Sevenoaks (England) - Dass Kinder Social Media nutzen, ist heutzutage nichts Außergewöhnliches. Ein Junge berichtet jedoch über eine gefährliche Abhängigkeit, die er entwickelte.
Ganze neun Stunden am Tag verbrachte der britische Kinder-Schauspieler Archie Yates im Alter von 13 Jahren am Handy. Ungehemmt scrollte er durch Snapchat und YouTube, so Mirror.
Der Lockdown brachte ihn dazu, mehr online zu sein - so blieb er mit Freunden in Kontakt und schaute zur Unterhaltung stundenlang Videos. Mit elf Jahren bekam er sein erstes Handy - innerhalb von zwei Jahren entwickelte sich die starke Abhängigkeit.
"Soziale Medien haben unser Gehirn verändert. Sie sind darauf ausgelegt, süchtig zu machen, und ich war absolut süchtig", blickt der mittlerweile 17-Jährige auf die Zeit zurück.
"Ich war nicht draußen, ich habe mich nicht bewegt. Ich habe extrem zugenommen, weil ich einen sehr sitzenden Lebensstil hatte", hieß es weiter.
Archie war der Meinung: "Ich habe mein Leben weggeworfen."
Endlich kam der positive Wandel
Der Schauspieler berichtet davon, wie seine Konzentrationsfähigkeit in der neunten Klasse stark nachließ.
"Auf dem Höhepunkt meiner Sucht ging es mir furchtbar. Ich war vom Scrollen erschöpft, anstatt zu schlafen, und hatte überhaupt kein Selbstvertrauen mehr, weil ich nicht so aussah wie die Leute, die ich online sah", erklärte Archie.
Der Brite wandte sich mit dem Problem an seine Eltern und tauschte nach und nach Dinge wie Sport oder das Schreiben von Drehbüchern gegen die sozialen Medien.
Und siehe da, er fühlte sich schnell besser. "Es war, als könnte ich endlich wieder atmen", betonte der 17-Jährige.
Archie wandte sich kürzlich mit seinem Problem an die Öffentlichkeit, nachdem die 20-jährige Kayley sechs Millionen Dollar (ca. 5,1 Millionen Euro) Entschädigung bekam.
Sie verklagte Meta und Google wegen ähnlicher Suchtprobleme.