Nahost-Konflikt: Hisbollah und Israel greifen sich gegenseitig im Libanon an

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Nahost - Der Iran lässt UN-Atomwächter weiter über seine umstrittenen Uran-Bestände im Dunkeln.

Die Internationale Atomenergiebehörde unter Chef Rafael Grossi (65) erhält vom Iran weiterhin keine Informationen über sein Nuklearprogramm.
Die Internationale Atomenergiebehörde unter Chef Rafael Grossi (65) erhält vom Iran weiterhin keine Informationen über sein Nuklearprogramm.  © Mohammed Al-Rifai/dpa

Teheran habe sich auch in den vergangenen Monaten geweigert, mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zu kooperieren, schrieb IAEA-Chef Rafael Grossi (65) in einem nicht öffentlichen Bericht, der der Deutschen Presse-Agentur vorlag.

Die Islamische Republik habe der IAEA in Wien weiterhin keine Informationen zu den etwa 440 Kilogramm an beinahe waffentauglichem Uran im Land geliefert, hieß es. Nach Angaben von Experten reicht die Menge für mehrere Atomwaffen aus, wenn der Reinheitsgrad des hoch angereicherten Materials noch etwas weiter erhöht würde.

Die Inspektoren der IAEA haben derzeit auch keinen Zugang zu den mehr als 20 Standorten des iranischen Atomprogramms. Teheran bestreitet, Nuklearwaffen bauen zu wollen.

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Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

2. September, 11.02 Uhr: Hisbollah und Israel greifen sich gegenseitig im Libanon an

Israels Armee greift eigenen Angaben zufolge weiterhin Ziele der Hisbollah im Nachbarland Libanon an.

Die vom Iran unterstützte Miliz habe in der Nacht zwei mit Sprengstoff beladene Drohnen gegen israelische Soldaten in der Gegend eines strategisch wichtigen Hügels namens Ali al-Taher im Südlibanon eingesetzt, teilte das israelische Militär am Morgen mit. Als Reaktion darauf seien Einrichtungen der Hisbollah, in denen sie Angriffe auf israelische Zivilisten und israelische Soldaten plane, in der Gegend der nahegelegenen Stadt Nabatija ins Visier genommen worden.

Libanons staatliche Nachrichtenagentur NNA bestätigte mehrere Angriffe Israels in der Nacht im Südlibanon. Bei Angriffen auf den Ort Arab Salim seien Gräber auf einem Friedhof beschädigt worden. Weiterhin habe es im Morgengrauen heftige Angriffe gegeben. Bei den nächtlichen Angriffen in der Gegend um Nabatija und Ali al-Taher seien erneut auch Wohnhäuser zerstört worden. Zu Opfern gab es zunächst keine Angaben.

Im Libanon kam es zu gegenseitigen Angriffen zwischen der Hisbollah und Israel.
Im Libanon kam es zu gegenseitigen Angriffen zwischen der Hisbollah und Israel.  © Stringer/dpa

2. September, 7.16 Uhr: Iran meldet vier Tote bei Hochzeitsfeier durch US-Raketensplitter

Bei US-Angriffen sollen vier feiernde Personen ums Leben gekommen sein.

Der iranische Rote Halbmond teilte mit, dass Splitterteile eines US-Raketenangriffs ein Haus in der Stadt Kuhestak getroffen hätten, in dem gerade eine Hochzeitsfeier stattfand. Dabei seien vier Menschen getötet worden, darunter ein Kind.

Zu Berichten über zivile Opfer der Angriffe vom Dienstag befragt, erklärte der Sprecher des zuständigen US-Regionalkommandos Centcom, Tim Hawkins (58): "Das US-Militär greift niemals Zivilisten an, im Gegensatz zu den IRGC", wobei er sich auf die iranischen Revolutionsgarden bezog.

Vier Teilnehmer einer iranischen Hochzeitsfeier haben die US-Angriffe nach Angaben des Roten Halbmonds nicht überlebt.
Vier Teilnehmer einer iranischen Hochzeitsfeier haben die US-Angriffe nach Angaben des Roten Halbmonds nicht überlebt.  © Vahid Salemi/AP/dpa

1. September, 22.19 Uhr: Iran startet Vergeltungsaktion nach US-Angriff

Der Iran hat eigenen Angaben zufolge nach dem US-Angriff auf Stellungen in seinem Land eine Vergeltungsaktion gestartet.

Die iranischen Revolutionsgarden teilten in einer von mehreren Staatsmedien veröffentlichten Erklärung mit, die Antwort auf den US-Angriff habe begonnen. Demnach sollten US-Stützpunkte mit Raketen und Drohnen beschossen werden, wie unter anderem die regierungsnahe Nachrichtenagentur Mehr meldete.

Die USA hatten zuvor mitgeteilt, neue Angriffe gegen den Iran gestartet zu haben.

Der Iran hat eigenen Angaben zufolge nach dem US-Angriff auf Stellungen in seinem Land eine Vergeltungsaktion gestartet.
Der Iran hat eigenen Angaben zufolge nach dem US-Angriff auf Stellungen in seinem Land eine Vergeltungsaktion gestartet.  © Wen Xinnian/Xinhua/dpa

1. September, 20.45 Uhr: Iran droht den USA nach erneuten Angriffen

Der Iran droht nach den erneuten US-Angriffen auf sein Land mit Vergeltungsschlägen.

Der Generalstab der iranischen Streitkräfte und das militärische Hauptquartier Chatam al-Anbija teilten in einer von Staatsmedien verbreiteten Erklärung mit, dem Feind würden vernichtende Schläge versetzt, je mehr Chaos die USA in der Region anrichteten, desto schwerere Verluste würden sie erleiden. Auch die iranischen Revolutionsgarden drohten den USA eine harte Bestrafung an. Das zentrale Hauptquartier Chatam al-Anbija übernimmt in Kriegszeiten das Kommando im iranischen Generalstab.

Die USA hatten zuvor mitgeteilt, neue Angriffe gegen den Iran gestartet zu haben.

1. September, 17.34 Uhr: Hardliner im Iran fordert Präventivschläge gegen USA

Ein Politiker des ultrakonservativen Lagers im Iran hat Präventivschläge gegen US-Einrichtungen am Persischen Golf gefordert.

Angesichts von Berichten über geringe Munitionsvorräte, hohe Spritpreise und die bevorstehenden Kongresswahlen in den USA sei der Feind um einen Abbau der Spannungen bemüht, schrieb der Abgeordnete Mahmud Nabawian, der als einflussreiche Stimme der Fundamentalisten gilt, auf X.

"Daher ist jetzt der beste Zeitpunkt für einen Präventivangriff auf die Interessen der USA in der Region, um den Feind zum Rückzug zu zwingen und die Blockade zu durchbrechen", schrieb Nabawian weiter. Diese Gelegenheit nicht zu nutzen führe zu Schaden, fügte er hinzu.

1. September, 13.22 Uhr: Moschee im Westjordanland bei Angriff in Brand gesetzt

Mutmaßlich israelische Siedler haben in einem Dorf im besetzten Westjordanland eine Moschee in Brand gesetzt.

Dies berichteten israelische und palästinensische Medien. Die Tatverdächtigen hätten auch Graffiti in hebräischer Sprache hinterlassen. Einer der Slogans wandte sich an den US-Botschafter Mike Huckabee: "Grüße von den Terroristen". Der eigentlich siedlerfreundliche Huckabee hatte angesichts von Angriffen auf palästinensische Familien im Westjordanland zuletzt von "israelischen Terroristen" gesprochen.

Mutmaßlich israelische Siedler haben in einem Dorf im besetzten Westjordanland eine Moschee in Brand gesetzt.
Mutmaßlich israelische Siedler haben in einem Dorf im besetzten Westjordanland eine Moschee in Brand gesetzt.  © Nasser Nasser/AP/dpa

1. September, 13.18 Uhr: Berichte über Tote bei Angriffen in Gaza

Bei heftigen Angriffen in Gaza hat es nach palästinensischen Berichten Tote gegeben.

Das israelische Militär teilte mit, die Armee habe "mehrere Ziele im Gazastreifen angegriffen, um Bedrohungen für die Sicherheitskräfte zu entfernen". Es seien keine Soldaten verletzt worden.

Nach Angaben des Schifa-Krankenhauses wurden drei Menschen getötet und rund zehn weitere verletzt. Bei den Toten in der Stadt Gaza handele es sich um eine Frau und zwei Kinder. Bei einem weiteren Angriff im zentralen Abschnitt des Gazastreifens östlich von Deir al-Balah sei ein Mädchen getötet worden, berichtete die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa.

Bei schweren Angriffen im Gazastreifen sind palästinensischen Angaben zufolge Menschen ums Leben gekommen.
Bei schweren Angriffen im Gazastreifen sind palästinensischen Angaben zufolge Menschen ums Leben gekommen.  © Yousef Alzanoun/AP/dpa

31. August, 16.23 Uhr: Trump fordert Prozess gegen Iran zu getöteten Demonstranten

US-Präsident Donald Trump (80) fordert nach dem Tod von Demonstranten im Iran eine Anklage gegen die Verantwortlichen. "Sie müssen wegen Kriegsverbrechen gegen die Menschlichkeit vor Gericht gestellt werden!", schrieb Trump auf der Plattform Truth Social über den Iran.

Der US-Präsident nannte kein konkretes Gericht, das er im Sinn hat. Die USA erkennen den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag, der Kriegsverbrechen verfolgt, nicht an und Trump ging sogar mit Sanktionen gegen das Gericht vor.

Trump schrieb zudem: "Iran ist offiziell eine gescheiterte Nation." Das Land sei "TOT!" Es habe keine Marine, keine Luftwaffe, keine Währung, es bezahle Soldaten oder Polizisten nicht, es gebe eine hohe Inflation und die Führung befinde sich in "völliger Unordnung" und sei nicht in der Lage, das Land angemessen zu vertreten. Sie seien bereit, ihre Demonstranten zu töten.

US-Präsident Donald Trump (80) will Verantwortliche im Iran vor irgendein Gericht stellen.
US-Präsident Donald Trump (80) will Verantwortliche im Iran vor irgendein Gericht stellen.  © Jacquelyn Martin/AP/dpa

31. August, 6.21 Uhr: USA und Iran attackieren sich erstmals seit Wochen wieder

Erstmals seit Ende Juli haben die US-Streitkräfte wieder Ziele im Iran angegriffen.

Das für die Region zuständige US-Militärkommando Centcom informierte in der Nacht auf der Plattform X über "begrenzte, gezielte Maßnahmen" gegen Minenlege-Einheiten der iranischen Revolutionsgarden, die eine unmittelbare Bedrohung in der Straße von Hormus dargestellt hätten. Der Iran reagierte umgehend mit Vergeltungsangriffen auf zwei Stützpunkte des US-Militärs in Jordanien. Die Raketen wurden laut jordanischen Angaben jedoch abgefangen.

Die USA nahmen zwei Raketenabschussrampen auf der Insel Larak ins Visier, wie das Nachrichtenportal "Axios" sowie die Sender Fox News und CBS News unter Berufung auf einen US-Beamten berichteten.

31. August, 6.20 Uhr: Verlängerung von Iran-Einsatz untragbar? Pentagon dementiert

Das US-Verteidigungsministerium hat einen Medienbericht zumindest in Teilen dementiert, wonach mehrere hochrangige US-Militärs vor einer Verlängerung des US-Einsatzes gegen den Iran gewarnt haben.

"Vieles davon ist schlichtweg falsch", schrieb Pentagon-Sprecher Sean Parnell auf der Plattform X. Er betonte, dass die Veröffentlichung streng geheimer Lageberichte ein "Verbrechen" sei.

In einem Statement an die Deutsche Presse-Agentur sagte Parnell, dass der Artikel "ein schlecht recherchierter Bericht voller Ungenauigkeiten" sei. Zu internen operativen Abläufen oder bestimmten Risikobewertungen wolle er sich nicht öffentlich äußern.

Titelfoto: Stringer/dpa

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