Nahost-Konflikt: Erneut Tanker in Straße von Hormus angegriffen

Nahost - Der oberste Führer des Iran, Modschtaba Chamenei, hat die muslimischen Länder zu einer gemeinsamen Allianz gegen die USA und Israel aufgerufen.

Seit seiner Ernennung zum obersten Führer im Iran im März ist Modschtaba Chamenei nicht öffentlich in Erscheinung getreten.  © Vahid Salemi/AP/dpa

"Die Lösung für die Probleme der islamischen Nationen liegt in der Einigkeit der Worte, in der Freundschaft und der Zusammenarbeit auf dem Weg zum Guten", hieß es in einer schriftlichen Botschaft Chameneis, die am Sonntag auf seiner offiziellen Website veröffentlicht wurde.

Jeder, der eine Spaltung unter den Muslimen oder Konflikte in der muslimischen Gemeinschaft befördere, "hat den Zielen der Feinde des Islam gedient", fügte er hinzu.

Chamenei forderte die Staatenlenker in der Region auf, "Euren wahren Feind zu erkennen, seinen Plan zu verstehen und ihm entgegenzutreten", wobei er sich auf die USA und Israel bezog.

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Er rief auch die Menschen im Iran zu einer geschlossenen Haltung gegen die Feinde Teherans auf. Seit seiner Ernennung zum obersten Führer im Iran im März hat sich Chamenei nicht öffentlich gezeigt. 

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

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30. August, 20.29 Uhr: Erneut Tanker in Straße von Hormus angegriffen

In der Straße von Hormus ist erneut ein Tanker angegriffen worden.

Das Schiff sei vor der Küste des Omans von einem unbekannten Geschoss getroffen worden, meldete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) am Abend auf der Plattform X. Den Angaben nach kam es bereits am Samstag zu dem Vorfall zwölf Seemeilen nördlich der Stadt al-Chasab.

Derzeit lägen keine Berichte über Verletzte oder Umweltschäden vor, hieß es weiter. Wer für den Angriff verantwortlich war, blieb unklar. Die Behörden ermittelten, teilte UKMTO mit. Zuletzt hatte die Behörde einen Angriff am Dienstag auf einen Öltanker vor der omanischen Küste gemeldet.

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Wieder ist ein Tanker in der Straße von Hormus attackiert worden. (Archivbild)  © -/The Visible Earth/NASA/dpa

30. August, 16.10 Uhr: Auslandspresseverband in Israel fordert Schutz für Journalisten

Der Auslandspresseverband in Israel (FPA) hat sich nach Berichten über einen Angriff radikaler israelischer Siedler auf ein US-Fernsehteam "zutiefst alarmiert" gezeigt.

Es handele sich dabei nicht um einen isolierten Vorfall, sondern um einen Teil eines "wiederkehrenden Musters der Gewalt gegen Mitglieder der Presse und palästinensische Zivilisten", hieß es in der Mitteilung. 

Die Siedler hatten Medienberichten zufolge am Samstag Mitglieder eines US-Fernsehteams und eine palästinensische Familie im besetzten Westjordanland angegriffen. Dabei seien ein Mann und eine Frau verletzt worden, hieß es. Die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa berichtete, der Vorfall habe sich im Dorf Dschalud südlich von Nablus ereignet. NBC News berichtete, dass mehrere Journalisten des US-Senders attackiert worden seien. 

Aufgrund der Gefahr weiterer Siedler-Angriffe fordert der Auslandspresseverband in Israel Schutz für Journalisten. (Symbolfoto)  © Leo Correa/AP/dpa

30. August, 14.26 Uhr: Neuer israelischer Angriff in Gaza - Hamas-Mitglied getötet

Die israelische Luftwaffe setzt ihre intensiven Angriffe im Gazastreifen fort. In Deir al-Balah im zentralen Abschnitt des Küstenstreifens sei ein Mitglied des militärischen Flügels der islamistischen Terrororganisation Hamas getötet worden, teilte die Armee mit.

Damit sei eine "unmittelbare Bedrohung" beseitigt worden. Der Mann habe Anschläge auf israelische Soldaten und Zivilisten vorbereitet. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen. 

Das Al-Aksa-Krankenhaus in Deir al-Balah teilte mit, bei einem israelischen Angriff in der Nähe der Klinik seien zwei Menschen getötet worden, darunter ein Kind. Anwohner bestätigten, bei einem der Getöteten habe es sich um ein Hamas-Mitglied gehandelt. 

Die israelische Luftwaffe hat erneut Ziele im Gazastreifen angegriffen, dabei soll auch ein Hamas-Mitglied getötet worden sein.  © Jehad Alshrafi/AP/dpa

29. August, 19.23 Uhr: Israelische Siedler greifen palästinensisches Dorf im Westjordanland an

Im Westjordanland haben Dutzende israelische Siedler das palästinensische Dorf Kusra angegriffen.

Bewohner und die israelische Armee berichteten am Samstag von Steinwürfen und gewaltsamen Zusammenstößen, bei denen nach Angaben des Militärs auch Palästinenser verletzt worden sein sollen. In dem im Norden des Westjordanlands gelegenen Kusra gibt es bereits seit Anfang August Spannungen zwischen Siedlern und palästinensischen Bewohnern.

Ein Dorfbewohner sagte AFP, zunächst habe sich eine kleine Gruppe von Siedlern mehreren Palästinensern genähert, die Arbeiten an einem Haus ausführten. Die Siedler seien anschließend mit dutzenden weiteren Menschen zurückgekehrt, hätten die Palästinenser in dem Haus eingekesselt und sie mit Steinen beworfen.

Das palästinensische Dorf Kusra ist von israelischen Siedlern attackiert worden.  © Ilia Yefimovich/dpa

29. August, 10.32 Uhr: Rund 400 Schiffe stecken noch im Persischen Golf fest

Nach Beginn des Iran-Kriegs vor einem halben Jahr stecken einem Bericht zufolge noch immer rund 400 Schiffe im Persischen Golf fest.

"Während einige Schiffe und ihre Besatzungen den Persischen Golf verlassen konnten, haben bis zu 400 Schiffe mit rund 6000 Seeleuten seit Beginn des Konflikts nicht sicher abfahren können", sagte der Generalsekretär der Weltschifffahrtsorganisation IMO, Arsenio Dominguez, laut einer Mitteilung am Freitag.

Die Organisation verifizierte seit Kriegsbeginn Ende Februar eigenen Angaben zufolge 70 Attacken auf internationale Schiffe im Persischen Golf. Dabei seien 19 Seeleute getötet worden. Die schlechte Sicherheitslage schade allen, sagte Dominguez. "Besonders bedrückend ist sie jedoch für die Tausenden unschuldigen Seeleute, die davon betroffen sind."

Mehr als 6000 Seeleute sitzen im Persischen Golf fest.  © Uncredited/AP/dpa

28. August, 19.11 Uhr: Israel meldet Tötung eines Hamas-Mitglieds in Dschenin

Israels Armee hat bei einem Luftangriff in der Stadt Dschenin im Westjordanland eigenen Angaben zufolge ein wichtiges Mitglied der Hamas und zwei weitere Militante getötet.

Der Hamas-Mann sei unter anderem an der Finanzierung und Ausführung von Anschlägen auf israelische Zivilisten beteiligt gewesen, teilten das Militär und Inlandsgeheimdienst Schin Bet am Abend mit. 

Zudem sei er für die Aktivitäten der islamistischen Terrororganisation im Flüchtlingsviertel von Dschenin verantwortlich gewesen. Israels Armee ging dort sowie in zwei weiteren Flüchtlingsvierteln im Westjordanland im vergangenen Jahr bei einer großangelegten Offensive eigenen Angaben zufolge gegen militante Palästinenser vor. Dabei wurden zahlreiche Menschen getötet, Zehntausende aus ihren Häusern vertrieben sowie massive Zerstörung verursacht. Das "Terrornetzwerk von Dschenin" soll dabei laut der israelischen Armee zerschlagen worden sein.

Israels Armee hat bei einem Luftangriff in der Stadt Dschenin im Westjordanland eigenen Angaben zufolge ein wichtiges Mitglied der Hamas und zwei weitere Militante getötet.  © Nedal Shtieh/JNA via ZUMA Press Wire/dpa

28. August, 12.18 Uhr: Hamsterkäufe in Teheran: Lange Schlangen an Tankstellen

In der iranischen Hauptstadt Teheran haben Ängste vor Versorgungsengpässen lange Schlangen vor Tankstellen ausgelöst.

Autofahrer warteten in der Millionenmetropole sogar mitten in der Nacht vor den Zapfhähnen, wie Einwohner berichteten. Die Schlangen seien teils länger als einen Kilometer gewesen, hieß es.

Präsident Massud Peseschkian hatte bei einer Kabinettssitzung diese Woche Probleme infolge des Kriegs eingeräumt, den die USA und Israel Ende Februar gegen das Land begonnen hatten. Er rief die Regierung mit ihrer Fahrzeugflotte selbst zu Sparsamkeit auf, wie die auf Wirtschaftsnachrichten spezialisierte Nachrichtenagentur Ilna berichtete. Auch die Bevölkerung müsse kooperieren.

In der iranischen Hauptstadt Teheran warten die Menschen in langen Schlagen vor den Tankstellen.  © Vahid Salemi/AP/dpa

28. August, 12.14 Uhr: Iran droht Netanjahu mit dem Tod

Der Generalsekretär des iranischen Sicherheitsrats hat Israels Regierungschef mit dem Tod bedroht.

"Wir werden Benjamin Netanjahu, den Ministerpräsidenten des zionistischen Regimes, in die Hölle schicken", sagte Mohsen Resai am Donnerstagabend in einem Interview mit dem staatlichen Fernsehen. 

Resai wies außerdem Berichte zurück, wonach der Iran die Tötung von Barron Trump, einem der Söhne des US-Präsidenten geplant hätte. Netanjahu habe mit der Verbreitung falscher Nachrichten Donald Trump in Angst versetzen wollen. Tatsächlich hatte ein iranischer Staatssender vor wenigen Tagen ein Video mit dem Titel "Wo kann man Barron Trump töten?" verbreitet.

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu erhielt aus dem Iran eine Morddrohung.  © Ronen Zvulun/Pool Reuters/dpa

28. August, 12.13 Uhr: Irans Außenminister: "Druck funktioniert nicht"

Irans Außenminister hat im festgefahrenen Konflikt mit den USA die Tür für eine diplomatische Lösung weiter offen gehalten.

"Es ist nicht unmöglich, die Diplomatie wieder auf Kurs zu bringen", schrieb Abbas Araghtschi auf X. Die USA müssten verstehen: "Druck funktioniert nicht. Die USA sollten Vertrauen aufbauen, respektvoll sprechen, unsere Rechte anerkennen und ihre Verpflichtungen einhalten", fügte er hinzu.

In den vergangenen Tagen hatten regionale Staaten eine neue Runde diplomatischer Bemühungen begonnen. Am Montag war eine Delegation unter Leitung des pakistanischen Armeechefs Asim Munir in Teheran. Am Dienstag folgte Omans Außenminister Badr al-Busaidi. Am Donnerstag traf sich Katars Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman Al Thani mit Araghtschi.

27. August, 18.08 Uhr: Konferenz auf deutsch-türkische Initiative

Auf deutsch-türkische Initiative wollen Europäer an diesem Sonntag in Istanbul mit Saudi-Arabien, Pakistan und Ägypten über Lösungen für die im Iran-Krieg teils blockierte Straße von Hormus beraten. Das Treffen der Außenminister von Deutschland, Frankreich und Großbritannien mit den Kollegen komme auf Initiative von Bundesaußenminister Johann Wadephul (63, CDU) und seinem türkischen Kollegen Hakan Fidan zustande, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen in Berlin.

Bei den Beratungen soll es nach diesen Informationen um regionale Fragen wie die Sicherheit und die Freiheit der Seeschifffahrt in der Straße von Hormus gehen. Nachdem die von den USA betriebenen Verhandlungen über ein Ende des Iran-Krieges stocken, wird von dem Treffen in der Türkei auch eine gewisse Signalwirkung auf Washington erwartet.

Der Persische Golf, die Straße von Hormus und der Golf von Oman in einer undatierten, von der NASA zur Verfügung gestellten, Satellitenaufnahme.  © -/The Visible Earth/NASA/dpa

27. August, 14.40 Uhr: Frau bei israelischem Angriff im Libanon getötet

Bei einem israelischen Angriff im Südlibanon ist nach staatlichen Angaben eine Frau getötet worden. Bei dem Angriff auf den Ort Arab Salim in der Provinz Nabatija seien weitere Menschen verletzt worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur NNA, ohne eine genaue Anzahl zu nennen.

Der Angriff habe das Haus der Getöteten im Ortszentrum getroffen. Es sei zerstört worden. Aus libanesischen Sicherheitskreisen hieß es, dass es in der Gegend um Nabatija mindestens zehn Angriffe gegeben habe. Nach Angaben von NNA hatte die Getötete erst vor zwei Tagen geheiratet.

In einer Mitteilung der israelischen Armee hieß es am Nachmittag, Ziel der Angriffe in der Gegend von Nabatija seien Waffenlager der Hisbollah gewesen.

Die Israelis haben erneut im Südlibanon angegriffen. (Archivbild)  © Mohammed Zaatari/AP/dpa

27. August, 14.40 Uhr: Prag bestellt nach Drohungen iranischen Botschafter ein

Mit einer Einbestellung des iranischen Botschafters hat Tschechien auf Drohungen gegen den persischsprachigen Sender Radio Farda mit Sitz in Prag reagiert.

Man werde dem Botschafter so bald wie möglich einen Protest übermitteln, sagte Außenminister Petr Macinka (48) der Nachrichtenagentur CTK zufolge. Zuvor hatten Irans Streitkräfte mehrere persischsprachige Exilsender als mögliche Ziele von Angriffen ausgemacht.

Der tschechische Außenminister Petr Macinka (48) hat den iranischen Botschafter einbestellt.  © Šimánek Vít/CTK/dpa

27. August, 13.19 Uhr: Gaza-Beauftragter warnt vor "Punkt ohne Wiederkehr"

Der Hohe Vertreter des von US-Präsident Donald Trump ins Leben gerufenen Friedensrats, Nikolaj Mladenow, äußerte sich am Mittwoch vor dem UN-Sicherheitsrat zur Lage im Gazastreifen, der im zweijährigen Krieg weitgehend zerstört wurde.

Mladenow warf Israel vor, mit den fortgesetzten Angriffen im Gazastreifen die geplante Entwaffnung der Hamas zu verzögern.

Zugleich betonte der Bulgare: "Die Hamas hat sich verpflichtet, alle militärischen Aktivitäten einzustellen. Diese Verpflichtung muss noch vollständig umgesetzt werden." Er warnte, eine erneute vollständige Eskalation des Konflikts im Gazastreifen könne zu einem "Punkt ohne Wiederkehr" führen.

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