Nahost-Konflikt: Dutzende Tote laut Zivilschutz unter Trümmern geborgen

Nahost - Iranische Medien berichten von Explosionen in der Nähe der strategisch wichtigen Insel Kharg im Persischen Golf.

Im Persischen Golf sollen mehrere Schüsse von Explosionen getroffen worden sein.  © Ronen Zvulun/Pool Reuters/dpa

Nach Informationen der Nachrichtenagentur Tasnim sollen vier US-Raketen einen iranischen Öltanker rund elf Kilometer vor der Küste der Insel getroffen haben. Es habe keine Opfer gegeben, die Besatzung evakuiere das Schiff. 

Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Isna soll ein kleines Schiff getroffen worden sein. 

Das zuständige US-Regionalkommando bestätigte bislang keinen Raketenangriff auf einen Tanker. 

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Kharg ist der wichtigste Umschlagplatz für iranische Rohölexporte. Berichten zufolge werden hier mehr als 90 Prozent der iranischen Exporte abgewickelt.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

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5. September 13.20 Uhr: Zivilschutz birgt Überreste von Dutzenden Toten aus Trümmern eines Wohnhauses

Der Zivilschutz im Gazastreifen hat nach eigenen Angaben die sterblichen Überreste von 55 Menschen aus den Trümmern eines Wohnhauses geborgen.

Das Gebäude in der Stadt Gaza sei vor zwei Jahren bei israelischen Bombenangriffen zerstört worden. Während des Gaza-Kriegs hätten sich dort Angehörige einer Familie und Binnenvertriebene aufgehalten. Eine unabhängige Bestätigung lag zunächst nicht vor.

Auslöser des Gaza-Kriegs war das Massaker der Hamas und anderer extremistischer Gruppen am 7. Oktober 2023, bei dem rund 1.200 Menschen in Israel getötet und mehr als 250 Geiseln in den Gazastreifen verschleppt wurden. 

Nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde wurden seitdem rund 73.400 Palästinenser getötet. Die Zahl unterscheidet nicht zwischen Zivilisten und Mitgliedern bewaffneter Gruppen. 

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Nachdem ein Gebäude in Gaza zerstört wurde, wurden laut dem Zivilschutz die sterblichen Überreste von mehr als 50 Personen gefunden.  © Jehad Alshrafi/AP/dpa

4. September, 22.27 Uhr: Trump spielt Iran-Krieg herunter - "Für uns eine Kleinigkeit"

Vor dem Hintergrund fehlender Erfolge im Konflikt mit dem Iran versucht US-Präsident Donald Trump den Krieg gegen die Islamische Republik kleinzureden.

"Ich nenne es einen militärischen Konflikt, weil es für uns eine Kleinigkeit ist. Es ist keine große Sache", sagte er bei einer Pressekonferenz im Oval Office, bevor er sich mit seinen vermeintlichen Erfolgen rühmte.

Auf die Nachfrage einer Journalistin, ob 18 tote Angehörige des US-Militärs "kleine Fische" seien, ging Trump zunächst nicht ein. Stattdessen rühmte er sich damit, dass die USA "mit großem Abstand" führend im Weltall seien. Später ruderte er etwas zurück: "Wir haben 18 Menschen verloren, 18 großartige Menschen (... )und einer ist schon einer zu viel."

Trumps Krieg gegen den Iran ist festgefahren, der Verkehr in der Straße von Hormus ist weiterhin blockiert. Trotz vieler Opfer und hoher Inflation sieht der US-Präsident darin keine große Sache.  © Jacquelyn Martin/AP/dpa

4. September, 15.49 Uhr: Fünf Zivilisten nach israelischer Haft zurück im Libanon

Fünf Zivilisten sind nach Angaben des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) aus israelischer Haft in den Libanon überstellt worden.

Die israelische Armee hatte sie im Südlibanon festgenommen. Weil es sich bei ihnen aber um Zivilisten handele, gebe es "keinen Grund, sie weiter in Israel festzuhalten" hatte das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Donnerstag mitgeteilt. Eine der freigelassenen Personen kehrte bereits am Donnerstag zurück in den Libanon. Die übrigen vier wurden laut IKRK am Freitag überstellt. 

Sie wurden zum Teil wochenlang in Israel festgehalten. Ihre Familien wussten nicht, wo sie waren. Nun wurden fünf Gefangene freigelassen und sind zurück im Libanon.  © Mohammed Zaatari/AP/dpa

4. September, 12.10 Uhr: Mehr als 80 Tote bei Kämpfen zwischen Huthis und Regierungstruppen im Jemen

Bei Kämpfen zwischen der pro-iranischen Huthi-Miliz und Regierungstruppen im Jemen sind seit Donnerstag nach Angaben aus medizinischen und Militärkreisen 81 Menschen getötet worden.

Ein Militärvertreter an der Küste des Roten Meeres meldete, dass 24 Mitglieder der Regierungstruppen getötet wurden, während ein weiterer aus dem im Landesinneren gelegenen Gebiet Tais von 15 Toten dort sprach. Außerdem wurden mindestens 42 Huthi-Kämpfer getötet, wie aus medizinischen Kreisen verlautete.

Am Donnerstag hatten im Jemen tödliche Gefechte begonnen, nachdem die vom Iran unterstützten Huthis entlang der Frontlinien an der westlichen Küste des Roten Meeres eine groß angelegte Offensive gestartet hatten.

3. September, 20.16 Uhr: Laut Israel unterirdische Hisbollah-Basis im Südlibanon geräumt

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben die Kontrolle über unterirdische Stellungen der libanesischen Hisbollah-Miliz im Südlibanon übernommen.

Im Gebiet des strategisch wichtigen Hügels namens Ali al-Taher habe das Militär die Räumung unterirdischer Infrastruktur abgeschlossen, hieß es in der Mitteilung. Man arbeite noch an der "Neutralisierung" der Struktur, die zwei zentrale Wege umfasse. Von libanesischer Seite gibt es dafür bisher noch keine Bestätigung.

Israel kämpft im Libanon unbeirrt weiter. (Archivbild)  © Stringer/dpa

3. September, 19.15 Uhr: Sturz der iranischen Führung bleibt für Netanjahu Hauptziel

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) hat einen Sturz der iranischen Führung als "die wichtigste Aufgabe, die noch vor uns liegt" bezeichnet. Er sei fest überzeugt, dass dies möglich sei, sagte Netanjahu nach Angaben seines Büros bei einem Treffen im Militärhauptquartier in Tel Aviv. Diese Aufgabe sei "nah", sagte er demnach. "Sie ist nicht unmöglich. Sie liegt in unserer Reichweite."

Der israelische Regierungschef sprach von "historischen Errungenschaften" in den Kriegen gegen den Iran in diesem und im vorigen Jahr. "Wir standen der Gefahr unserer Vernichtung durch ein Regime gegenüber, das danach strebt, uns auszulöschen und sich mit Atomwaffen ausrüsten will, um uns zu vernichten", sagte Netanjahu. "Wir haben diese Bedrohung und auch andere Bedrohungen zurückgedrängt."

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) will weiterhin den Sturz des iranischen Regimes.  © Ronen Zvulun/Pool Reuters/dpa

3. September, 18.10 Uhr: Israels Rechte drängt auf "freiwillige Ausreise" aus Gaza

Vor der Parlamentswahl in Israel im Oktober machen sich rechte Politiker erneut für eine Umsiedlung der zwei Millionen Palästinenser im Gazastreifen stark.

Der rechtsextreme Polizeiminister Itamar Ben-Gvir stellte ein entsprechendes politisches Programm mit dem Titel "Abkopplung 710" vor, das eine "freiwillige Auswanderung" der Menschen aus dem in zwei Jahren Krieg weitgehend zerstörten Küstenstreifen vorsieht. Solche Pläne sind international immer wieder scharf kritisiert worden.

3. September, 17.37 Uhr: Laut Helfern mehr als 250 Kinder im Konflikt im Libanon getötet

Im Libanon sind nach Angaben der Kinderrechtsorganisation Save the Children in den vergangenen sechs Monaten mindestens 257 Kinder im Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah getötet worden.

1039 seien in dem gleichen Zeitraum verletzt worden, hieß es in einer Mitteilung. Die Angaben beruhen auf Zahlen des libanesischen Gesundheitsministeriums.

Die armen Kinder im Libanon können überhaupt nichts für den Krieg und leiden darunter dennoch so sehr.  © Mohammed Zaatari/AP/dpa

3. September, 16.11 Uhr: Israels Armee meldet Zwischenfälle in Gaza - mehrere Tote

Die israelische Armee hat im Norden des Gazastreifens drei Palästinenser getötet, die ihren Angaben nach eine Bedrohung für die eigenen Soldaten darstellten. Die Palästinenser hatten die sogenannte gelbe Linie überschritten, die den Übergang zu von Israel kontrolliertem Gebiet markiert, und sich israelischen Soldaten genähert, wie das israelische Militär mitteilte. Die Angaben lassen sich nicht ohne weiteres unabhängig überprüfen.

Es handelte sich dem israelischen Militär zufolge sich um zwei Vorfälle. Die Armee bezeichnete die drei getöteten Palästinenser als Terroristen.

3. September, 15.24 Uhr: Katz droht, Iran bei Angriff in "Steinzeit zurückzuversetzen"

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz (70) hat dem Iran im Fall eines Angriffs mit einer massiven Reaktion gedroht.

"Wir würden die gesamte nationale militärische und zivile Infrastruktur im Iran treffen - auch die Energieinfrastruktur - und den Iran tief in die Steinzeit und das Zeitalter der Finsternis zurückversetzen", sagte Katz laut Angaben seines Büros. "Ein iranischer Angriff auf Israel würde uns von jeglichen bestehenden Beschränkungen befreien."

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz (70) will den Iran notfalls ins Steinzeitalter zurückbomben.  © Ariel Hermoni/Verteidigungsministerium/dpa

3. September, 12.01 Uhr: Iran-Krieg treibt Benzinpreise auf Höchststand

Nach dem Wiederaufflammen des Irankriegs hat der Preis für Superbenzin der Sorte E10 einen Höchststand erreicht.

Der Preis für einen Liter stieg am Mittwoch im bundesweiten Tagesdurchschnitt auf 2,215 Euro und übertraf damit den bisherigen Rekord von 2,203 Euro aus dem März 2022, wie der ADAC auf Anfrage am Donnerstag mitteilte.

Es handelt sich um einen nominellen Preisrekord. Inflationsbereinigt war Benzin in der Vergangenheit schon teurer als heute, so etwa im Jahr 2012.

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