Nahost-Konflikt: Huthi-Miliz fordert Aufgabe belagerter Stadt im Jemen

Nahost - US-Außenminister Marco Rubio (55) hat an den libanesischen Präsidenten Joseph Aoun (62) appelliert, eine von den Behörden beschlagnahmte Sprengstoff-Lieferung nicht der Hisbollah-Miliz zurückzugeben.

Das US-Außenministerium unter Chef Marco Rubio (55) hat sich wegen einer beschlagnahmten Sprengstoff-Lieferung an den Libanon gewandt.  © Ricardo Rocha/ZUMA Press Wire/dpa

"Er forderte Präsident Aoun nachdrücklich auf, all jene zur Rechenschaft zu ziehen, die den Transport angeordnet, finanziert und geleitet haben, und betonte, dass eine Rückgabe des Sprengstoffs an die Hisbollah nicht in Frage kommen dürfe", sagte ein Vertreter des Außenministeriums zu Journalisten.

Die pro-iranische Hisbollah-Miliz räumte am Donnerstag ein, dass die beschlagnahmte Ladung von etwa 500 Kilogramm Sprengstoff ihr gehöre und für den "Widerstand" gegen Israel bestimmt gewesen sei.

"Das Fahrzeug und seine Ladung gehören dem Widerstand" gegen Israel, erklärte der Hisbollah-Abgeordnete Hassan Fadlallah. Die Hisbollah habe "die Rückgabe des Fahrzeugs und seines Inhalts" sowie "die sofortige Freilassung der Festgenommenen" gefordert, fügte er hinzu er.

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16. Oktober, 20.34 Uhr: Huthi-Miliz fordert Aufgabe belagerter Stadt im Jemen

Die Huthi-Miliz im Jemen hat die Streitkräfte der international anerkannten Regierung dazu aufgefordert, den Widerstand gegen die Einnahme der Stadt Tais aufzugeben.

Die Verteidiger sollten ihre Waffen abgeben, um einen Häuserkampf zu vermeiden, so die Forderung laut dpa-Informationen. 

Die schiitischen Rebellen zogen den Belagerungsring um die Großstadt mit mehreren Hunderttausend Einwohnern in den vergangenen Wochen immer enger. Nachdem die Huthi die letzte Zufahrtsstraße aus dem Westen abgeschnitten haben, droht den Menschen in Tais eine humanitäre Katastrophe.

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Die Huthi-Miliz fordert die Aufgabe der belagerten Stadt Tais im Jemen.  © Maad Al Zekri/AP/dpa

16. Oktober, 18.30 Uhr: Militärkoalition meldet abgewehrte Angriffe der Huthis

Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition hat nach eigenen Angaben abermals Angriffe der Huthi-Miliz aus dem Jemen auf das Königreich abgewehrt.

"Wir haben drei Drohnen im Süden und über Riad zerstört", erklärte ein Sprecher der Koalition am Freitag im Onlinedienst X. Zudem seien zwei Marschflugkörper über dem Roten Meer und eine ballistische Rakete über der für den Öltransport wichtigen Hafenstadt Janbu abgefangen worden.

Saudi-Arabien führt seit mehr als einem Jahrzehnt eine Militärkoalition an, die der international anerkannten Regierung des Jemen im Kampf gegen die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz zur Seite steht.

Die Militärkoalition meldet abgewehrte Angriffe der Huthis. (Symbolfoto)  © Osamah Yahya/dpa

16. Oktober, 17.32 Uhr: Fotografin der "Washington Post" von Siedlern überfallen und verletzt

Radikale israelische Siedler haben im Westjordanland eine US-Fotografin überfallen, als sie für die Zeitung "Washington Post" Aufnahmen von Gewalt gegen palästinensische Olivenbauern machen wollte.

"Mehr als 50" mit Stöcken bewaffnete maskierte Siedler hätten sie plötzlich angegriffen, sagte Heidi Levine vor Journalisten am Freitag im Krankenhaus in Ramallah, wohin sie nach dem Überfall zur Behandlung gebracht worden war.

"Plötzlich sprangen sie auf mich zu, ich trug glücklicherweise meinen Helm und meine Schutzweste", berichtete Levine, die Verletzungen an ihrer Hand und einem Bein erlitten hatte. Sie habe versucht, ihr Gesicht zu schützen, sagte die Reporterin, die seit Jahrzehnten im Nahen Osten arbeitet. Die Angreifer hätten mit Füßen auf sie eingetreten. Laut der "Washington Post" wies die Schutzweste Levine mit dem Aufdruck "Press" auf Brust und Rücken eindeutig als Journalistin aus.

16. Oktober, 8.15 Uhr: UN-Sicherheitsrat verurteilt "eskalierende" Huthi-Angriffe auf Saudi-Arabien

Der UN-Sicherheitsrat hat die zunehmenden Angriffe der pro-iranischen Huthi-Miliz im Jemen gegen Saudi-Arabien scharf verurteilt.

Die 15 Mitgliedstaaten des wichtigsten Gremiums der Vereinten Nationen sprachen am Donnerstag in einer gemeinsamen Erklärung unter anderem von "rücksichtslosen Angriffen" auf den Flughafen von Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad.

Der Sicherheitsrat verurteile die "anhaltenden und eskalierenden Huthi-Angriffe auf das Königreich Saudi-Arabien auf das Schärfste", hieß es in der Erklärung. Das in New York ansässige Gremium kritisierte auch die Angriffe auf die Handelsschifffahrt im Roten Meer und in der Meerenge Bab al-Mandab. Zugleich hob der Sicherheitsrat "das Recht des Königreichs Saudi-Arabien auf Selbstverteidigung im Einklang mit dem Völkerrecht" hervor.

Der UN-Sicherheitsrat verurteilt "eskalierende" Huthi-Angriffe auf Saudi-Arabien.  © Seth Wenig/AP/dpa

15. Oktober, 22.12 Uhr: Huthi-Miliz greift Regierungssitz in Aden an - Mindestens vier Tote

Die pro-iranische Huthi-Miliz hat den Sitz der international anerkannten Regierung im jemenitischen Aden mit Raketen angegriffen und dabei mindestens vier Menschen getötet.

Aus Regierungskreisen verlautete gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, dass mindestens zehn weitere Menschen verletzt worden seien. Regierungschef Schaja Mohsen Sindani habe sich während des Angriffs im Präsidentenpalast befunden, sei aber unverletzt, sagte ein Minister.

Nach Angaben des Ministers schlugen drei Raketen in einer Kommandozentrale der jemenitischen Regierungstruppen und zwei weitere im Hauptquartier der von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition auf dem Palastgelände ein. Es habe jemenitische und saudiarabische Opfer gegeben, sagte der Minister, der anonym bleiben wollte.

Vor der Küste treiben kleine Boote, während im Hafen des von der Regierung kontrollierten Aden im Südjemen Containerbrücken stehen.  © Abdulnasser Alseddik/AP/dpa

15. Oktober, 12.02 Uhr: Eisenkot verspricht Ende der Hamas-Herrschaft in 18 Monaten

Israels Ex-Generalstabschef Gadi Eisenkot hat versprochen, die Herrschaft der islamistischen Hamas im Gazastreifen binnen 18 Monaten zu beenden, sollte er Ministerpräsident werden.

Der wichtigste Rivale des amtierenden Regierungschefs Benjamin Netanjahu warf diesem vor, auch drei Jahre nach dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober die Kriegsziele nicht erreicht zu haben.

14. Oktober, 20.49 Uhr: Containerschiff in Straße von Hormus gesunken

Ein Containerschiff ist bei der Fahrt durch die Straße von Hormus gesunken. Das teilte die Hafenbehörde in Singapur mit.

Demnach wurden die "GFS PRIDE" und ein weiteres in Singapur registriertes Schiff von unbekannten Geschossen getroffen, während sie die Meerenge passierten.

Die "GFS PRIDE" sei dabei beschädigt worden und habe Feuer gefangen. Inzwischen sei das Schiff gesunken. Die 21 Besatzungsmitglieder seien rechtzeitig evakuiert worden, hieß es in der Mitteilung.

Berichte über Verletzte gibt es demnach keine. Laut dem Schiffsortungsdienst Vesselfinder befand sich die "GFS PRIDE" auf dem Weg zum Hafen Fudschaira in den Vereinigten Arabischen Emiraten. 

Ein Frachter ist nach einem Angriff in der Straße von Hormus gesunken. (Symbolfoto)  © Vahid Salemi/AP/dpa

14. Oktober, 15.10 Uhr: EU kritisiert Wahlaufschub in den Palästinensergebieten

Die EU übt scharfe Kritik an der Verschiebung der Wahlen in den Palästinensergebieten.

Die Entscheidung der Palästinensischen Autonomiebehörde, die ursprünglich für den 28. November vorgesehenen Parlamentswahlen sowie die für Anfang 2027 geplante Präsidentschaftswahl auf September 2027 zu verschieben, sei äußerst bedauerlich, heißt es in einer von der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas im Auftrag der 27 Mitgliedstaaten veröffentlichten Erklärung. 

Demokratische und transparente Wahlen im gesamten besetzten palästinensischen Gebiet seien seit Langem überfällig. Die Palästinenser müssten die Möglichkeit haben, ihre politische Führung und ihre Vertreter in den Institutionen zu wählen.

14. Oktober, 14.32 Uhr: Israels Militär greift in Gaza an, Frau tot

Bei einem neuen israelischen Angriff in der Stadt Gaza ist palästinensischen Berichten zufolge eine Frau getötet worden.

Weitere Menschen seien verletzt worden, als ein Gebäude getroffen worden sei, meldete die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa.

Eine israelische Armeesprecherin sagte auf Anfrage, in der Gegend habe es am Morgen einen Angriff auf ein Hamas-Mitglied gegeben. Das Ergebnis werde noch geprüft.

Das israelische Militär teilte zudem mit, am Dienstag in der Stadt Gaza einen Kommandeur der Terrororganisation bei einem Luftangriff getötet zu haben, der aus Israel entführte Geiseln festgehalten habe.

Der Palästinenser habe zudem Angriffe auf israelische Soldaten und Zivilisten vorbereitet. Die Angaben ließen sich zunächst allesamt nicht unabhängig überprüfen.

Israels Armee hat ihre Angriffe im Gazastreifen zuletzt trotz Waffenruhe wieder verstärkt.  © Jehad Alshrafi/AP/dpa

14. Oktober, 10.12 Uhr: Iraner im Zusammenhang mit Krieg hingerichtet

Irans Justiz hat abermals ein Todesurteil im Zusammenhang mit dem Krieg vollstreckt. Ali Sina Mostafawi sei am Morgen durch Erhängen hingerichtet worden, berichtete die mit der Justiz verbundene Nachrichtenagentur Misan. Dem Mann wurde demnach zur Last gelegt, sich im Krieg den "bewaffneten Kräften des amerikanisch-zionistischen Feindes" angeschlossen zu haben. 

Dem Bericht zufolge hatte er sich an "terroristischen Operationen" in der zentralen Wüstenmetropole Kerman beteiligt. Ihm wurde außerdem vorgeworfen, bei den Massenprotesten im Januar Videos und Bilder an "feindlich gesinnte Sender" geschickt zu haben. Der Darstellung bei Misan nach war er ein Anhänger der iranischen Monarchisten um Reza Pahlavi, den Sohn des 1979 gestürzten Schahs.

Im Iran sind sowohl im Zusammenhang mit dem Krieg als auch mit den landesweiten Demonstrationen zu Beginn des Jahres Dutzende Männer hingerichtet worden. Menschenrechtsgruppen kritisieren seit Jahren die rigorose Anwendung der Todesstrafe im Iran und werfen den Behörden vor, Hinrichtungen auch zur Einschüchterung einzusetzen.

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