Nach Spionage-Vorwürfen: Iran richtet britisch-iranischen Ex-Politiker hin

Teheran (Iran) - Der Iran hat einen britisch-iranischen Ex-Spitzenpolitiker wegen Spionagevorwürfen hingerichtet.

Alireza Akbari wurde wegen Spionage im Iran exekutiert.
Alireza Akbari wurde wegen Spionage im Iran exekutiert.  © IMAGO / ZUMA Wire

Wie das Justizportal Misan mitteilte, wurde Alireza Akbari am Samstag getötet. Der Iran hatte ihn in einem Spionageprozess wegen Geheimnisverrats zum Tode verurteilt.

Am vergangenen Mittwoch hatte das Portal verkündet, dass Akbari als einer der "wichtigsten Agenten für den britischen Geheimdienst" enttarnt worden sei. Er habe Staatsgeheimnisse verraten.

Nach Information der BBC wurde Akbari, der auch die britische Staatsbürgerschaft besitzt, bereits 2019 festgenommen. Die Spionagevorwürfe wies der frühere Vize-Verteidigungsminister demnach zurück.

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Zuletzt soll er in Einzelhaft untergebracht worden sein, was auf eine unmittelbar bevorstehende Exekution hindeutete.

Die britische Regierung stellte sich hinter Akbari. "Wir unterstützen die Familie von Herrn Akbari und haben seinen Fall wiederholt bei den iranischen Behörden zur Sprache gebracht", sagte ein Sprecher des britischen Außenministeriums der BBC.

Akbari, seine Frau und sein Bruder hatten in den letzten Tagen die Vorwürfe vehement zurückgewiesen.

Annelena Baerbock verurteilt Hinrichtung von Alireza Akbari

Außenministerin Annalena Baerbock (42) hat die Hinrichtung des Ex-Spitzenpolitikers als einen weiteren unmenschlichen Akt der iranischen Führung verurteilt.

"Wir stehen an der Seite unserer britischen Freund*innen und werden unser Vorgehen gegenüber dem Regime und unsere Unterstützung für Irans Menschen weiter eng miteinander abstimmen", schrieb die Grünen-Politikerin am Samstag auf Twitter.

Aktualisiert um 14.05 Uhr

Titelfoto: IMAGO / ZUMA Wire

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