Nahost-Konflikt: 14-jähriger Palästinenser bei Militäreinsatz getötet

Nahost - Der von den USA und Israel begonnene Krieg im Iran hält den weltweiten Energiemarkt weiter in der Mangel.

US-Präsident Donald Trump (80) möchte die Führung Teherans mit einem wirtschaftlichen "D-Day" stärker unter Druck setzen.  © Jacquelyn Martin/AP/dpa

US-Präsident Donald Trump (80) will die Führung in Teheran mit einem wirtschaftlichen "D-Day" zu Zugeständnissen bewegen und sie von ihren Unterstützern etwa in China abschneiden.

Viele Details seiner Initiative bleiben derweil unklar. Allerdings sind bereits weitreichende Sanktionen gegen den Iran in Kraft. Den aus Sicht der US-Regierung gewünschten Erfolg brachten sie bis dato nicht.

Trump behauptete wiederholt, die Straße von Hormus sei geöffnet. Zuletzt lag der Schiffsverkehr aber in der Regel weit unter dem Niveau von vor dem Krieg. Anders als Saudi-Arabien oder die Vereinigten Arabischen Emirate können die meisten Exporteure am Golf kaum auf andere Routen ausweichen.

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Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

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23. August, 18.57 Uhr: 14-jähriger Palästinenser bei Militäreinsatz getötet

Bei einem israelischen Militäreinsatz im besetzten Westjordanland ist nach palästinensischen Angaben ein 14-Jähriger tödlich durch Schüsse verletzt worden.

Der Jugendliche sei im Flüchtlingsviertel Askar nahe der palästinensischen Stadt Nablus zu Tode gekommen, teilte das Gesundheitsministerium in Ramallah mit. Ein Sprecher des israelischen Militärs sagte auf Anfrage, man prüfe die Berichte. 

Der palästinensische Rettungsdienst Roter Halbmond teilte mit, eines seiner Teams habe einen von Soldaten im Brustbereich angeschossenen Jugendlichen in Askar versorgt und in ein Krankenhaus gebracht. Dort seien die Versuche, sein Leben zu retten, erfolglos geblieben. 

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Bei einer israelischen Razzia im nördlichen Westjordanland kommt ein Jugendlicher ums Leben. Nach palästinensischen Angaben treffen ihn Schüsse in die Brust, er erliegt später seinen Verletzungen.  © Mohammed Nasser/APA Images via ZUMA Press Wire/dpa

23. August, 18.56 Uhr: Katz droht Hamas wegen Drachen mit harter Reaktion

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hat die Armee nach Medienberichten angewiesen, mit aller Härte gegen das Starten von Ballons, Drachen oder Drohnen aus dem Gazastreifen vorzugehen.

Katz reagierte damit auf den Fund mehrerer Drachen im israelischen Grenzgebiet zum Gazastreifen. Nach Angaben des israelischen Armeesenders geht die Armee davon aus, dass die Terrororganisation Hamas dafür verantwortlich ist. Spreng- oder Brandsätze wurden demnach jedoch nicht gefunden. Eine arabische Aufschrift auf einem der Drachen soll allerdings mit der Botschaft gedroht haben, dass es nie Ruhe geben werde.

23. August, 9.30 Uhr: Erneut Hinrichtung nach Massenprotesten im Iran

Im Iran ist erneut ein Mann im Zusammenhang mit den Massenprotesten im Januar hingerichtet worden.

Das Todesurteil sei am Sonntagmorgen vollstreckt worden, berichtete das mit der Justiz verbundene Nachrichtenportal Misan. 

Der Mann war demnach im Januar nahe der Stadt Karaj im Norden des Landes festgenommen worden. Die Justiz warf ihm vor, für Israel, die USA und feindliche Gruppen tätig gewesen zu sein, und gegen die Sicherheit und die nationalen Interessen des Irans gearbeitet zu haben. 

23. August, 8.01 Uhr: Mullahs legen Briten-Kraftwerk vier Tage lahm

Iranische Hacker haben offenbar ein britisches Kraftwerk vier Tage lang lahmgelegt.

Nach Informationen des "Telegraph" ereignete sich der Vorfall zeitgleich mit einer Reihe von Angriffen auf die US-amerikanische Wasserinfrastruktur im vergangenen Monat, von denen 12 Bundesstaaten betroffen waren und die im Weißen Haus Besorgnis auslösten.

Welche Anlage in Großbritannien konkret betroffen war, ist unklar. Es wird aber angenommen, dass es sich um ein kleineres Kraftwerk gehandelt hat. Die britische Stromversorgung war von dem Angriff nicht beeinträchtigt.

Laut Medienbericht ist ein britisches Kraftwerk aufgrund eines iranischen Hackerangriffs zeitweise nicht betriebsfähig gewesen. (Symbolfoto)  © Matthew Vincent/PA Wire/dpa

22. August, 11.19 Uhr: Iran gewährt irakischen Tankern freie Fahrt durch Straße von Hormus

Der Iran gewährt nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna mehreren Öltankern aus dem benachbarten Irak eine Passage der Straße von Hormus.

Die Erteilung einer Sondergenehmigung gehe auf eine der wichtigsten Forderungen der irakischen Führung während des Besuchs von Parlamentspräsident Mohammed Baghar Ghalibaf in dieser Woche in Bagdad zurück. 

Die Agentur machte keine Angaben, wie viele Tanker aus dem Irak die strategisch wichtige Meerenge bislang passiert haben und ob die Sondergenehmigung dauerhaft für Schiffe aus dem Nachbarland gilt.

Der Iran gewährte mehreren Öltankern aus dem benachbarten Irak eine Passage durch die Straße von Hormus. (Archivfoto)  © Uncredited/AP/dpa

22. August, 7.49 Uhr: Iran nennt Trumps "Wirtschaftskrieg" völkerrechtswidrig

Der von den USA angekündigte "Wirtschaftskrieg" gegen den Iran wäre nach Überzeugung der Führung in Teheran ein Verstoß gegen das Völkerrecht.

Banken, Unternehmen oder Flughäfen, die der ausschließlichen Gerichtsbarkeit eines Landes unterlägen, dürften nicht von anderen Staaten dazu gezwungen werden, "auf rechtmäßigen Handel mit einem Drittstaat zu verzichten", schrieb der iranische Außenamtssprecher Ismail Baghai auf X. 

Der ranische Außenamtssprecher Ismail Baghai.  © Shadati/XinHua/dpa

21. August, 15.57 Uhr: Siedler dringen in Dorf ein - Palästinenser getötet

Bei einem weiteren gewaltsamen Zwischenfall im Westjordanland mit Siedlern ist lokalen Angaben zufolge ein junger Palästinenser getötet worden.

Palästinensische Einwohner in Sair bei Hebron hätten Steine auf in das Dorf eingedrungene Siedler geworfen, woraufhin eine Sicherheitskraft geschossen habe, teilte Israels Armee mit. Durch die Schüsse habe es "palästinensische Opfer" gegeben.

Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums in Ramallah war der getötete Palästinenser 17 Jahre alt. Lokalen Medien zufolge wurde außerdem ein 70-Jähriger verletzt. Laut der israelischen Nachrichtenseite "ynet" gab ein Wachmann einer nahe gelegenen israelischen Siedlung die Schüsse ab.

Nach Angaben der israelischen Armee wurden auch Siedler durch die Steinwürfe der palästinensischen Einwohner verletzt. Die Siedler hätten sich "ohne vorherige Genehmigung in dem Gebiet" im Süden des Westjordanlands aufgehalten, kritisierte das Militär. Soldaten hätten sie inzwischen weggebracht.

Die Gewalt radikaler israelischer Siedler gegen Palästinenser im von Israel besetzten Westjordanland hat stark zugenommen.  © Maya Alleruzzo/AP/dpa

21. August, 11.45 Uhr: Neue Gewalt im Westjordanland

Im Norden des von Israelbesetzten Westjordanlands ist es erneut zu gewaltsamen Vorfällen gekommen.

Die israelische Armee meldete, sie habe in der Nacht einen Palästinenser getötet, der versucht habe, einen israelischen Soldaten mit einem Messer anzugreifen. Palästinensischen Berichten zufolge stürmten israelische Einsatzkräfte dessen Haus. Palästinensische Medien berichteten zudem, dass bei einem israelischen Einsatz im Ort Sababda ein 14 Jahre alter Junge durch Schüsse israelischer Kräfte verletzt worden sei. Israels Militär sagte auf Anfrage, sie gehe dem nach.

Zum ersten Vorfall sagte Israels Armee weiter, Soldaten seien in der Stadt Dschenin, die als Hochburg militanter Palästinenser gilt, im Einsatz gewesen. Soldaten hätten auf den mutmaßlichen Angreifer geschossen. Auf israelischer Seite habe es keine Verletzten gegeben. Palästinensischen Medien zufolge widersetzte sich der Getötete israelischen Einsatzkräften, als diese sein Haus stürmten. Dabei sei er erschossen worden.

Ein 14-Jähriger wird bei einem israelischen Einsatz verletzt, der Vater eines Attentäters getötet, weil er laut Israel einen Soldaten angreifen wollte. Die Lage im Westjordanland bleibt angespannt.  © Ilia Yefimovich/dpa

21. August, 11.41 Uhr: Israel greift strategische Anhöhen im Südlibanon an

Das israelische Militär greift weiter im Libanon an. Getroffen wurden nach Angaben libanesischer Sicherheitskreise in der Nacht die Umgebung der strategisch wichtigen Anhöhen von Ali al-Taher nahe der Stadt Nabatija.

Auch aus anderen Teilen des Südlibanon wurden Explosionen gemeldet. Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete von Angriffen auch in den Bezirken Bint Dschubail und südlich der Küstenstadt Tyrus. Das israelische Militär teilte mit, es handle sich um "Routine-Angriffe".

Die Anhöhen von Ali al-Taher bei Nabatija gelten wegen ihrer erhöhten Lage als strategisch wichtiger Punkt mit Blick auf weite Teile der Region. Sie sind ein umkämpftes Gebiet im Konflikt zwischen Israelund der Hisbollah. Das Gebiet ist seit Jahren ein wichtiger Einsatz- und Einflussraum der Hisbollah und damit ein wiederkehrender Brennpunkt im Konflikt mit Israel.

Die Angriffe im Libanon gehen trotz Waffenruhe weiter. Im Fokus steht dabei die strategisch wichtige Anhöhe Ali al-Taher, die Israel weiter regelmäßig angreift. (Archivbild)  © Leo Correa/AP/dpa

20. August, 22.13 Uhr: Neuer US-Flugzeugträger in Nahost

Nach Berichten über Missstände auf einem seit Monaten im Nahen Osten eingesetzten US-Flugzeugträger ist nun ein weiterer Flugzeugträger der Marine in der Region im Einsatz.

Die "USS George Washington" sei am Vortag angekommen, hieß es von dem für die Region zuständigen US-Kommando Centcom auf der Plattform X.

20. August, 21.13 Uhr: Staaten drängen Israel zu Rücknahme von Siedlungsplänen

Deutschland und sechs weitere Staaten fordern Israel auf, die Pläne für ein äußerst umstrittenes Siedlungsprojekt im Westjordanland zurückzunehmen.

In einem von der Bundesregierung veröffentlichten gemeinsamen Statement der Länder hieß es weiter, die Ausweitung der Siedlungen im Westjordanland müsse beendet werden.

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