Nahost-Konflikt: Angriff auf Handelsschiffe in Straße von Hormus

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Teheran - Kurz vor dem Verstreichen einer 60-tägigen Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran bleibt die Lage in der faktisch blockierten Straße von Hormus weiter angespannt.

Nach den jüngsten Angriffen auf Schiffe in der Straße von Hormus spricht die Vereinigte Arabischen Emirate (VAE) von "Piraterieakten".
Nach den jüngsten Angriffen auf Schiffe in der Straße von Hormus spricht die Vereinigte Arabischen Emirate (VAE) von "Piraterieakten".  © Uncredited/AP/dpa

In der Nacht wurden in der Meerenge zwei Schiffe des staatlichen emiratischen Ölkonzerns Adnoc angegriffen. Niemand sei verletzt worden. Über mögliche Schäden an den Schiffen gab es zunächst keine Angaben. Die Waffenruhe läuft an diesem Samstag aus.

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) verurteilten den Angriff, für den sie den Iran verantwortlich machen, aufs Schärfste. Das Außenministerium in Abu Dhabi betonte, dass der Angriff einen eklatanten Verstoß gegen die Resolution 2817 des UN-Sicherheitsrats darstelle, die die Freiheit der Schifffahrt bekräftigt.

Derartige Angriffe auf die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus seien "Piraterieakte" der Iranischen Revolutionsgarden und stellten eine direkte Bedrohung für die Stabilität der Region, ihrer Bevölkerung und der globalen Energiesicherheit dar, teilte das Ministerium weiter mit.

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Der Iran müsse "diese unprovozierten Angriffe" einstellen und eine vollständige Wiedereröffnung der Meerenge gewährleisten.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

14. August, 6.29 Uhr: US-Militär kontert Klagen über Missstände auf Flugzeugträger

Das US-Militär wies unterdessen Berichte über Missstände auf dem im Nahen Osten eingesetzten Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" zurück.

Die Matrosen und Marines blieben widerstandsfähig und entschlossen, nachdem sie mehr als 260 Tage auf See verbracht hätten, teilte das zuständige Regionalkommando Centcom mit. Anders als berichtet sei kein Besatzungsmitglied an Bord des Flugzeugträgers ums Leben gekommen.

Iranische Medien hatten berichtet, bei gewaltsamen Auseinandersetzungen an Bord des Flugzeugträgers seien sieben Menschen ums Leben gekommen. Die Stimmung an Bord sei angespannt.

Laut Medienberichten soll der Flugzeugträger aus dem Nahen Osten abgezogen und durch die "USS George Washington" ersetzt werden.

14. August, 6.27 Uhr: Waffenruhe soll verlängert werden

Die USA und der Iran hatten sich Mitte Juni auf ein Rahmenabkommen geeinigt, das den Weg zu einem dauerhaften Frieden ebnen sollte. Weitere Details sollten binnen einer Frist von 60 Tagen ausgearbeitet werden, darunter auch eine Lösung zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus.

In der Zwischenzeit sollten die Waffen schweigen. Dennoch kam es in den vergangenen Wochen immer wieder zu gegenseitigen Angriffen in der Region.

Aus pakistanischen Sicherheitskreisen hieß es zuletzt, die Waffenruhe solle verlängert werden - um weitere 60 oder gar 90 Tage. Pakistan ist Vermittler in dem Konflikt. Bisher ist demnach aber nicht entschieden, ob diese neuerliche Waffenruhe öffentlich kommuniziert werde.

Zugleich stehe eine Einigung zwischen dem Iran und dem Oman über die Schifffahrt durch die Straße von Hormus bevor, hieß es weiter. Nach den Angaben aus pakistanischen Sicherheitskreisen könnte diese noch vor Samstag zustande kommen.

14. August, 6.25 Uhr: Meerenge faktisch blockiert

Der seit Ende Februar andauernde Krieg der USA und Israels gegen den Iran hatte den Schiffsverkehr in der für den Welthandel wichtigen Straße von Hormus nahezu zum Erliegen gebracht.

Dies führte weltweit zu höheren Preisen für Öl, Gas und Düngemittel. Die Kriegsparteien ringen schon länger um eine vollständige Wiedereröffnung der faktisch blockierten Meerenge - bislang ohne Erfolg.

Der Iran hatte zuletzt für eine Öffnung neben einem Ende sämtlicher US-Drohungen gegen das Land, eine Aufhebung der Seeblockade iranischer Häfen sowie einen Abzug der US-Streitkräfte aus der Region und eine vollständige Entschädigung für die Kriegsschäden verlangt.

Der Persische Golf, die Straße von Hormus und der Golf von Oman in einer undatierten, von der NASA zur Verfügung gestellten, Satellitenaufnahme.
Der Persische Golf, die Straße von Hormus und der Golf von Oman in einer undatierten, von der NASA zur Verfügung gestellten, Satellitenaufnahme.  © -/The Visible Earth/NASA/dpa

13. August, 16.29 Uhr: Israel meldet erneut gezielten Angriff auf Hamas-Kommandeur

Die israelische Armee hat erneut ein Hamas-Mitglied im Gazastreifen gezielt getötet.

Es habe sich dabei um einen Kompaniekommandeur des militärischen Flügels der Terrororganisation gehandelt, teilte Israels Militär am Nachmittag mit. Der Getötete habe Angriffe gegen israelische Soldaten vorbereitet.

Israelische Medien meldeten, es sei seit einer Einstellung gezielter Tötungen auf Anweisung der politischen Führung Anfang August der zweite israelische Angriff dieser Art innerhalb von zwei Tagen im Gazastreifen gewesen.

Aus medizinischen Kreisen vor Ort hieß es, ein Palästinenser sei in der Stadt Chan Junis im Süden des Gazastreifens getötet worden. Augenzeugen bestätigten, dass es sich bei ihm um einen Kommandeur der Hamas gehandelt habe.

Berichten zufolge hat Israel zuletzt auf US-Druck hin von gezielten Angriffen auf Hamas-Mitglieder im Gazastreifen abgesehen. (Symbolfoto)
Berichten zufolge hat Israel zuletzt auf US-Druck hin von gezielten Angriffen auf Hamas-Mitglieder im Gazastreifen abgesehen. (Symbolfoto)  © Abdel Kareem Hana/AP/dpa

13. August, 6.25 Uhr: Geplante Gebühr für Straße von Hormus - Iran verweist auf Umweltschäden

Der Iran verweist bei seinem Plan, für die Durchfahrt der Straße von Hormus künftig eine Gebühr zu kassieren, auf die von passierenden Schiffen verursachten Umweltschäden.

Die massive und über Jahrzehnte entstandene Verschmutzung des Persischen Golfs und des Golfs von Oman hätten im Iran Schäden in Höhe von Billionen Dollar verursacht, behauptete Ismail Baghai, Sprecher des iranischen Außenministeriums.

Die Parteien, die vom Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus profitierten, hätten eine rechtliche und moralische Verpflichtung, zur Behebung der Umweltschäden beizutragen. Die Verbesserung der Umweltbedingungen müsse wesentlich für jede künftige Verwaltung der wichtigen Wasserstraße sein.

Baghai wies als Beispiel auf eine jüngste Ölverschmutzung entlang der Küste der in der Meerenge liegenden iranischen Insel Qeschm hin. Vorläufigen Erkenntnissen zufolge sei ein ausländischer Frachter dafür verantwortlich.

Schäden im Fischereihafen der in der Straße von Hormus gelegenen Insel Qeschm. Sie sollen nach Angaben lokaler Zeugen durch mehrere Luftangriffe im Rahmen der amerikanisch-israelischen Militäraktion verursacht worden sein.
Schäden im Fischereihafen der in der Straße von Hormus gelegenen Insel Qeschm. Sie sollen nach Angaben lokaler Zeugen durch mehrere Luftangriffe im Rahmen der amerikanisch-israelischen Militäraktion verursacht worden sein.  © Asghar Besharati/AP/dpa

12. August, 21.29 Uhr: Ein Toter bei israelischem Luftangriff im Gazastreifen

Beim ersten israelischen Luftangriff auf den Gazastreifen seit mehr als einer Woche ist ein Mensch getötet worden.

Die Armee erklärte am Mittwoch, der Angriff im Norden des Küstenstreifens habe einem Kommandeur der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas gegolten, der Angriffe auf israelische Soldaten geplant habe. "Der Terrorist wurde bei einem Luftangriff getroffen", hieß es in einer Erklärung.

Der Hamas-Zivilschutz erklärte, der Angriff in Beit Lahia habe Zivilisten getroffen, die in einem Fahrzeug unterwegs gewesen seien. Ein Mann sei getötet worden, fünf weitere Menschen seien verletzt worden, gaben der Zivilschutz und das Al-Schifa-Krankenhaus an.

Blick auf zerstörte Häuser im zentralen Gazastreifen.
Blick auf zerstörte Häuser im zentralen Gazastreifen.  © Eyad BABA / AFP

12. August, 19.26 Uhr: Regierungstruppen töten Huthi-Kämpfer im Jemen

In mehreren Provinzen des Jemen sind zahlreiche Huthi-Kämpfer bei Angriffen der Regierungstruppen getötet oder verletzt worden.

Der stellvertretende Informationsminister des Jemen, Fajjad al-Numan, erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass Regierungstruppen "intensive Artillerie- und Drohnenangriffe" auf Stellungen der Huthi an mehreren Fronten durchgeführt hätten. Die Angriffe richteten sich demnach gegen Verstärkungstruppen und Stellungen der Huthi westlich des Bezirks Katabah in der Provinz Dhale.

Al-Numan fügte hinzu, dass Drohnen des Militärkommandos von Tais zudem verschiedene militärische Ausrüstungsgegenstände ins Visier genommen hätten, die in den Verteidigungslinien der Huthi in der Provinz stationiert waren.

In den Provinzen Marib und Al-Jawf hätten Regierungstruppen mit Artillerie und Drohnen umfangreiche Angriffe entlang der Frontlinien mit den Huthi durchgeführt, bei denen Dutzende Kämpfer getötet worden seien. Auch an der Westküste seien Artillerieangriffe auf Huthi-Ansammlungen durchgeführt worden, was Dutzende Tote und Verwundete zur Folge gehabt habe.

12. August, 14.31 Uhr: Iran-USA-Waffenruhe soll verlängert werden

Die im Zuge des Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran Mitte Juni vereinbarte Waffenruhe soll nach Angaben aus pakistanischen Sicherheitskreisen verlängert werden.

Die Verlängerung könne weitere 60 oder sogar 90 Tage umfassen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur von mit den Gesprächen vertrauten Personen. Pakistan ist Vermittler in dem Konflikt.

Bisher ist demnach aber nicht entschieden, ob diese neuerliche Waffenruhe öffentlich kommuniziert werde.

Zugleich stehe eine Einigung zwischen dem Iran und dem Oman für die Schifffahrt durch die Straße von Hormus bevor, hieß es weiter. Nach den Angaben aus pakistanischen Sicherheitskreisen könnte diese noch vor Samstag kommen. Mitte August läuft eine 60-Tages-Frist für Verhandlungen ab, die ursprünglich in dem Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran festgelegt wurde.

12. August, 6.10 Uhr: Langes Ringen um Wiedereröffnung der Meerenge

Die Kriegsparteien ringen schon länger um die vollständige Wiedereröffnung der faktisch blockierten Straße von Hormus, über die ein Großteil der Ölexporte aus den Golfstaaten abgewickelt wird.

Der Nationale Sicherheitsrat des Irans verlangte dafür neben einem Ende sämtlicher US-Drohungen gegen das Land, einer Aufhebung der Seeblockade iranischer Häfen sowie einem Abzug der US-Streitkräfte aus der Region unter anderem eine vollständige finanzielle Entschädigung für Kriegsschäden. All diese Forderungen hatte der Iran bereits früher als Bedingungen für Verhandlungen mit den USA genannt.

Am Montag hatte Trump seinerseits Entschädigungszahlungen des Irans als Bedingung für weitere Verhandlungen zur Beilegung des Konflikts gefordert. Er schrieb auf seiner Plattform Truth Social, der Iran solle für jedes Opfer zahlen, dessen Tod oder Verletzung der Machtapparat in Teheran zu verantworten habe.

Der Persische Golf, die Straße von Hormus und der Golf von Oman in einer undatierten, von der NASA zur Verfügung gestellten, Satellitenaufnahme.
Der Persische Golf, die Straße von Hormus und der Golf von Oman in einer undatierten, von der NASA zur Verfügung gestellten, Satellitenaufnahme.  © -/The Visible Earth/NASA/dpa

12. August, 6.07 Uhr: Trump vertraue dem Iran nicht

Trump sagte weiter, er vertraue dem Iran nicht. "Sie haben mich ständig belogen." Die Islamische Republik sei dank des von den USA geführten Krieges nicht länger der "Tyrann im Nahen Osten".

Bereits am Vortag hatte der Republikaner behauptet, nach einer Minenräumung sei die Meerenge für Schiffe wieder befahrbar und werde "zu 100 Prozent" von den USA kontrolliert.

Der Iran hat auf die Aussagen nicht direkt reagiert. Zuletzt hatte die Führung in Teheran eine Öffnung der Seestraße von Zugeständnissen der USA und ihrer Verbündeten abhängig gemacht und die Absicht erklärt, Gebühren für eine Durchfahrt durch die Meerenge zu erheben.

Titelfoto: Uncredited/AP/dpa

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