Adam Mowle ein gefälschtes Profil auf der Dating-App Tinder an und gewann so das Vertrauen eines Mannes, der ihm schließlich 9000 Pfund (rund 10.444 Euro) überwies - in dem Glauben, das Geld komme einer schwer kranken Frau namens "Jenna Smith" zugute, in die er sich verliebt hatte.

Der Mann war überzeugt, seine Traumfrau gefunden zu haben. Über mehr als ein Jahr hinweg tauschten sie tausende Nachrichten aus, darunter auch intime Bilder, und telefonierten regelmäßig - wobei der 34-Jährige seine Stimme stets verstellte.

Mit rührseligen Geschichten über eine schwere Krankheit, finanzielle Notlagen und einen krebskranken Vater manipulierte er den geschiedenen Mann gezielt.

Persönliche Treffen wurden immer durch Ausreden verhindert

Über mehr als ein Jahr hinweg tauschten sie tausende Nachrichten aus. (Symbolbild)
Über mehr als ein Jahr hinweg tauschten sie tausende Nachrichten aus. (Symbolbild)  © 123RF/liudmilachernetska

Persönliche Treffen wusste er immer wieder mit Ausreden zu verhindern, dennoch sprachen beide bereits über ein gemeinsames Zusammenziehen.

Tatsächlich nutzte Adam jedoch die Bilder einer unbekannten Frau und verwendete das ergaunerte Geld unter anderem für sein Pferd.

Der Betrug flog schließlich auf, als die Bank des Opfers darauf hinwies, dass die Überweisungen nicht an "Jenna", sondern an Adam gingen.

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Der Mann erstattete daraufhin Anzeige, woraufhin sich der 34-Jährige nun vor Gericht verantworten musste.

Adam erhielt eine Haftstrafe auf Bewährung

Eine Gefängnisstrafe blieb Adam letztlich erspart. (Symbolbild)
Eine Gefängnisstrafe blieb Adam letztlich erspart. (Symbolbild)  © 123rf/stockstudio44

Dabei kam auch ans Licht, dass weitere Zahlungen an "Jenna" auf seinem Konto eingingen - ein Hinweis darauf, dass er möglicherweise auch andere Männer betrogen hatte.

Potenzielle Opfer wurden zwar von der Staatsanwalt kontaktiert, wollten jedoch aus Scham nicht aussagen.

Eine Gefängnisstrafe blieb ihm letztlich aber erspart: Das Gericht verhängte eine zwölfmonatige Haftstrafe, die zur Bewährung ausgesetzt wurde.

Zudem muss Adam das Geld zurückzahlen, die Verfahrenskosten tragen, eine Opferentschädigung in Höhe von 187 Pfund (rund 217 Euro) leisten und ein 25-tägiges Rehabilitationsprogramm absolvieren.

Ein schwacher Trost für den Geschädigten, der bis heute unter den Folgen leidet. "Die Beziehung zu Jenna und der Verlust von fast zehntausend Pfund haben mein Leben schwer beeinträchtigt und meine psychische Gesundheit zerstört", erklärte er gegenüber der britischen Tageszeitung.

In der Folge entwickelte er zudem eine Spielsucht, um das verlorene Geld zurückzugewinnen - und verlor dabei weitere 93.000 Pfund. Schließlich suchte er psychologische Hilfe, nachdem er eigenen Angaben zufolge sogar Suizidgedanken gehabt hatte.

Titelfoto: Bildmontage: Facebook/Screenshot/Adam Mowle, 123RF/liudmilachernetska

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