Nahost-Konflikt: Ein Toter nach Angriff auf iranisches Containerschiff

Nahost - In der Straße von Hormus ist erneut ein Schiff angegriffen worden. Es wurde bei der Durchfahrt der Meerenge von einem "unbekannten Geschoss" getroffen, wie die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) in der Nacht mitteilte.

Durch die Straße von Hormus werden rund 20 Prozent des weltweiten Energiehandels abgewickelt. (Archivbild)  © -/The Visible Earth/NASA/dpa

Anders als in den meisten bisherigen Fällen machte die Behörde diesmal keine Angaben zum genauen Ort des Vorfalls. Damit bleibt offen, ob das Schiff vor der Küste Omans oder näher an der iranischen Küste getroffen wurde. Auch zur möglichen Verantwortung für den Angriff machte die Behörde keine Angaben.

Der Iran blockiert mit Drohungen und Angriffen auf Schiffe den Verkehr durch die Meerenge immer noch weitestgehend. Die Straße von Hormus ist eine wichtige Passage für Öl-, Flüssiggas- und Düngerexporte aus den Staaten am Persischen Golf. Die Blockade hat Folgen für die ganze Weltwirtschaft. 

Die Straße von Hormus ist inzwischen der zentrale Streitpunkt im Krieg zwischen den USA und dem Iran. Vor dem Krieg war die Meerenge für den Schiffsverkehr offen.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

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13. September, 11.43 Uhr: Ein Toter nach Angriff auf iranisches Containerschiff

Bei einem Angriff auf ein iranisches Containerschiff in der Straße von Hormus ist nach Angaben aus Teheran ein Mann getötet worden.

Vier weitere Besatzungsmitglieder seien bei dem Vorfall am Sonntagmorgen verletzt worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Der Angriff durch ein "unbekanntes Projektil" erfolgte demnach nahe der Insel Hengam. 

Bereits in der Nacht hatte die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) über einen Angriff auf ein Schiff in der Meerenge berichtet. Zunächst blieb unklar, ob es sich um denselben Vorfall handelte.

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Ein Angriff auf ein ziviles iranisches Schiff in der Straße von Hormus fordert ein Todesopfer.  © Vahid Salemi/AP/dpa

13. September, 11.42 Uhr: Hapag-Lloyd setzt trotz israelischem Veto auf ZIM-Übernahme

Die Hamburger Containerreederei Hapag-Lloyd setzt trotz des bisherigen Widerstands der israelischen Regierung weiter auf die Übernahme der dortigen Reederei ZIM.

"Das Konzept, das wir vorgestellt haben, ist in vielen Bereichen eine Verbesserung - und auch für den Staat Israel gegenüber dem Status Quo", sagte Hapag-Lloyd-Chef Rolf Habben Jansen in einem Interview der "Welt am Sonntag" (Redaktion Hamburg und Norddeutschland). Insbesondere in den vergangenen ein- bis eineinhalb Monaten sei die Diskussion mit den israelischen Behörden deutlich intensiver geworden. "Und das hilft immer."

Die Hamburger Containerreederei Hapag-Lloyd setzt trotz des bisherigen Widerstands der israelischen Regierung weiter auf die Übernahme der dortigen Reederei ZIM. (Archivbild)  © Markus Scholz/dpa

13. September, 11.41 Uhr: Drei Leichen in brennendem Auto in Israel gefunden

In einem brennenden Auto in der Nähe einer arabischen Ortschaft in Israel sind in der Nacht drei Leichen gefunden worden.

Die Identität der Männer sei bisher nicht bekannt, teilte die israelische Polizei mit. Man gehe von einem Verbrechen mit einem kriminellen Hintergrund aus.

Das israelische Nachrichtenportal "ynet" berichtete, die Leichen seien auf dem Rücksitz gefunden worden, nachdem Jugendliche das brennende Fahrzeug in der Nähe von Baka al-Gharbija südöstlich der Hafenstadt Haifa entdeckt hätten. 

13. September, 7.33 Uhr: "Unbekanntes Geschoss" - Schiff in Straße von Hormus angegriffen

In der Straße von Hormus ist erneut ein Schiff angegriffen worden.

Es wurde bei der Durchfahrt der Meerenge von einem "unbekannten Geschoss" getroffen, wie die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) in der Nacht mitteilte.

Anders als in den meisten bisherigen Fällen machte die Behörde diesmal keine Angaben zum genauen Ort des Vorfalls.

In der Straße von Hormus ist erneut ein Schiff angegriffen worden. (Archivbild)  © Vahid Salemi/AP/dpa

12. September, 19.15 Uhr: Brics-Gruppe fordert maximale Zurückhaltung

Die Länder der Brics-Gruppe haben bei ihrem Gipfeltreffen in Indien die Akteure im sich ausweitenden Konflikt im Nahen Osten zur größten Zurückhaltung aufgerufen.

Die Staatengruppe sei "tief besorgt über die Eskalation der Spannungen im Nahen Osten/Westasien", hieß es in einer 140 Punkte umfassenden sogenannten Erklärung von Neu-Delhi. Indiens Premierminister Narendra Modi sprach sich zum Auftakt des zweitägigen Treffens der Staats- und Regierungschefs der Brics-Staaten für eine stärkere Rolle des Bündnisses bei den Bemühungen um globale Reformen aus. 

Beim Spitzentreffen der Brics-Staaten stehen die Konflikte im Nahen Osten im Fokus - und mit dem Iran sitzt ein entscheidender Akteur mit am Tisch.  © Manish Swarup/AP/dpa

12. September, 14.53 Uhr: Hapag-Lloyd setzt trotz israelischem Veto auf ZIM-Übernahme

Die Hamburger Containerreederei Hapag-Lloyd setzt trotz des bisherigen Widerstands der israelischen Regierung weiter auf die Übernahme der dortigen Reederei ZIM.

"Das Konzept, das wir vorgestellt haben, ist in vielen Bereichen eine Verbesserung - und auch für den Staat Israelgegenüber dem Status Quo", sagte Hapag-Lloyd-Chef Rolf Habben Jansen in einem Interview der "Welt am Sonntag" (Redaktion Hamburg und Norddeutschland). Insbesondere in den vergangenen ein- bis eineinhalb Monaten sei die Diskussion mit den israelischen Behörden deutlich intensiver geworden. "Und das hilft immer."

Warum glaubt Hapag-Lloyd trotz Widerstand aus Israel an die ZIM-Übernahme? Hinter den Kulissen laufen intensive Gespräche – und es geht um rund 3,6 Milliarden Euro. (Archivbild)  © Markus Scholz/dpa

12. September, 12.07 Uhr: Pipeline stillgelegt - Saudische Ölexporte massiv unter Druck

Der sich ausweitende Konflikt im Nahen Osten setzt den weltgrößten Ölexporteur Saudi-Arabien massiv unter Druck.

Nach der iranischen Blockade der Straße von Hormus und der zunehmenden Bedrohung der Meerenge Bab al-Mandab durch die Huthi-Miliz im Jemen muss das Königreich nach Drohnenangriffen auch noch eine wichtige Pipeline abschalten. Eine daraus folgende zusätzliche Reduzierung saudischer Exporte könnte den Ölpreis und damit die Benzinpreise auch in Deutschland noch weiter ansteigen lassen.

12. September, 10.27 Uhr: Iran stellt Öffnung der Straße von Hormus in Aussicht

Irans Präsident Massud Peseschkian stellt nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna eine Wiedereröffnung der strategisch wichtigen Straße von Hormus in Aussicht.

Peseschkian knüpft diesen Schritt jedoch an ein Ende der US-Seeblockade sowie militärischer Aktionen der US-Armee. 

Peseschkian äußerte sich laut Isna in einem Interview mit dem indischen Fernsehsender "India Today". Der vollständige Text des Interviews soll später vom iranischen Präsidialamt veröffentlicht werden. 

Rund 20 Prozent des globalen Öltransports laufen durch die Straße von Hormus. Nun signalisiert Teheran Gesprächsbereitschaft zur Öffnung – knüpft dies aber an klare Bedingungen an die USA. (Archivbild)  © Shadati/XinHua/dpa

11. September, 22.13 Uhr: Saudi-Arabien schaltet wichtige Pipeline nach Angriffen ab

Saudi-Arabien hat die wichtige Ost-West-Pipeline, die unter Umgehung der faktisch blockierten Straße von Hormus Öl vom Persischen Golf zum Roten Meer bringen kann, nach Angriffen auf die Leitung in den Regionen Riad und Medina vorsorglich abgeschaltet.

Das teilte die staatliche Nachrichtenagentur SPA unter Berufung auf eine Quelle im Energieministerium mit. Bei der Attacke am Donnerstag seien mehrere Menschen verletzt worden. Es seien die notwendigen Maßnahmen getroffen worden, um die Pipeline zu sichern, hieß es weiter. Angaben zu möglichen Schäden gab es zunächst ebenso wenig wie zu dem Angreifer.

Jetzt hat Saudi-Arabien auch noch die wichtige Ost-West-Pipeline abgeschaltet. (Symbolfoto)  © Ali Haider/epa/dpa

11. September, 17.09 Uhr: Trump verteidigt bei 9/11-Gedenkfeier Iran-Krieg

US-Präsident Donald Trump (80) hat eine Gedenkfeier zu den Terroranschlägen vom 11. September 2001 dazu genutzt, um den Iran-Krieg zu verteidigen. "Wir werden niemals, niemals vergessen. Deshalb kämpfen wir heute. Wir haben keine Wahl. Es kann nur den Sieg geben", sagte der Republikaner in seiner Rede auf der Gedenkveranstaltung am Hauptsitz des Verteidigungsministeriums bei Washington, dem Pentagon. Der Iran werde nie eine Atomwaffe besitzen.

Trump ergänzte: "Wir würdigen die Soldaten, die gerade jetzt dafür sorgen, dass der weltweit führende Unterstützer des Terrors, die Islamische Republik Iran, niemals eine Atomwaffe besitzen wird." Verteidigungsminister Pete Hegseth (46), der sich selbst Kriegsminister nennt, hatte zuvor in seiner Rede auf der Gedenkfeier gesagt, man habe in den vergangenen sechs Monaten den weltweit bedeutendsten staatlichen Sponsor des Terrorismus in Schutt und Asche gelegt.

US-Präsident Donald Trump (80) spricht im Pentagon bei einer Gedenkfeier zum 25. Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September.  © Mark Schiefelbein/AP/dpa

11. September, 15.32 Uhr: Schifffahrt in Bab al-Mandab kommt unter Druck

Mit dem Vormarsch der mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen im Jemen nimmt nach Angaben des Datenanalyseunternehmens Kpler der Schiffsverkehr im Roten Meer leicht ab.

Durchschnittlich 37 Schiffe passierten zuletzt demnach täglich die Meerenge Bab al-Mandab, im Vergleich zu knapp 47 Passagen Mitte Juli, wie aus Daten des Anbieters hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen.

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