Nahost-Konflikt: Drei Tote in Saudi-Arabien nach Angriffen auf Flughäfen

Nahost - Drei Jahre nach dem Hamas-Angriff wird in Israel heute an die Opfer des 7. Oktober 2023 erinnert.

Drei Jahre nach dem Hamas-Angriff gedenkt Israel der Opfer des 7. Oktober 2023.  © Bildmontage: JOHN WESSELS / AFP, Ohad Zwigenberg/AP/dpa, ILIA YEFIMOVICH / AFP

Von der Hamas angeführte bewaffnete Kämpfer waren aus dem Gazastreifen nach Israel eingedrungen und hatten rund 1200 Menschen getötet. 251 Menschen wurden als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt.

Besonders am ehemaligen Gelände des Nova-Musikfestivals nahe dem Kibbuz Re'im im Süden Israels erinnern Angehörige und Überlebende an die Opfer.

Dort wurden während des Angriffs Hunderte Festivalbesucher getötet und weitere als Geiseln genommen. Die Gedenkveranstaltungen begannen am Mittwochmorgen um 6.29 Uhr - zu dem Zeitpunkt, an dem der Angriff am 7. Oktober 2023 begonnen hatte.

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Auch in anderen Teilen Israels finden den ganzen Tag über Gedenkveranstaltungen statt. Am Abend ist in Tel Aviv eine zentrale Gedenkfeier geplant.

Der 7. Oktober gilt als der tödlichste Tag für Israel seit seiner Staatsgründung. Der Angriff löste den Gaza-Krieg aus und veränderte die Region nachhaltig. Auch drei Jahre später sind die Folgen des Angriffs und des darauffolgenden Krieges in Israel und im Gazastreifen spürbar.

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7. Oktober, 21.46 Uhr: Drei Tote in Saudi-Arabien nach Angriffen auf Flughäfen

In Saudi-Arabien sind drei Menschen bei Angriffen auf Flughäfen des Landes getötet worden.

Das teilte die Luftfahrtbehörde am Abend auf der Plattform X mit. Demnach waren die Flughäfen Riad sowie Abha im Südwesten des Königreichs Ziel von zwei separaten Angriffen am Dienstag und Mittwoch. In Abha seien zwei Frauen, aus Algerien und Marokko stammend, getötet und weitere 28, darunter auch saudi-arabische Staatsbürger, verletzt worden. 

Am Flughafen Riad sei eine Person getötet worden, ein sudanesischer Staatsbürger, und acht weitere seien verletzt worden. Die zwei Angriffe hätten auch Sachschaden verursacht, hieß es weiter. Details dazu gab es nicht.

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Der Flughafen von Riad war Ziel einer tödlichen Attacke. (Symbolfoto)  © Bernd von Jutrczenka/dpa

7. Oktober, 13.33 Uhr: Palästinenser - Siedler greifen Dorf an – ein Toter

Radikale Siedler und israelische Soldaten haben nach palästinensischen Angaben im Westjordanland ein Dorf nahe Nablus angegriffen.

Dabei sei ein 44-jähriger Palästinenser getötet worden, teilte das Gesundheitsministerium in Ramallah mit. Nach Angaben des palästinensischen Rettungsdienstes Roter Halbmond starb er an einer Schussverletzung. Laut dem Ministerium wurden 16 Palästinenser in Burka verletzt, darunter einer schwer.

Die Mitarbeiter des Rettungsdienstes wurden nach Angaben des Roten Halbmondes zudem von den Soldaten angegriffen. Die israelische Armee äußerte sich auf Nachfrage zunächst nicht.

7. Oktober, 13.31 Uhr: Leere Stühle erinnern an Opfer – Spitzenpolitiker gedenken

Die Spitzen von Linke, Grünen und SPD in Berlin haben der Opfer des Terrorangriffs auf Israel gedacht.

Sie besuchten gemeinsam eine Gedenk-Installation der Jüdischen Studierendenunion Deutschland (JSUD) am Brandenburger Tor. 500 leere Stühle sind an Tischen aufgestellt, auf denen Fotos der Opfer des 7. Oktobers 2023 zu sehen sind. 

Berlin gedenkt der Opfer des Terroranschlags auf Israel an vielen Orten – und mit vielen Facetten. Politiker aller Parteien halten inne.  © Sebastian Gollnow/dpa

7. Oktober, 11.22 Uhr: Israelis fordern staatliche Untersuchung nach Hamas-Massaker

Am dritten Jahrestag des Hamas-Massakers vom 7. Oktober 2023 in Israel haben Demonstranten in mehreren israelischen Städten eine staatliche Untersuchungskommission zu dem Überfall gefordert.

Bisher gibt es keine umfassende Aufarbeitung seitens der Regierung zu der Frage, wie es dazu kommen konnte und welche Fehler im Sicherheitsapparat und der Politik gemacht wurden. In Israel finden am 27. Oktober erstmals seit dem Massaker Parlamentswahlen statt.

Demonstranten versammelten sich nach Medienberichten unter anderem vor der Residenz von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und dem israelischen Parlament, der Knesset, in Jerusalem. Laut der Zeitung "Times of Israel" blockierten Protestierende zudem kurzzeitig die Stadtautobahn bei Tel Aviv.

Auch drei Jahre nach dem Hamas-Massaker in Israel gibt es keine staatliche Untersuchung zu der Frage, wie es zu dem Überfall kommen konnte. Demonstranten protestieren am Jahrestag.  © Ohad Zwigenberg/AP/dpa

7. Oktober, 11.19 Uhr: Hisbollah rechtfertigt Terrorüberfall vom 7. Oktober

Die libanesische Hisbollah hat den Terrorüberfall auf Israel vor drei Jahren erneut verteidigt.

In einer Erklärung zum dritten Jahrestag des 7. Oktobers bezeichnete sie den Angriff palästinensischer Extremisten als "mutigen und gerechtfertigten Akt des Widerstandes". Die Attacke habe sich gegen einen von arabischen Regierungen geförderten "defätistischen Normalisierungsprozess" mit Israel gerichtet. 

Am 7. Oktober 2023 hatten die islamistische Hamas und andere bewaffnete palästinensische Gruppen den Süden Israels überfallen. Sie töteten nach offiziellen Angaben rund 1.200 Menschen und verschleppten mehr als 250 weitere in den Gazastreifen. Dieser Angriff löste den Gaza-Krieg aus, in dessen Verlauf weite Teile des Palästinensergebiets zerstört wurden.

7. Oktober, 11.16 Uhr: Israel hat seit dem Hamas-Massaker 100.000 Ziele angegriffen

Seit dem Hamas-Überfall im Süden Israels vor drei Jahren haben die israelischen Streitkräfte nach eigenen Angaben rund 100.000 Ziele in der Region angegriffen.

Davon seien 65.000 im Gazastreifen gewesen, 28.000 im Libanon und in Syrien sowie 4.500 in Iran, berichtete das israelische Radio unter Berufung auf das Militär. 970 israelische Soldaten seien in den vergangenen drei Jahren im Dienst getötet worden. 

Bei dem Überfall am 7. Oktober 2023 wurden rund 1.200 Menschen getötet und 251 als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Nach israelischen Angaben kamen damals rund 6.000 Terroristen der islamistischen Hamas und anderer extremistischer Gruppierungen nach Israel. Bei dem auf den Überfall folgenden Krieg wurden nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde im Gazastreifen mehr als 74.000 Palästinenser getötet.

Vor drei Jahren ermordeten Hamas-Terroristen rund 1.200 Menschen in Israel. Der Überfall löste den Gaza-Krieg aus. Israel hat seither Zehntausende Ziele in der Region angegriffen.  © Jehad Alshrafi/AP/dpa

7. Oktober, 6.21 Uhr: Huthi-Miliz greift Saudi-Arabien mit ballistischen Raketen an

Saudi-Arabien hat nach Militärangaben einen Raketenangriff der jemenitischen Huthi-Miliz abgewehrt.

Nördlich der Hauptstadt Riad sei eine von den Huthi abgefeuerte ballistische Rakete abgefangen und zerstört worden, teilte Turki al-Maliki mit, der Sprecher des von Saudi-Arabien angeführten Militärbündnisses, das im Jemen an der Seite der Regierung gegen die Huthi-Miliz kämpft. Die Koalition habe die Abschussplattform mit Hilfe ihrer Nachrichtendienste bei der jemenitischen Hauptstadt Sanaa entdeckt und werde sie zerstören.

Der Sprecher machte keine Angaben zu möglichen Schäden oder Verletzten. Seine Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

7. Oktober, 6.14 Uhr: Merz - "Stehen für die Sicherheit und Existenz Israels ein"

Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) betont am Jahrestag des Überfalls der Terrorgruppe Hamas am 7. Oktober 2023 Deutschlands Unterstützung für Israel.

"Deutschland steht fest an der Seite Israels. Unsere israelischen Freunde können auf unseren Einsatz zählen, damit sich ein solches Verbrechen niemals wiederholt", sagte der Kanzler. "Wir stehen für die Sicherheit und Existenz Israels ein – das ist Lehre aus der Schoah und Teil deutscher Identität."

Es müsse nun darum gehen, ein Fundament für eine neue Ordnung zu legen, in der Israelis, Palästinenser und ihre Nachbarn in Frieden und Sicherheit leben können. "Unserer Überzeugung nach ist dieses Ziel am besten durch die Gründung eines palästinensischen Staates an der Seite Israels zu erreichen", sagte Merz.

Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) betont am Jahrestag des Überfalls der Terrorgruppe Hamas am 7. Oktober 2023 Deutschlands Unterstützung für Israel.  © Ariel Schalit/Pool AP/dpa

7. Oktober, 6.13 Uhr: Hisbollah fordert bedingungslosen Abzug Israels

Der Führer der libanesischen Hisbollah, Naim Kassim, fordert einen bedingungslosen Abzug aller israelischen Truppen aus dem Süden des Landes.

Kassim erklärte in einer aufgezeichneten Rede im Hisbollah-Fernsehsender al-Manar, eine Lösung des Konflikts setze den vollständigen Rückzug Israels voraus, ohne dass seine Organisation Gegenleistungen erbringen werde. Die Hisbollah habe nichts zu geben, so Kassim.

Für innerlibanesische Reformen – etwa bei der Rüstungskontrolle oder der Wirtschaftspolitik – zeigte sich der Hisbollah-Generalsekretär offen, lehnte dabei jedoch eine Einflussnahme durch die USA oder andere Staaten ab.

Der Anführer der Hisbollah fordert den Abzug Israels aus dem Südlibanon. Israel macht die Räumung einer einseitig verhängten "Sicherheitszone" jedoch von einer Entwaffnung der Miliz abhängig.  © Bilal Hussein/AP/dpa

6. Oktober, 15.23 Uhr: Huthi-Miliz greift Flughäfen in Saudi-Arabien an

Die Huthi-Miliz im Jemen hat nach eigenen Angaben drei Flughäfen im benachbarten Saudi-Arabien mit Raketen angegriffen. Nach Darstellung eines Militärsprechers feuerte sie eine ballistische Rakete auf den internationalen Flughafen in Abha ab.

Der Flugbetrieb soll daraufhin unterbrochen worden sein. Die saudischen Behörden haben den Angriff bislang nicht bestätigt. Dagegen teilte die saudi-arabische Luftfahrbehörde mit, dass am Montag die beiden Flughäfen in Nadschran und Dschisan getroffen wurden. Drei Menschen seien leicht verletzt worden. Es sei Sachschaden entstanden.

Im Jemen-Konflikt kämpft eine von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition an der Seite der international anerkannten Regierung gegen die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz.  © Osamah Abdulrahman/AP/dpa

5. Oktober, 9.03 Uhr: USA holen nach Vorfall bei Militärbasis Bomber zurück

Nach dem Vorfall an einem US-Luftwaffenstützpunkt in Großbritannien hat das Pentagon all seine Langstreckenbomber zurückbeordert.

"Wir können nun bestätigen, dass alle US-Bomber, die auf dem Stützpunkt RAF Fairford stationiert waren, wieder an ihre Heimatstützpunkte in den Vereinigten Staaten zurückgekehrt sind", teilte ein Beamter des US-Verteidigungsministeriums auf Anfrage mit.

Nach Informationen der "New York Times" waren neue Drohungen gegen den Militärstützpunkt der Grund für den überraschenden Abzug der US-Bomber. So gebe es Informationen über einen vom Iran unterstützten Anschlag auf den Stützpunkt, berichtete die Zeitung unter Berufung auf zwei US-Beamte.

Das US-Militär hatte zuvor einige seiner Bomber wegen des Iran-Krieges nach Großbritannien verlegt.

Ende September waren fünf Männer nahe des von der US-Luftwaffe genutzten britischen Militärstützpunkts RAF Fairford aufgegriffen worden. Nun haben die USA ihre Bomber zurückgeholt.  © Alastair Grant/AP/dpa

4. Oktober, 20.28 Uhr: Huthi-Miliz meldet Angriffe auf Ölanlagen in Saudi-Arabien

Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen hat erneut Angriffe in Saudi-Arabien für sich reklamiert.

Ein Huthi-Sprecher teilte auf Telegram mit, die Gruppe habe zwei Standorte des saudi-arabischen Ölkonzerns Aramco in Riad sowie im Gebiet von Churais mit Drohnen und ballistischen Raketen angegriffen. Eine unabhängige Bestätigung des Konzerns für Treffer liegt bislang nicht vor.

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