Nahost-Konflikt: Hamas äußert sich negativ zu Trumps Entwaffnungs-Ankündigung

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Teheran - US-Präsident Donald Trump (80) hat eine Einigung auf eine "vollständige Entwaffnung" der mit Israel verfeindeten Palästinenserorganisation Hamas im Gazastreifen verkündet.

Der US-Präsident Donald Trump (80).
Der US-Präsident Donald Trump (80).  © Alex Brandon/AP/dpa

Im Gegenzug würden die israelischen Streitkräfte aus dem Küstengebiet abziehen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Der genaue Zeitplan für die Umsetzung ist jedoch offen, ein Erfolg des Vorhabens fraglich.

Zwar sollen die für den Terroranschlag am 7. Oktober 2023 in Israel verantwortlichen Islamisten laut US-Kreisen einer Entwaffnung zugestimmt haben.

Eine offizielle Stellungnahme der Hamas gab es zunächst jedoch ebenso wenig wie eine Reaktion des jüdischen Staates. Zuvor hatten sich israelische Regierungsvertreter skeptisch zu angeblichen Fortschritten in den jüngsten Verhandlungen geäußert.

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31. Juli, 15.34 Uhr: Iran könnte hinter Cyberangriff auf US-Infrastruktur stecken

In den USA wird es Medienberichten zufolge für wahrscheinlich gehalten, dass iranische Hacker hinter einem koordinierten Cyberangriff auf Dutzende Wasserversorgungssysteme im US-Bundesstaat Minnesota stecken.

Die Washington Post berichtete, Geheimdienste gingen davon aus - die New York Times bezog sich auf Ermittler. Beide Zeitungen stützten sich dabei auf US-Beamte und wiesen jeweils darauf hin, dass die Befunde noch nicht endgültig seien.

31. Juli, 15.10 Uhr: Hamas äußert sich negativ zu Trumps Entwaffnungs-Ankündigung

Die Terrororganisation Hamas hat sich erstmals nach einer von US-Präsident Donald Trump (80) verkündeten Einigung über ihre Entwaffnung geäußert. Sie bestätigte in einer Mitteilung aber nicht, dass es einen Durchbruch bei den Verhandlungen gegeben habe. Stattdessen stellte sie Bedingungen.

Die Umsetzung der zweiten Phase des von den USA vorangetriebenen Friedensplan hänge davon ab, dass Israel alle Bedingungen der ersten Phase einhalte, hieß es. Dazu zähle das Ende der militärischen Einsätze Israels. Die zweite Phase des Plans sieht die vollständige Entwaffnung der Hamas vor.

Die Islamistenorganisation sagte weiter, der Umstand, dass schwere Waffen Teil des Abkommens seien, sei an weitere Forderungen geknüpft, darunter unter anderem Israels Abzug aus dem Gazastreifen sowie die Gründung eines palästinensischen Staats.

Die Entwaffnung der Hamas scheint derzeit nicht wirklich sicher. (Archivbild)
Die Entwaffnung der Hamas scheint derzeit nicht wirklich sicher. (Archivbild)  © Mohammed Talatene/dpa

31. Juli, 11.14 Uhr: Israel zerstört Hisbollah-Tunnel bei Burg Beaufort

Nach einem Angriff der libanesischen Hisbollah hat Israel eigenen Angaben zufolge Tunnel der Miliz im Gebiet der Burg Beaufort im Südlibanon zerstört.

Die Einnahme der historisch und strategisch wichtigen Burg Ende Mai hatte für Aufsehen gesorgt. In einer Erklärung von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz in der Nacht hieß es, die Hisbollah habe die unterirdische Struktur nutzen wollen, um nach Israel einzudringen.

Die Armee habe rund 700 Tonnen Sprengstoff für die Zerstörung der Tunnel gebraucht, teilten beide weiter mit. Aus libanesischen Sicherheitskreisen hieß es, die Explosionen seien im gesamten Südlibanon zu hören gewesen. Ein Einwohner der südlibanesischen Stadt Nabatija sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass in dem Ort einige Fenster zersplittert seien. Es war zunächst unklar, ob auch die Burg beschädigt wurde.

Die Sprengung der Struktur sei nach dem "eklatanten Verstoß" der Hisbollah gegen die Waffenruhe erfolgt, hieß es in der Mitteilung von Netanjahu und Katz. Jeder Versuch der Hisbollah, israelische Soldaten oder Bürgern etwas anzutun, werde eine "heftige und entschiedene Antwort" zur Folge haben.

31. Juli, 9.04 Uhr: Iran spricht von Angriffen auf US-Stützpunkte in der Nacht

Der Iran will nach eigenen Angaben US-Militärstützpunkte im Nahen Osten angegriffen haben. Die Armee habe Ziele in den Golfstaaten Kuwait und Bahrain mit Drohnen angegriffen, hieß es in Mitteilungen des Militärs.

Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Weder aus Bahrain noch aus Kuwait lagen zunächst Berichte über eine Aktivierung der Luftabwehr aufgrund der iranischen Angriffe vor. In der Nacht wurden auch keine neuen Angriffe des US-Militärs auf Ziele im Iran bekannt

31. Juli, 6.15 Uhr: Hilfsorganisationen schlagen Alarm

Der Terroranschlag der Hamas und anderer extremistischer Gruppen am 7. Oktober 2023, bei dem rund 1200 Menschen in Israel getötet und mehr als 250 Geiseln in den Gazastreifen verschleppt wurden, hatte den verheerenden Gaza-Krieg ausgelöst.

Nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde wurden seitdem mehr als 73.300 Palästinenser getötet - wobei die Zahl nicht zwischen Zivilisten und Kämpfern unterscheidet. Israels Regierung und Militär weisen Vorwürfe zurück, Kriegsverbrechen oder einen Völkermord begangen zu haben.

Internationale Hilfsorganisationen schlagen weiterhin Alarm wegen der prekären humanitären Lage im Gazastreifen. Viele der rund zwei Millionen Einwohner sind angesichts der massiven Zerstörungen nach wie vor gezwungen, in überfüllten Zeltlagern zu leben, in denen es an vielen grundlegenden Dingen des täglichen Bedarfs fehlt.

Ein palästinensisches Kind steht während eines Staubsturms neben einem Zelt in einem Behelfslager für Vertriebene. (Archivbild)
Ein palästinensisches Kind steht während eines Staubsturms neben einem Zelt in einem Behelfslager für Vertriebene. (Archivbild)  © Abdel Kareem Hana/AP/dpa

31. Juli, 6.12 Uhr: 15-Punkte-Plan aus Israels Sicht nicht ausreichend

Ein israelischer Regierungsvertreter hatte vor Trumps Post am Donnerstagabend mitgeteilt, Israel fordere eine vollständige Entwaffnung der Hamas, "einschließlich des Abtransports sämtlicher Waffen aus dem Gazastreifen und einer vollständigen Entmilitarisierung des Küstengebiets als Voraussetzung für jeden weiteren politischen Prozess".

Der diskutierte 15-Punkte-Plan erfülle diese Forderungen nach israelischer Auffassung nicht ausreichend, hieß es. Bis zur vollständigen Entwaffnung der Hamas und Entmilitarisierung des Gazastreifens werde es keinen Abzug der israelischen Armee von der "gelben Linie" geben.

Israel kontrolliert weiterhin mehr als die Hälfte des abgeriegelten Küstengebiets. Der Hamas gelang es seit Beginn der Waffenruhe aber, ihre Herrschaft im von ihr weiterhin kontrollierten Rest des Gazastreifens wieder zu festigen.

31. Juli, 6.10 Uhr: Bereits zuvor Berichte über Fortschritte

Zuvor hatte es Berichte darüber gegeben, dass es bei Gesprächen in der ägyptischen Hauptstadt Kairo über eine Entwaffnung der Hamas im Gazastreifen Fortschritte gegeben haben solle. Bei intensiven Verhandlungen sei weitgehende Einigkeit über einen 15-Punkte-Fahrplan erzielt worden.

Die Hamas hatte sich eigenen Kreisen zufolge bereit gezeigt, ihre Waffen unter Aufsicht der palästinensischen Übergangsverwaltung sowie der internationalen Vermittler zu stellen. Eine Übergabe an Israel sei nicht vorgesehen. Im Gegenzug müsse Israel seine Truppen komplett aus dem Gazastreifen abziehen und gezielte Tötungen in dem Palästinensergebiet einstellen.

31. Juli, 6.07 Uhr: Trump spricht von "monumentalem Schritt"

Als Knackpunkt bei den Gesprächen galt vor allem die in Trumps Friedensplan vorgesehene Entwaffnung der Hamas, die von den Extremisten bislang abgelehnt wurde.

Nun verkündete der US-Präsident, die durch den Friedensrat erzielte Einigung sei "ein monumentaler Schritt" hin zu dauerhaftem Frieden und Sicherheit. Auch alle anderen islamistischen Gruppen im Gazastreifen würden entwaffnet. Trump bezeichnete die Vereinbarung als "Meilenstein" und dankte den Vermittlerstaaten Katar, Ägypten und der Türkei.

Eine internationale Stabilisierungstruppe solle mit "einer neuen palästinensischen Polizei" zusammenarbeiten, um die Sicherheit der Bewohner des Küstengebiets und der Nachbarn zu gewährleisten, schrieb Trump weiter. Israel solle die Garantie erhalten, dass der "Gazastreifen nicht länger als Basis für Terroranschläge missbraucht wird".

Vermummte Kämpfer der Kassam-Brigaden, des militärischen Flügels der islamistischen Terrororganisation Hamas, hantieren mit Waffen. (Archivbild)
Vermummte Kämpfer der Kassam-Brigaden, des militärischen Flügels der islamistischen Terrororganisation Hamas, hantieren mit Waffen. (Archivbild)  © Abed Rahim Khatib/dpa

31. Juli, 6.05 Uhr: Umstrittener Friedensrat ganz auf Trump zugeschnitten

Obwohl seit Oktober 2025 formell eine Waffenruhe im Gaza-Krieg herrscht, kommt es immer wieder zu tödlichen Konfrontationen und Angriffen.

Im Zuge eines von Trump vermittelten Friedensplans wurde zu Jahresbeginn ein international besetztes "Board of Peace" ins Leben gerufen, das gemäß seiner Charta den Wiederaufbau des Gazastreifens und die Nachkriegsordnung in dem großflächig zerstörten Küstengebiet überwachen soll.

Sichtbare Fortschritte blieben jedoch aus - zumal die Legitimität des ganz auf die Person Trumps und sein alleiniges Vetorecht zugeschnittenen Gremiums höchst umstritten ist: Viele europäische Staaten wie Deutschland sehen es als Konkurrenz zu den Vereinten Nationen und lehnen es deswegen ab. Mit dabei sind dagegen Israel und Länder wie Belarus, Katar, Saudi-Arabien und die Türkei.

30. Juli, 22.30 Uhr: Nach Angriff auf Hafen von Damietta: Ägyptens Präsident warnt vor Eskalation

Nach dem Einschlag einer Drohne im ägyptischen Mittelmeerhafen Damietta hat Präsident Abdel Fattah al-Sisi vor einer Eskalation des Konflikts in der Region gewarnt. In einem Telefonat mit dem spanischen Regierungschef Pedro Sánchez habe al-Sisi die Notwendigkeit einer internationalen Zusammenarbeit betont, um "diese Eskalation zu stoppen", sagte sein Sprecher am Donnerstag.

Zuvor hatte die ägyptische Regierung einen Drohnenangriff für den Ausbruch eines Feuers auf zwei Flüssiggastankern im Hafen von Damietta verantwortlich gemacht. Laut dem auf Schifffahrtsdaten spezialisierten Dienstleister Kpler handelte es sich bei den beschädigten Schiffen um das Gasspeicherschiff einer US-Firma und um einen griechischen LNG-Tanker. Der Angriff war der erste in Ägypten seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar. Die jemenitische Huthi-Miliz wies jede Verantwortung für die Attacke von sich und erklärte, "ausschließlich das saudiarabische Regime ins Visier" zu nehmen.

Titelfoto: Mohammed Talatene/dpa

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