Vier Rettungswagen in Brand gesetzt: Londoner Polizei geht von antisemitischem Anschlag aus

Von Antonia Hofmann

London (Großbritannien) - Nach einem Feuer im Londoner Bezirk Barnet ermittelt die Polizei wegen des Verdachts eines antisemitisch motivierten Brandanschlags.

In der Nacht zu Montag wurden vier Krankenwagen eines jüdischen Rettungsdienstes in Brand gesetzt. 40 Feuerwehrleute rückten an.
In der Nacht zu Montag wurden vier Krankenwagen eines jüdischen Rettungsdienstes in Brand gesetzt. 40 Feuerwehrleute rückten an.  © Alberto Pezzali/AP/dpa

Vier Krankenwagen des Rettungsdienstes der jüdischen Gemeinde wurden in Brand gesetzt, wie die Polizei mitteilte. Der Vorfall werde als antisemitisches Hassverbrechen behandelt. Festnahmen gab es zunächst keine.

Die Einsatzkräfte waren in der Nacht zum Montag zu dem Brand im Vorort Golders Green gerufen worden, wo viele Menschen jüdischen Glaubens leben. Vorsorglich wurden mehrere Häuser evakuiert.

Verletzte gebe es keine, die Feuer seien gelöscht, hieß es. Derzeit gehe man von drei Tatverdächtigen aus, sagte die leitende Polizeibeamtin Sarah Jackson. 

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Die Feuerwehr berichtete, mehrere Gasflaschen an den Fahrzeugen seien explodiert und dadurch in einem benachbarten Wohnblock-Fenster zerbrochen. 40 Feuerwehrleute waren vor Ort. Auch die Polizei erklärte, man habe von Explosionen gehört und gehe davon aus, dass diese durch die Gasflaschen verursacht worden seien. 

Die Anschläge ereigneten sich in dem Vorort Golders Green.
Die Anschläge ereigneten sich in dem Vorort Golders Green.  © Alberto Pezzali/AP/dpa
Die Polizei geht von einem antisemitischen Hassverbrechen aus.
Die Polizei geht von einem antisemitischen Hassverbrechen aus.  © Alberto Pezzali/AP/dpa

Derzeit werte man Material von Überwachungskameras aus, sagte Jackson. Zudem wisse man von Online-Videos. "Wir sind uns bewusst, dass dies in der örtlichen Bevölkerung große Besorgnis auslösen wird", sagte sie mit Blick auf den Anschlag. Man werde zusätzliche Streifen in der Gegend einsetzen. Die Polizei bat um Zeugenhinweise.

Titelfoto: Alberto Pezzali/AP/dpa

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