Nahost-Konflikt: Außenministertreffen zur Straße von Hormus im Oman

Nahost - In der Straße von Hormus ist erneut ein Schiff angegriffen worden. Es wurde bei der Durchfahrt der Meerenge von einem "unbekannten Geschoss" getroffen, wie die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) in der Nacht mitteilte.

Durch die Straße von Hormus werden rund 20 Prozent des weltweiten Energiehandels abgewickelt. (Archivbild)  © -/The Visible Earth/NASA/dpa

Anders als in den meisten bisherigen Fällen machte die Behörde diesmal keine Angaben zum genauen Ort des Vorfalls. Damit bleibt offen, ob das Schiff vor der Küste Omans oder näher an der iranischen Küste getroffen wurde. Auch zur möglichen Verantwortung für den Angriff machte die Behörde keine Angaben.

Der Iran blockiert mit Drohungen und Angriffen auf Schiffe den Verkehr durch die Meerenge immer noch weitestgehend. Die Straße von Hormus ist eine wichtige Passage für Öl-, Flüssiggas- und Düngerexporte aus den Staaten am Persischen Golf. Die Blockade hat Folgen für die ganze Weltwirtschaft. 

Die Straße von Hormus ist inzwischen der zentrale Streitpunkt im Krieg zwischen den USA und dem Iran. Vor dem Krieg war die Meerenge für den Schiffsverkehr offen.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

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13. September, 20.17 Uhr: Außenministertreffen zur Straße von Hormus im Oman

An diesem Montag wollen die Außenminister der Staaten am Persischen Golf im Oman für ein Treffen zusammenkommen.

Der Iran und der Oman wollen Berichten zufolge eine Vereinbarung im festgefahrenen Konflikt über die Straße von Hormus vorstellen. Der Inselstaat Bahrain, der im Krieg massiven iranischen Raketenangriffen ausgesetzt war, boykottiert das Treffen.

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Auf diesem Foto liest der iranische Außenminister Abbas Araghtschi (l) bei einem Treffen mit seinem omanischen Amtskollegen Badr al-Busaidi. (Archivfoto)  © Uncredited/Iranian Foreign Ministry/AP/dpa

13. September, 14.42 Uhr: Treffen im Oman - Abkommen zur Straße von Hormus geplant

Mit einem Treffen im Oman soll nach iranischen Angaben eine Lösung im anhaltenden Konflikt um die Straße von Hormus gesucht werden - ein zentraler Streitpunkt im Krieg.

Irans Präsident Massud Peseschkian zufolge sollen der Iran und der Oman am Montag in der omanischen Hauptstadt Maskat ein Abkommen über neue Schiffsrouten in der Meerenge unterzeichnen. Auch die arabischen Golf-Anrainerstaaten sind der iranischen Nachrichtenagentur Mehr zufolge eingeladen, um über Details der Vereinbarung informiert zu werden. Bahrain will das Treffen boykottieren.

13. September, 13.45 Uhr: Angespannte Ruhe im Jemen nach Huthi-Vormarsch

Im Jemen herrscht nach dem Vormarsch der Huthi zur wichtigen Meerenge Bab al-Mandab eine angespannte Ruhe.

Eine Hauptstraße zur zuvor umkämpften Stadt Tais sei wieder geöffnet, hieß es aus örtlichen und aus Militärkreisen. Die Huthi-Miliz hatte Stellungen der Regierungstruppen dort zuvor angegriffen, die Hafenstadt Mokka westlich von Tais eingenommen und kontrolliert inzwischen die gesamte Westküste des Landes.

Regierungstruppen griffen den Militärquellen zufolge erneut Huthi-Ziele im Raum von Tais an. Auch der Huthi-Fernsehsender Al-Masirah berichtete, Saudi-Arabien habe dort Ziele bombardiert. Das Königreich unterstützt die international anerkannte Regierung im Jemen im Kampf gegen die Iran-treue Miliz. 

13. September, 11.43 Uhr: Ein Toter nach Angriff auf iranisches Containerschiff

Bei einem Angriff auf ein iranisches Containerschiff in der Straße von Hormus ist nach Angaben aus Teheran ein Mann getötet worden.

Vier weitere Besatzungsmitglieder seien bei dem Vorfall am Sonntagmorgen verletzt worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Der Angriff durch ein "unbekanntes Projektil" erfolgte demnach nahe der Insel Hengam. 

Bereits in der Nacht hatte die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) über einen Angriff auf ein Schiff in der Meerenge berichtet. Zunächst blieb unklar, ob es sich um denselben Vorfall handelte.

Ein Angriff auf ein ziviles iranisches Schiff in der Straße von Hormus fordert ein Todesopfer.  © Vahid Salemi/AP/dpa

13. September, 11.42 Uhr: Hapag-Lloyd setzt trotz israelischem Veto auf ZIM-Übernahme

Die Hamburger Containerreederei Hapag-Lloyd setzt trotz des bisherigen Widerstands der israelischen Regierung weiter auf die Übernahme der dortigen Reederei ZIM.

"Das Konzept, das wir vorgestellt haben, ist in vielen Bereichen eine Verbesserung - und auch für den Staat Israel gegenüber dem Status Quo", sagte Hapag-Lloyd-Chef Rolf Habben Jansen in einem Interview der "Welt am Sonntag" (Redaktion Hamburg und Norddeutschland). Insbesondere in den vergangenen ein- bis eineinhalb Monaten sei die Diskussion mit den israelischen Behörden deutlich intensiver geworden. "Und das hilft immer."

Die Hamburger Containerreederei Hapag-Lloyd setzt trotz des bisherigen Widerstands der israelischen Regierung weiter auf die Übernahme der dortigen Reederei ZIM. (Archivbild)  © Markus Scholz/dpa

13. September, 11.41 Uhr: Drei Leichen in brennendem Auto in Israel gefunden

In einem brennenden Auto in der Nähe einer arabischen Ortschaft in Israel sind in der Nacht drei Leichen gefunden worden.

Die Identität der Männer sei bisher nicht bekannt, teilte die israelische Polizei mit. Man gehe von einem Verbrechen mit einem kriminellen Hintergrund aus.

Das israelische Nachrichtenportal "ynet" berichtete, die Leichen seien auf dem Rücksitz gefunden worden, nachdem Jugendliche das brennende Fahrzeug in der Nähe von Baka al-Gharbija südöstlich der Hafenstadt Haifa entdeckt hätten. 

13. September, 7.33 Uhr: "Unbekanntes Geschoss" - Schiff in Straße von Hormus angegriffen

In der Straße von Hormus ist erneut ein Schiff angegriffen worden.

Es wurde bei der Durchfahrt der Meerenge von einem "unbekannten Geschoss" getroffen, wie die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) in der Nacht mitteilte.

Anders als in den meisten bisherigen Fällen machte die Behörde diesmal keine Angaben zum genauen Ort des Vorfalls.

In der Straße von Hormus ist erneut ein Schiff angegriffen worden. (Archivbild)  © Vahid Salemi/AP/dpa

12. September, 19.15 Uhr: Brics-Gruppe fordert maximale Zurückhaltung

Die Länder der Brics-Gruppe haben bei ihrem Gipfeltreffen in Indien die Akteure im sich ausweitenden Konflikt im Nahen Osten zur größten Zurückhaltung aufgerufen.

Die Staatengruppe sei "tief besorgt über die Eskalation der Spannungen im Nahen Osten/Westasien", hieß es in einer 140 Punkte umfassenden sogenannten Erklärung von Neu-Delhi. Indiens Premierminister Narendra Modi sprach sich zum Auftakt des zweitägigen Treffens der Staats- und Regierungschefs der Brics-Staaten für eine stärkere Rolle des Bündnisses bei den Bemühungen um globale Reformen aus. 

Beim Spitzentreffen der Brics-Staaten stehen die Konflikte im Nahen Osten im Fokus - und mit dem Iran sitzt ein entscheidender Akteur mit am Tisch.  © Manish Swarup/AP/dpa

12. September, 14.53 Uhr: Hapag-Lloyd setzt trotz israelischem Veto auf ZIM-Übernahme

Die Hamburger Containerreederei Hapag-Lloyd setzt trotz des bisherigen Widerstands der israelischen Regierung weiter auf die Übernahme der dortigen Reederei ZIM.

"Das Konzept, das wir vorgestellt haben, ist in vielen Bereichen eine Verbesserung - und auch für den Staat Israelgegenüber dem Status Quo", sagte Hapag-Lloyd-Chef Rolf Habben Jansen in einem Interview der "Welt am Sonntag" (Redaktion Hamburg und Norddeutschland). Insbesondere in den vergangenen ein- bis eineinhalb Monaten sei die Diskussion mit den israelischen Behörden deutlich intensiver geworden. "Und das hilft immer."

Warum glaubt Hapag-Lloyd trotz Widerstand aus Israel an die ZIM-Übernahme? Hinter den Kulissen laufen intensive Gespräche – und es geht um rund 3,6 Milliarden Euro. (Archivbild)  © Markus Scholz/dpa

12. September, 12.07 Uhr: Pipeline stillgelegt - Saudische Ölexporte massiv unter Druck

Der sich ausweitende Konflikt im Nahen Osten setzt den weltgrößten Ölexporteur Saudi-Arabien massiv unter Druck.

Nach der iranischen Blockade der Straße von Hormus und der zunehmenden Bedrohung der Meerenge Bab al-Mandab durch die Huthi-Miliz im Jemen muss das Königreich nach Drohnenangriffen auch noch eine wichtige Pipeline abschalten. Eine daraus folgende zusätzliche Reduzierung saudischer Exporte könnte den Ölpreis und damit die Benzinpreise auch in Deutschland noch weiter ansteigen lassen.

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