Nahost-Konflikt: Iran greift erneut Ziele in Kuwait an

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Nahost - Nach der Wiederaufnahme heftiger gegenseitiger Angriffe hat US-Präsident Donald Trump (80) dem Iran mit weiteren Attacken gedroht.

US-Präsident Donald Trump (80) hat dem Iran mit neuen Attacken gedroht.
US-Präsident Donald Trump (80) hat dem Iran mit neuen Attacken gedroht.  © Alex Brandon/AP/dpa

"Wir haben letzte Nacht weit mehr als nur ihren Radar in die Luft gejagt", sagte Trump am Mittwoch im Weißen Haus. "Es war ein sehr heftiger Angriff letzte Nacht, und wir sind bereit, jederzeit einen weiteren zu starten."

Die militärische Konfrontation zwischen den USA und dem Iran war am Sonntag wieder aufgeflammt. Am Dienstag wurden bei US-Angriffen auf Ziele im Iran mindestens 19 Menschen getötet.

Bei einem Angriff wurde nach iranischen Angaben in der Provinz Hormosgan ein Wohnhaus getroffen, in dem gerade eine Hochzeit stattfand. Mindestens vier Menschen seien dabei getötet und mehrere weitere verletzt worden.

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Der Iran reagierte auf den Vorfall mit Drohnen- und Raketenangriffen auf US-Stützpunkte in mehreren Golfstaaten, darunter Bahrain, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

3. September, 6.42 Uhr: Iran greift erneut Ziele in Kuwait an

Der Golfstaat Kuwait ist am frühen Morgen erneut Ziel iranischer Angriffe geworden. Die Luftabwehr wehre "feindliche Raketen- und Drohnenangriffe ab", teilte das Militär des mit den USA verbündeten Landes auf der Plattform X mit. Explosionsgeräusche seien auf das Abfangen der Drohnen zurückzuführen.

Irans staatlicher Rundfunk Irib berichtete auf X, die Angriffe seien eine Antwort auf "Amerikas Verbrechen" und richteten sich gegen US-Militärstützpunkte in Kuwait.

Kuwait war wie auch Jordanien und Bahrain erst in der Nacht zum Mittwoch Ziel iranischer Vergeltungsschläge gewesen, nachdem das US-Militär nach eigenen Angaben Militäreinrichtungen im Iran attackiert hatte. Die drei Staaten sind Verbündete Washingtons und beherbergen US-Stützpunkte.

Der Golfstaat Kuwait ist am frühen Morgen erneut Ziel iranischer Angriffe geworden.
Der Golfstaat Kuwait ist am frühen Morgen erneut Ziel iranischer Angriffe geworden.  © Soeren Stache/dpa

2. September, 21.57 Uhr: US-Militär - Nehmen niemals Zivilisten ins Visier

Das US-Militär hat Berichte über einen tödlichen Raketeneinschlag auf eine Hochzeitsfeier im Iran weder bestätigt noch dementiert.

Man sei sich der Berichte bewusst, die von iranischen Staatsmedien stammten, teilte der Sprecher des zuständigen US-Regionalkommandos Centcom, Tim Hawkins, auf Anfrage mit. "Das US-Militär nimmt niemals Zivilisten ins Visier", betonte er und stellte das als Unterschied zum Vorgehen der iranischen Revolutionsgarden dar.

Das US-Militär hatte am Dienstagabend (Ortszeit) auf der Plattform X darüber informiert, dass es eine weitere Angriffswelle gegen den Iran abgeschlossen habe. Dabei seien Militäreinrichtungen der iranischen Streitkräfte attackiert worden, hieß es.

2. September, 16.06 Uhr: Netanjahu im Gazastreifen - "Wir ziehen uns nicht zurück"

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat einen israelischen Militärstützpunkt im Gazastreifen besucht und dabei betont, dass Israel an der Kontrolle von rund 60 Prozent des Gebiets festhalten werde.

"Wir ziehen uns nicht zurück", erklärte er in einer von seinem Büro verbreiteten Videobotschaft vor Ort. Der von den USA vorangetriebener Friedensplan sieht derweil einen Abzug israelischer Soldaten aus dem Gebiet vor, sobald die Hamas entwaffnet ist.

Die israelische Armee hatte ihre Kontrolle über den Küstenstreifen in den vergangenen Monaten von 53 Prozent auf rund 60 Prozent ausgeweitet. Israels Militär werde auf dieser Linie bleiben, sagte Netanjahu nun weiter. Er ließ offen, ob dies auch gelte, sollte die Hamas ihre Waffen abgeben. Zuletzt hatte er im August einen israelischen Abzug in dem Fall in Aussicht gestellt.

Israels Armee kontrolliert inzwischen 60 Prozent des Palästinensergebiets. Netanjahu will, dass das so bleibt.
Israels Armee kontrolliert inzwischen 60 Prozent des Palästinensergebiets. Netanjahu will, dass das so bleibt.  © Ronen Zvulun/Pool Reuters/dpa

2. September, 11.02 Uhr: Hisbollah und Israel greifen sich gegenseitig im Libanon an

Israels Armee greift eigenen Angaben zufolge weiterhin Ziele der Hisbollah im Nachbarland Libanon an.

Die vom Iran unterstützte Miliz habe in der Nacht zwei mit Sprengstoff beladene Drohnen gegen israelische Soldaten in der Gegend eines strategisch wichtigen Hügels namens Ali al-Taher im Südlibanon eingesetzt, teilte das israelische Militär am Morgen mit. Als Reaktion darauf seien Einrichtungen der Hisbollah, in denen sie Angriffe auf israelische Zivilisten und israelische Soldaten plane, in der Gegend der nahegelegenen Stadt Nabatija ins Visier genommen worden.

Libanons staatliche Nachrichtenagentur NNA bestätigte mehrere Angriffe Israels in der Nacht im Südlibanon. Bei Angriffen auf den Ort Arab Salim seien Gräber auf einem Friedhof beschädigt worden. Weiterhin habe es im Morgengrauen heftige Angriffe gegeben. Bei den nächtlichen Angriffen in der Gegend um Nabatija und Ali al-Taher seien erneut auch Wohnhäuser zerstört worden. Zu Opfern gab es zunächst keine Angaben.

Im Libanon kam es zu gegenseitigen Angriffen zwischen der Hisbollah und Israel.
Im Libanon kam es zu gegenseitigen Angriffen zwischen der Hisbollah und Israel.  © Stringer/dpa

2. September, 7.16 Uhr: Iran meldet vier Tote bei Hochzeitsfeier durch US-Raketensplitter

Bei US-Angriffen sollen vier feiernde Personen ums Leben gekommen sein.

Der iranische Rote Halbmond teilte mit, dass Splitterteile eines US-Raketenangriffs ein Haus in der Stadt Kuhestak getroffen hätten, in dem gerade eine Hochzeitsfeier stattfand. Dabei seien vier Menschen getötet worden, darunter ein Kind.

Zu Berichten über zivile Opfer der Angriffe vom Dienstag befragt, erklärte der Sprecher des zuständigen US-Regionalkommandos Centcom, Tim Hawkins (58): "Das US-Militär greift niemals Zivilisten an, im Gegensatz zu den IRGC", wobei er sich auf die iranischen Revolutionsgarden bezog.

Vier Teilnehmer einer iranischen Hochzeitsfeier haben die US-Angriffe nach Angaben des Roten Halbmonds nicht überlebt.
Vier Teilnehmer einer iranischen Hochzeitsfeier haben die US-Angriffe nach Angaben des Roten Halbmonds nicht überlebt.  © Vahid Salemi/AP/dpa

1. September, 22.19 Uhr: Iran startet Vergeltungsaktion nach US-Angriff

Der Iran hat eigenen Angaben zufolge nach dem US-Angriff auf Stellungen in seinem Land eine Vergeltungsaktion gestartet.

Die iranischen Revolutionsgarden teilten in einer von mehreren Staatsmedien veröffentlichten Erklärung mit, die Antwort auf den US-Angriff habe begonnen. Demnach sollten US-Stützpunkte mit Raketen und Drohnen beschossen werden, wie unter anderem die regierungsnahe Nachrichtenagentur Mehr meldete.

Die USA hatten zuvor mitgeteilt, neue Angriffe gegen den Iran gestartet zu haben.

Der Iran hat eigenen Angaben zufolge nach dem US-Angriff auf Stellungen in seinem Land eine Vergeltungsaktion gestartet.
Der Iran hat eigenen Angaben zufolge nach dem US-Angriff auf Stellungen in seinem Land eine Vergeltungsaktion gestartet.  © Wen Xinnian/Xinhua/dpa

1. September, 20.45 Uhr: Iran droht den USA nach erneuten Angriffen

Der Iran droht nach den erneuten US-Angriffen auf sein Land mit Vergeltungsschlägen.

Der Generalstab der iranischen Streitkräfte und das militärische Hauptquartier Chatam al-Anbija teilten in einer von Staatsmedien verbreiteten Erklärung mit, dem Feind würden vernichtende Schläge versetzt, je mehr Chaos die USA in der Region anrichteten, desto schwerere Verluste würden sie erleiden. Auch die iranischen Revolutionsgarden drohten den USA eine harte Bestrafung an. Das zentrale Hauptquartier Chatam al-Anbija übernimmt in Kriegszeiten das Kommando im iranischen Generalstab.

Die USA hatten zuvor mitgeteilt, neue Angriffe gegen den Iran gestartet zu haben.

1. September, 17.34 Uhr: Hardliner im Iran fordert Präventivschläge gegen USA

Ein Politiker des ultrakonservativen Lagers im Iran hat Präventivschläge gegen US-Einrichtungen am Persischen Golf gefordert.

Angesichts von Berichten über geringe Munitionsvorräte, hohe Spritpreise und die bevorstehenden Kongresswahlen in den USA sei der Feind um einen Abbau der Spannungen bemüht, schrieb der Abgeordnete Mahmud Nabawian, der als einflussreiche Stimme der Fundamentalisten gilt, auf X.

"Daher ist jetzt der beste Zeitpunkt für einen Präventivangriff auf die Interessen der USA in der Region, um den Feind zum Rückzug zu zwingen und die Blockade zu durchbrechen", schrieb Nabawian weiter. Diese Gelegenheit nicht zu nutzen führe zu Schaden, fügte er hinzu.

1. September, 13.22 Uhr: Moschee im Westjordanland bei Angriff in Brand gesetzt

Mutmaßlich israelische Siedler haben in einem Dorf im besetzten Westjordanland eine Moschee in Brand gesetzt.

Dies berichteten israelische und palästinensische Medien. Die Tatverdächtigen hätten auch Graffiti in hebräischer Sprache hinterlassen. Einer der Slogans wandte sich an den US-Botschafter Mike Huckabee: "Grüße von den Terroristen". Der eigentlich siedlerfreundliche Huckabee hatte angesichts von Angriffen auf palästinensische Familien im Westjordanland zuletzt von "israelischen Terroristen" gesprochen.

Mutmaßlich israelische Siedler haben in einem Dorf im besetzten Westjordanland eine Moschee in Brand gesetzt.
Mutmaßlich israelische Siedler haben in einem Dorf im besetzten Westjordanland eine Moschee in Brand gesetzt.  © Nasser Nasser/AP/dpa

1. September, 13.18 Uhr: Berichte über Tote bei Angriffen in Gaza

Bei heftigen Angriffen in Gaza hat es nach palästinensischen Berichten Tote gegeben.

Das israelische Militär teilte mit, die Armee habe "mehrere Ziele im Gazastreifen angegriffen, um Bedrohungen für die Sicherheitskräfte zu entfernen". Es seien keine Soldaten verletzt worden.

Nach Angaben des Schifa-Krankenhauses wurden drei Menschen getötet und rund zehn weitere verletzt. Bei den Toten in der Stadt Gaza handele es sich um eine Frau und zwei Kinder. Bei einem weiteren Angriff im zentralen Abschnitt des Gazastreifens östlich von Deir al-Balah sei ein Mädchen getötet worden, berichtete die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa.

Bei schweren Angriffen im Gazastreifen sind palästinensischen Angaben zufolge Menschen ums Leben gekommen.
Bei schweren Angriffen im Gazastreifen sind palästinensischen Angaben zufolge Menschen ums Leben gekommen.  © Yousef Alzanoun/AP/dpa

31. August, 16.23 Uhr: Trump fordert Prozess gegen Iran zu getöteten Demonstranten

US-Präsident Donald Trump (80) fordert nach dem Tod von Demonstranten im Iran eine Anklage gegen die Verantwortlichen. "Sie müssen wegen Kriegsverbrechen gegen die Menschlichkeit vor Gericht gestellt werden!", schrieb Trump auf der Plattform Truth Social über den Iran.

Der US-Präsident nannte kein konkretes Gericht, das er im Sinn hat. Die USA erkennen den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag, der Kriegsverbrechen verfolgt, nicht an und Trump ging sogar mit Sanktionen gegen das Gericht vor.

Trump schrieb zudem: "Iran ist offiziell eine gescheiterte Nation." Das Land sei "TOT!" Es habe keine Marine, keine Luftwaffe, keine Währung, es bezahle Soldaten oder Polizisten nicht, es gebe eine hohe Inflation und die Führung befinde sich in "völliger Unordnung" und sei nicht in der Lage, das Land angemessen zu vertreten. Sie seien bereit, ihre Demonstranten zu töten.

US-Präsident Donald Trump (80) will Verantwortliche im Iran vor irgendein Gericht stellen.
US-Präsident Donald Trump (80) will Verantwortliche im Iran vor irgendein Gericht stellen.  © Jacquelyn Martin/AP/dpa

31. August, 6.21 Uhr: USA und Iran attackieren sich erstmals seit Wochen wieder

Erstmals seit Ende Juli haben die US-Streitkräfte wieder Ziele im Iran angegriffen.

Das für die Region zuständige US-Militärkommando Centcom informierte in der Nacht auf der Plattform X über "begrenzte, gezielte Maßnahmen" gegen Minenlege-Einheiten der iranischen Revolutionsgarden, die eine unmittelbare Bedrohung in der Straße von Hormus dargestellt hätten. Der Iran reagierte umgehend mit Vergeltungsangriffen auf zwei Stützpunkte des US-Militärs in Jordanien. Die Raketen wurden laut jordanischen Angaben jedoch abgefangen.

Die USA nahmen zwei Raketenabschussrampen auf der Insel Larak ins Visier, wie das Nachrichtenportal "Axios" sowie die Sender Fox News und CBS News unter Berufung auf einen US-Beamten berichteten.

Titelfoto: Soeren Stache/dpa

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