Nahost-Konflikt: Trump droht Russland und China

❤️
😂
😱
🔥
😥
👏

Washington/Riad - US-Präsident Donald Trump (80) versucht im Konflikt um die Straße von Hormus den Druck auf den Iran zu erhöhen.

Das US-Militär setzt seine Angriffe auf Ziele im Iran fort. (Archivbild)
Das US-Militär setzt seine Angriffe auf Ziele im Iran fort. (Archivbild)  © Evan Vucci/AP/dpa

Während er das US-Militär in der nunmehr 13. Nacht in Folge Ziele in dem Land bombardieren ließ, kündigte Trump an, Schäden an Schiffen und Frachtgut würden von den USA ab sofort mit iranischem Geld beglichen. Gemeint sind offensichtlich Teherans eingefrorene Vermögenswerte.

Der Iran bleibt jedoch hart: Nach Informationen der New York Times lehnte die Führung der Islamischen Republik einen vom irakischen Ministerpräsidenten Ali al-Saidi (41) übermittelten Vorschlag der US-Regierung für eine erneute Waffenruhe ab.

Die Einzelheiten des Vorschlags waren der Zeitung zwar nicht bekannt. Iranische Vertreter hätten jedoch erklärt, Teherans Führung sei nicht an einer vorübergehenden Vereinbarung interessiert, die die Frage der Kontrolle über die Straße von Hormus ungeklärt lasse, hieß es unter Berufung auf iranische und irakische Beamte.

Ölverschmiert und halb nackt: Pantomime soll Frauen belästigt haben
USA Ölverschmiert und halb nackt: Pantomime soll Frauen belästigt haben

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

24. Juli, 19.06 Uhr: Trump droht Russland und China

US-Präsident Donald Trump (80) hat Russland und China davor gewarnt, den Iran mit Waffen zu unterstützen. In einem Post auf seiner Plattform Truth Social betonte er, dass sowohl Chinas Staatschef Xi Jinping (73) als auch der russische Präsident Wladimir Putin (73) ihm zugesichert hätten, das nicht zu tun.

"Daher sind zwei bedeutende Länder, von denen im Zusammenhang mit dem Iran oft die Rede ist, meiner Meinung nach nicht beteiligt", schrieb Trump - und nahm dabei offensichtlich Bezug auf seinen Krieg gegen den Iran. "Wenn sie es täten, wäre das sehr schlecht für sie - sicherlich nicht in ihrem besten Interesse."

US-Präsident Donald Trump (80) setzt mal wieder auf Drohungen.
US-Präsident Donald Trump (80) setzt mal wieder auf Drohungen.  © Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

24. Juli, 17.35 Uhr: Netanjahu reist für Trump-Treffen nach Washington

Inmitten der angespannten Lage in Nahost wird der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) am kommenden Dienstag US-Präsident Donald Trump (80) im Weißen Haus in Washington treffen.

Das teilte das israelische Regierungspresseamt mit. Demnach wird Netanjahu am Montag auf Einladung von Trump in die USA reisen. Er wird auch an einer Trauerfeier für den gestorbenen republikanischen Senator Lindsey Graham teilnehmen. Graham galt als Freund Israels.

Trump (80, r.) hat Netanjahu (76) schon mehrfach im Weißen Haus empfangen.
Trump (80, r.) hat Netanjahu (76) schon mehrfach im Weißen Haus empfangen.  © Alex Brandon/AP/dpa

24. Juli, 16.41 Uhr: EU-Mission sieht größeres Risiko für Handelsschiffe im Roten Meer

Nach dem Angriff der Huthi-Miliz auf einen saudischen Öltanker hat die EU-Marineoperation Aspides ihre Sicherheitsbewertung für das Rote Meer aktualisiert.

Die Bedrohungslage an der Meerenge Bab al-Mandab vor Jemens Küste sowie im südlichen Roten Meer wurde von mittel als hoch heraufgestuft, wie das Hauptquartier der Mission im griechischen Larissa mitteilte. Für das nördliche Rote Meer und den Golf von Aden bleibe die Einstufung "mittel" bestehen.

Die anhaltenden Konflikte in der Region - insbesondere der Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran, der sich längst auf die Region ausgeweitet hat, - hätten die Sicherheitslage erheblich verändert und das Eskalationsrisiko bleibe hoch. Nach Einschätzung von Aspides können weitere Angriffe auf Handelsschiffe nicht ausgeschlossen werden. Dabei bestehe insbesondere die Gefahr des Einsatzes von Anti-Schiffs-Raketen, unbemannten Luftfahrzeugen, unbemannten Wasserfahrzeugen sowie kleineren Angriffsbooten, hieß es weiter.

Jemenitische Soldaten patrouillieren in der strategisch wichtigen Straße von Bab el-Mandeb im Jemen. (Symbolbild)
Jemenitische Soldaten patrouillieren in der strategisch wichtigen Straße von Bab el-Mandeb im Jemen. (Symbolbild)  © Abdulnasser Alseddik/AP/dpa

24. Juli, 15.26 Uhr: Jordanien und Bahrain fangen weiter Beschuss ab

In Jordanien und Bahrain kommt es weiter zu iranischen Angriffen. Jordaniens Luftabwehr hat am Freitag sieben aus dem Iran abgefeuerte Raketen und sechs Drohnen abgefangen und abgeschossen, wie das Militär mitteilte. Es habe weder Verletzte noch Schäden gegeben.

Auch der Golfstaat Bahrain meldete erneuten Beschuss. Die Luftverteidigung habe mehrere Geschosse aus dem Iran abgewehrt, teilten die bahrainischen Streitkräfte mit. Angaben zur Anzahl oder zu möglichen Schäden gab es nicht.

24. Juli, 11.10 Uhr: Iran meldet US-Beschuss im Norden des Landes

Während sich US-Angriffe zumeist auf den Süden des Irans beschränkt hatten, meldet die Islamische Republik nun US-Beschuss im Norden.

Eine Marinebasis am Kaspischen Meer sei getroffen worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf den Vizegouverneur der Provinz Gilan.

Auch in Piranschahr im nördlichen Iran an der Grenze zum Irak seien am Morgen Projektile eingeschlagen, hieß es in einem separaten Bericht der Agentur unter Berufung auf den örtlichen Katastrophenschutz. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

24. Juli, 6.38 Uhr: Teheran warnt vor Beschlagnahmung von Vermögen

Der Iran hat auf die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Verwendung iranischer Gelder zur Begleichung von Schäden an Handelsschiffen mit warnenden Worten reagiert.

Die Beschlagnahmung von Vermögenswerten eines anderen Landes zur Begleichung künftiger Forderungen, die in keinem Zusammenhang stünden, sei ein "brandgefährlicher Präzedenzfall", schrieb Außenminister Abbas Araghtschi (63) auf der Plattform X.

Er warnte daraufhin andere Länder. Wer solche Gelder feiere oder davon profitiere, solle bedenken: "Sobald Regierungen die Beschlagnahmung zur Normalität machen, sind die Vermögenswerte von niemandem mehr sicher. Das daraus resultierende Chaos wird weder schön noch friedlich sein", schrieb er.

Irans Außenminister Abbas Araghtschi (63) richtet eine Warnung an den US-Präsidenten.
Irans Außenminister Abbas Araghtschi (63) richtet eine Warnung an den US-Präsidenten.  © Hadi Mizban/AP/dpa

24. Juli, 6.26 Uhr: Erneut nächtliche Explosionen im Iran

Nach Beginn der erneuten Angriffswelle des US-Militärs gegen Ziele im Iran haben örtliche Medien in der Nacht mehrere Explosionen gemeldet.

Wie die iranische Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf amtliche Angaben berichtete, wurden unter anderem Gebiete nahe den Städten Ahwaz, Andimeschk und Omidiyeh in der Provinz Chusestan Ziel von US-Attacken. Auch aus dem Bereich der Insel Gheschm in der Straße von Hormus sowie bei der Großstadt Bandar Abbas gebe es Berichte über Explosionen, hieß es.

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben die 13. Nacht in Folge militärische Ziele im Iran angegriffen. Die jüngste Angriffswelle endete um 21 Uhr US-Ostküstenzeit (4.30 Ortszeit im Iran) nach gut zwei Stunden, wie das für die Region zuständige US-Kommando Centcom über die Plattform X mitteilte. Die US-Streitkräfte nahmen demnach unter anderem Kommandozentralen, Drohnenlager und Küstenüberwachungsanlagen ins Visier.

24. Juli, 6.21 Uhr: Trump lässt Schäden an Schiffen mit iranischem Geld bezahlen

Inmitten des Streits um die Straße von Hormus will US-Präsident Donald Trump (80) den Iran für Schäden an Schiffen und Frachtgut zur Rechenschaft ziehen.

Jegliche Schäden dieser Art würden ab sofort mit iranischem Geld beglichen, das von den USA kontrolliert werde, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Damit bezog er sich offensichtlich auf eingefrorene iranische Vermögenswerte, allerdings blieb unklar, wie genau Trump das Vorgehen rechtlich begründen will.

Der US-Präsident sprach von einer "fairen und gerechten Vorgehensweise", selbst wenn die Entschädigungen erheblich sein könnten.

US-Präsident Donald Trump (80) will iranisches Geld zur Bezahlung von Schiffsschäden nutzen.
US-Präsident Donald Trump (80) will iranisches Geld zur Bezahlung von Schiffsschäden nutzen.  © Alex Brandon/AP/dpa

24. Juli, 6.15 Uhr: Kuwaits Flugabwehr wegen Raketen und Drohnen aktiv

Die Streitkräfte in Kuwait wehren nach eigenen Angaben erneut Raketen und Drohnen aus dem Iran ab.

Etwaige Explosionsgeräusche seien darauf zurückzuführen, dass diese abgefangen werden, hieß es in einer Mitteilung auf X. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, Sicherheits- und Schutzanweisungen zu befolgen.

Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim, die den Revolutionsgarden nahesteht, meldete, Ziel sei ein Militärstützpunkt gewesen, der auch von der US-Luftwaffe genutzt werde. Die Angaben ließen sich nicht überprüfen.

Kuwait musste erneut iranische Raketen und Drohnen abwehren. (Symbolfoto)
Kuwait musste erneut iranische Raketen und Drohnen abwehren. (Symbolfoto)  © Soeren Stache/dpa

23. Juli, 21.54 Uhr: Merz verurteilt Huthi-Angriffe auf Schiffe im Roten Meer

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Angriffe der Huthi-Miliz auf saudische Schiffe im Roten Meer aufs Schärfte verurteilt.

"Sie müssen unverzüglich eingestellt werden. Jede Form einer Seeblockade ist inakzeptabel", sagte Merz laut einer Mitteilung. "Diese rücksichtslosen Angriffe gefährden die Freiheit der Schifffahrt und drohen die regionale Stabilität weiter zu untergraben." Die Bundesregierung stehe solidarisch an der Seite von Saudi-Arabien und ihren Partnern in der Region.

Bundeskanzler Friedrich Merz bringt seine Sorge über eine drohende Eskalation zum Ausdruck.
Bundeskanzler Friedrich Merz bringt seine Sorge über eine drohende Eskalation zum Ausdruck.  © Michael Kappeler/dpa

23. Juli, 21.48 Uhr: Abgeordnete fordern Trump zur Beendigung des Iran-Kriegs auf

US-Präsident Donald Trump bekommt aus dem Parlament immer mehr Gegenwind für seinen Iran-Kurs zu spüren. Das Repräsentantenhaus verabschiedete erneut eine Resolution zum Konflikt und forderte den Republikaner auf, den Militäreinsatz zu beenden.

Der Beschluss hat keine unmittelbare Konsequenz, zeigt aber, dass der politische Druck auf Trump steigt - zumal im November die Zwischenwahlen zum Kongress bevorstehen. Die Resolution wurde in der Parlamentskammer mit 214 Ja-Stimmen verabschiedet, 208 Abgeordnete stimmten dagegen.

US-Präsident Trump erhält zu seiner Kriegsführung im Iran immer mehr Gegenwind. Das Repräsentantenhaus verabschiedete erneut eine Resolution.
US-Präsident Trump erhält zu seiner Kriegsführung im Iran immer mehr Gegenwind. Das Repräsentantenhaus verabschiedete erneut eine Resolution.  © J. Scott Applewhite/AP/dpa

23. Juli, 21.45 Uhr: Palästinensische Angreifer im Westjordanland getötet

Bei neuer Gewalt im von Israel besetzen Westjordanland hat es Tote und Verletzte gegeben.

Israels Armee teilte mit, dass bei zwei mutmaßlichen Angriffen von Palästinensern auf einen israelischen Siedler sowie einen Soldaten die drei mutmaßlichen Täter getötet worden seien. Zum Hergang des einen Vorfalls gab es widersprüchliche Angaben von israelischer und palästinensischer Seite.

Bei den drei Getöteten handelt es sich nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums in Ramallah um einen 16 Jahre alten Jugendlichen sowie zwei Männer im Alter von 20 und 25 Jahren.

In einer Mitteilung der israelischen Armee hieß es, dass bei einem Vorfall in der Nähe der Stadt Nablus im Norden des Westjordanlandes zwei Palästinenser auf einen Siedler eingestochen hätten, der versucht habe, ein Feuer zu löschen. Der Israeli sei verletzt in eine Klinik gebracht worden. Ein anderer Siedler soll demnach beide Palästinenser getötet haben.

In palästinensischen Medienberichten hieß es wiederum, die israelischen Siedler hätten in einem palästinensischen Dorf Felder in Brand gesetzt. Palästinensische Anwohner hätten sich ihnen entgegengestellt. Israelische Soldaten sollen demnach auf sie geschossen haben, wobei zwei weitere Palästinenser schwer verletzt worden seien.

Im von Israel besetzten Westjordanland kam es erneut zu Gewalt. (Symbolfoto)
Im von Israel besetzten Westjordanland kam es erneut zu Gewalt. (Symbolfoto)  © Ilia Yefimovich/dpa

23. Juli, 16.37 Uhr: Trump warnt Iran wegen Angriffen der Huthi-Miliz auf Schiffe

Nach Angriffen der Huthi-Miliz im Roten Meer hat US-Präsident Donald Trump dem Iran im Falle einer erneuten Attacke mit Vergeltung gedroht.

"Sollten sie dies erneut tun, werden die USA den Iran zur Rechenschaft ziehen, da die Huthi als Stellvertreter des Iran agieren", teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. Er kündigte "schwere militärische Strafen gegen den Iran und natürlich auch gegen die Huthi selbst" an. Zugleich zeigte sich Trump von der Miliz enttäuscht, die sich zuletzt "sehr verantwortungsbewusst" verhalten habe.

Titelfoto: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

Mehr zum Thema Iran: