Nahost-Konflikt: Huthi-Miliz meldet Angriff auf Verteidigungsministerium in Riad

Nahost - Bei einem Angriff auf den Flughafen im saudi-arabischen Dammam ist ein Mensch getötet worden.

Saudi-Arabien hat mit kontinuierlichen Angriffen der Huthi-Miliz zu rechnen.  © Uncredited/Ansar Allah Media Office/AP/dpa

Wie die Luftfahrtbehörde auf der Plattform X mitteilte, wurden bei der Attacke am Mittwochabend acht weitere Menschen verletzt. Zudem sei Sachschaden entstanden, dessen Ausmaß noch ermittelt werde.

Der Flughafen der Stadt am Persischen Golf war in diesem Monat schon einmal Ziel eines Angriffs der jemenitischen Huthi-Miliz gewesen. Auch dabei war es zu Sachschäden gekommen. 

Bei einem weiteren Angriff am Mittwoch waren in Saudi-Arabien zudem zwei Menschen durch Trümmerteile einer abgeschossenen Drohne der vom Iran unterstützten Huthi getötet worden, wie die staatliche Nachrichtenagentur SPA meldete. Zwei weitere Menschen seien verletzt worden, hieß es.

USA Lastet auf dieser Familie ein Fluch? Nächste Kennedy-Enkelin gestorben (†42)

Die Luftabwehr habe die Drohne, die auf das Ölfeld Schaiba des staatlichen Konzerns Aramco gezielt habe, abgeschossen. 

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24 -Newsticker.

Anzeige

22. Oktober, 15.56 Uhr: Huthi melden Angriff auf Verteidigungsministerium in Riad

Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz hat nach eigenen Angaben das saudische Verteidigungsministerium in Riad angegriffen.

Das Ministerium sei direkt getroffen worden, teilte Huthi-Militärsprecher Jahja Sari mit. Die Rebellen hätten mit Raketen und Drohnen auch die Flughäfen im östlichen Dammam sowie in Abha im Süden angegriffen und Einrichtungen des Ölkonzerns Saudi Aramco in der Hafenstadt Janbu am Roten Meer. 

Eine Bestätigung von saudischer Seite für den Angriff auf das Verteidigungsministerium gab es zunächst nicht.

Anzeige
Nahezu täglich beschießt die Huthi-Miliz Ziele in Saudi-Arabien, darunter Flughäfen und Ölanlagen. Nun meldet sie einen weiteren Angriff im Zentrum von Riad.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

22. Oktober, 13.18 Uhr: Israelischer Experte warnt vor erneutem Iran-Krieg

Angesichts zunehmend kämpferischer Töne hat der israelische Politikexperte Danny Citrinowicz vor einem erneuten Krieg mit dem Iran gewarnt.

Weder die USA noch Israel hätten offenbar die richtigen Lehren aus den bisherigen Kriegsrunden gezogen, schrieb er auf X. Dies sei überraschend und beunruhigend.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte am Mittwoch den Sturz der iranischen Führung als ausdrückliches Ziel der israelischen Sicherheitskräfte genannt. Nur so lasse sich die Bedrohung durch das iranische Atomprogramm ein für alle Mal beseitigen, sagte er.

22. Oktober, 12.59 Uhr: Hamas drohte Israel mit Angriff wie am 7. Oktober

Die islamistische Terrororganisation Hamas soll Israel mit ungewöhnlich scharfen Worten vor einem weiteren Angriff wie dem vom 7. Oktober 2023 gewarnt haben.

Die für Palästinenserangelegenheiten zuständige israelische Behörde Cogat bestätigte einen Bericht des Nachrichtenportals "ynet", wonach die Drohung bei einem Treffen des UN-Nahostgesandten Ramiz Alakbarov mit einem Cogat-Vertreter am Mittwoch übermittelt worden sei. Alakbarov habe in der vergangenen Woche Gespräche mit führenden Hamas-Mitgliedern geführt. Die Darstellung lässt sich nicht unabhängig überprüfen.

Hintergrund der Drohung sei unter anderem das Vorgehen der israelischen Armee, die auch ein Jahr nach Verkündung einer Waffenruhe im Gaza-Krieg weiterhin mehr als die Hälfte des Gazastreifens besetzt hält und gezielt gegen mutmaßliche Hamas-Mitglieder vorgeht, berichtete das Portal.

Am 7. Oktober 2023 verübte die Hamas einen großangelegten Terrorangriff auf Israel. (Archivbild)  © Ilia Yefimovich/dpa

22. Oktober, 6.17 Uhr: Zwei Tote in Saudi-Arabien nach Abwehr von Huthi-Drohne bei Ölfeld

Zwei Menschen sind in Saudi-Arabien durch Trümmerteile einer abgeschossenen Drohne der Huthi-Miliz getötet worden.

Zwei weitere Menschen seien verletzt worden, berichtete die staatliche saudisch-arabische Nachrichtenagentur SPA unter Berufung auf das Energieministerium. Die Luftabwehr habe die Drohne, die auf das Ölfeld Schaiba des staatlichen Konzerns Aramco gezielt habe, abgeschossen. Die Todesopfer sind demnach philippinischer und nepalesische Staatsangehörige. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

22. Oktober, 6.05 Uhr: Toter bei Angriff auf saudischen Flughafen Dammam

Bei einem Angriff auf den Flughafen im saudi-arabischen Dammam ist ein Mensch getötet worden.

Wie die Luftfahrtbehörde auf der Plattform X mitteilte, wurden bei der Attacke am Mittwochabend acht weitere Menschen verletzt. Zudem sei Sachschaden entstanden, dessen Ausmaß noch ermittelt werde. Der Flughafen der Stadt am Persischen Golf war in diesem Monat schon einmal Ziel eines Angriffs der jemenitischen Huthi-Miliz gewesen. Auch dabei war es zu Sachschäden gekommen. 

Die Huthi-Miliz aus dem Jemen greift weiter Ziele in Saudi-Arabien an. Neben einem Ölfeld wird auch der Flughafen Dammam erneut Ziel der vom Iranunterstützten Rebellen. Wieder gibt es Opfer. (Archivbild)  © Bernd von Jutrczenka/dpa

21. Oktober, 17.32 Uhr: Macron reist überraschend auch nach Riad

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ist während seiner Nahost-Reise überraschend auch in die saudische Hauptstadt Riad gereist. Der saudische Kronprinz und de-facto Herrscher Mohammed bin Salman habe den französischen Staatspräsidenten empfangen, teilte die staatliche Nachrichtenagentur SPA mit. 

Frankreich habe dabei mit Saudi-Arabien eine Verlängerung zusätzlicher Diesel-Lieferungen vereinbart, hieß es aus dem Élysée-Palast. Die zusätzlichen Mengen sollten so lange geliefert werden wie nötig. Weitere Details wurden nicht genannt.

Zudem wolle Frankreich seine Zusammenarbeit mit Saudi-Arabien zum Schutz kritischer Energieinfrastruktur ausbauen. Beide Länder wollten außerdem Infrastrukturprojekte vorantreiben, um ihre Abhängigkeit von der Straße von Hormus zu verringern, hieß es weiter.

Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman hat den französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Riad empfangen.  © SPA via AP/dpa

21. Oktober, 17.30 Uhr: Netanjahu nennt Sturz der iranischen Führung als Ziel

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat den Sturz der iranischen Führung als ausdrückliches Ziel der israelischen Sicherheitskräfte genannt.

Nur so lasse sich die Bedrohung durch das iranische Atomprogramm ein für alle Mal beseitigen, sagte Netanjahu bei einer Abschlusszeremonie für Offiziere. 

"Das Regime im Iran hat seine Lektion noch immer nicht gelernt", sagte Netanjahu. Der oberste Führer des Irans, Modschtaba Chamenei, habe beschlossen, "in die Fußstapfen seines Vaters zu treten". Chamenei habe "die Sicherung gelöst" und der Iran versuche "erneut, die Todesbomben zu entwickeln", sagte Netanjahu. Ein Sturz der iranischen Führung sei daher der einzige Weg.

21. Oktober, 15.27 Uhr: Irans Außenminister wirbt trotz Misstrauens gegen USA für Diplomatie

Irans Außenminister wirbt trotz großen Misstrauens in Verhandlungen mit den USA weiter für eine diplomatische Lösung.

"Wir haben keinerlei Vertrauen in die Aufrichtigkeit des von der US-Regierung bekundeten Wunsches nach Frieden mit dem Iran", schrieb Abbas Araghtschi in einem Gastbeitrag für die "Financial Times". Angesichts der Drohungen aus dem Weißen Haus gebe es wenig Grund, Fortschritte zu erwarten. "Trotz alledem bin ich als Berufsdiplomat verpflichtet, mein Äußerstes zu tun, um der Diplomatie eine Chance zu geben, selbst wenn die Hoffnung auf Erfolg gering ist."

Araghtschi verwies auf einen Verhandlungsvorschlag, den der Iran den USA während der UN-Generalversammlung über Vermittler unterbreitet hatte. Seinen Worten nach sieht der Sieben-Tage-Plan ein Ende des Kriegs und eine Lösung im Konflikt um die Straße von Hormus vor.

Irans Außenminister Abbas Araghtschi misstraut Washington - und setzt nach eigenen Worten trotzdem auf Diplomatie.  © Hadi Mizban/AP/dpa

21. Oktober, 14.07 Uhr: Huthis bekennen sich zu Raketenangriff nahe Flughafen

Die Huthi-Miliz im Jemen hat sich nach einer Explosion nahe dem Flughafen der südjemenitischen Stadt Aden zu einem Raketenangriff auf eine saudiarabische Militärstellung bekannt.

Die Explosion war am Mittwoch in Flughafennähe zu hören, ein AFP-Journalist sah Rauch über dem Gelände aufsteigen. Nach Angaben von Huthi-Militärsprecher Jahja Saree war ein Einsatzzentrum im Militärlager Badr das Ziel.

Aus Polizeikreisen hieß es gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, die Explosion sei durch eine Rakete der Huthis ausgelöst worden. Zwei weitere Sicherheitsvertreter gaben an, dass der Angriff einer Einrichtung der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition gegolten habe.

21. Oktober, 6.32 Uhr: Netanjahu wirft Frankreich Versagen bei Vorgehen gegen "extremistischen Islam" vor

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat Frankreichs Regierung nach den landesweiten Gewaltausbrüchen vom Wochenende Versagen beim Vorgehen gegen "den extremistischen Islam" vorgeworfen.

Die Unruhen seien von extremistischen Muslimen angeheizt worden, sagte Netanjahu am Dienstag in einem Interview mit dem französischsprachigen Sender i24News. Die französischen Politiker hätten es versäumt, sich "rechtzeitig" darauf vorzubereiten. "Sie haben einfach aufgegeben. Sie sind der Invasion des extremistischen Islam erlegen."

Auf die Frage, welchen Rat er Frankreich geben würde, antwortete Netanjahu: "Wehrt euch, verfolgt keine Beschwichtigungspolitik - kämpft gegen die Extremisten". Nähere Einzelheiten nannte er zwar nicht. Er fügte aber hinzu, er habe dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron nach dem Großangriff der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 gesagt: "Wenn wir sie hier nicht bekämpfen, werdet ihr sie in Paris haben - und genau das passiert gerade." Beweise dafür legte Netanjahu allerdings nicht vor.

Mehr zum Thema Iran: