Nahost-Konflikt: Iran setzt Kopfgeld auf US-Soldaten aus

Teheran - Der Iran hat die Freilassung von drei in Katar festgehaltenen Kampfpiloten gefordert.

Laut Vermittler Pakistan soll die Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA verlängert werden, Konkretes gibt es bislang aber nicht. (Archivfoto)  © Anjum Naveed/AP/dpa

Die drei Piloten seien nach dem Absturz ihres Kampfflugzeugs im März von katarischen Soldaten gefangengenommen worden, erklärte General Mohammed Baghersadeh am Samstag nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Fars. Die katarische Regierung hingegen bestritt die Festnahme der iranischen Piloten umgehend.

Die iranische Luftwaffe hatte im März einen US-Militärstützpunkt in Katar angegriffen. Die Leiche eines bei dem Einsatz getöteten Piloten war nach Angaben Teherans entsprechend Ende Juli schon an den Iran übergeben worden. Die drei anderen Kampfpiloten galten bislang offiziell als vermisst.

In einem Brief an das Rote Kreuz verlangte Baghersadeh die Freilassung der Piloten und beklagte, dass es ihnen bislang nicht erlaubt worden sei, Kontakt zu ihren Familien oder den iranischen Behörden aufzunehmen.

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16. August, 17.01 Uhr: Kushner trifft Hamas und al-Sisi – Gespräche über Gaza

Jared Kushner, US-Unterhändler und Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, hat in Ägypten Gespräche über die Zukunft des Gazastreifens geführt.

Er traf in El Alamein den ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi, wie die Präsidentschaft mitteilte. Auch der ägyptische Außenminister Badr Abdel-Atti und Geheimdienstchef Hassan Raschad seien zugegen gewesen. 

Kushner werde in Ägypten auch eine Hamas-Delegation treffen, verlautete aus Kreisen der islamistischen Terrororganisation. Die Zusammenkunft sei vom ägyptischen Geheimdienst vermittelt worden. Anschließend reise Kushner weiter zu Gesprächen in Israel. Er wollte dort nach Medienberichten unter anderem den Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu treffen. 

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16. August, 15.19 Uhr: Iran setzt Kopfgeld auf US-Soldaten aus

Die iranische Armee setzt nach einem Bericht des Nachrichtenportals Avash ein Kopfgeld von umgerechnet 25.000 Euro für jeden getöteten oder gefangen genommenen US-Soldaten aus.

Demnach verdoppelt sich die Summe, wenn Frauen amerikanische Soldaten festnehmen oder töten. Das Kopfgeld sei vom Oberbefehlshaber der regulären iranischen Armee, Amir Hatami, ausgelobt worden.

Hintergrund sind die anhaltenden militärischen Spannungen zwischen den USA und dem Iran. Gegen ein Rahmenabkommen vom 17. Juni, das ein dauerhaftes Ende des Krieges an allen Fronten vorsah, haben beide Seiten in den vergangenen Wochen mehrfach verstoßen.

Irans Armeechef Amir Hatami (60).  © Masoud Nazari Mehrabi/Iranian Army/AP/dpa

15. August, 22.29 Uhr: Katar dementiert Gefangennahme iranischer Piloten

Katar hat die Darstellung des Irans zurückgewiesen, Piloten aus dem Land gefangenzuhalten.

Der Sprecher des Außenministeriums, Madschid al-Ansari, drückte in einer Mitteilung auf der Plattform X zugleich Verwunderung über die "irreführenden Aussagen" zu einem Zeitpunkt aus, in der diplomatische Bemühungen liefen, um die Spannungen in der Region zu deeskalieren.

Iranische Medien hatten am Samstag eine Stellungnahme des Leiters des Ausschusses für vermisste Personen beim Generalstab der iranischen Streitkräfte verbreitet. Darin wird behauptet, dass die katarischen Streitkräfte drei iranische Piloten gefangen nahmen, nachdem ihre Kampfflugzeuge kurz nach Beginn des Iran-Kriegs abgestürzt waren.

Das Schreiben, in dem nach iranischen Medienberichten auch angeprangert wurde, dass die katarische Regierung den angeblichen Gefangenen nicht erlaube, ihre Familien oder mit ihrem Fall befasste iranische Vertreter zu kontaktieren oder zu treffen, soll an das internationale Rote Kreuz gerichtet worden sein. 

Katar ist im Krieg zwischen dem Iran und den USA selbst zur Zielscheibe geworden, vermittelt in dem Konflikt aber auch. Nun sorgen Behauptungen aus dem Iran für Irritation in dem Golfstaat. (Symbolfoto)  © -/The Visible Earth/NASA/dpa

15. August, 17.40 Uhr: Libanon meldet elf Tote bei israelischen Luftangriffen

Bei zwei separaten israelischen Luftangriffen im Südlibanon sind am Samstag mindestens elf Menschen getötet und weitere 19 verletzt worden, wie die libanesischen Gesundheitsbehörden mitteilten.

Dies geschah inmitten eines brüchigen Waffenstillstands zwischen Israel und der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz im Libanon. Das Gesundheitsministerium in Beirut teilte mit, dass zwei Häuser am Rande der Ortschaften Ansar und Deir al-Zahrani getroffen wurden.

Offiziellen Angaben zufolge wurden bei dem Angriff auf Ansar sieben Menschen getötet und zwei weitere verletzt. In Deir al-Zahrani wurden vier Tote und 17 Verletzte gemeldet.

Im Südlibanon sind nach Angaben der libanesischen Gesundheitsbehörden mehrere Menschen getötet worden.  © Abdul Kader Al Bay/ZUMA Press Wire/dpa

15. August, 11.39 Uhr: Mehrere Tote bei Angriff auf Hisbollah-Ziel

Bei einem israelischen Luftangriff im Südlibanon sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Beirut mindestens sieben Menschen getötet und zwei weitere verletzt worden. Demnach wurde ein Haus in den Außenbezirken der Stadt Ansar getroffen.

Die israelische Armee bestätigte den Militäreinsatz. Ziel sei ein Stützpunkt der "Hisbollah-Terrororganisation" gewesen. Der Angriff erfolgte laut israelischem Militär als Reaktion auf einen vorherigen Beschuss von Soldaten am Ali-al-Taher-Pass. Dieser liegt in einer von Israel einseitig erklärten "Sicherheitszone" im Südlibanon.

Bei einem Treffer auf ein Wohnhaus im Südlibanon gibt es mehrere Tote.  © Mohammed Zaatari/AP/dpa

15. August, 7.17 Uhr: Erneut Schiff der Emirate in Straße von Hormus angegriffen

Erneut ist ein Schiff des staatlichen emiratischen Ölkonzerns Adnoc in der Straße von Hormus angegriffen worden.

Bei dem Vorfall in der Meerenge sei niemand verletzt worden, berichtete die staatliche emiratische Nachrichtenagentur WAM. Über mögliche Schäden an den Schiffen gab es zunächst keine Angaben. Die Emirate hatten bereits in der Nacht zu Freitag mitgeteilt, zwei Schiffe von Adnoc seien vom Iran angegriffen worden und verurteilten den Vorfall scharf.

15. August, 7.14 Uhr: Iran nach Trump-Vorstoß: Straße von Hormus gehört uns

Der Iran weist die durch US-Präsident Donald Trump angemeldeten Ansprüche auf die Straße von Hormus zurück.

"Die Straße von Hormus lässt sich weder per Tweet noch mit einem Flugzeugträger, noch durch einen Befehl oder eine Wahlkampfrede einnehmen", schrieb Irans Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi auf der Plattfom X. Der Iran fürchte weder Drohungen noch lasse er sich von Machtdemonstrationen einschüchtern.

Gharibabadi schrieb weiter, die USA müssten akzeptieren, eine strategische und schwere Niederlagen erlitten zu haben. "Die Straße von Hormus gehörte dem Iran, gehört dem Iran und wird dem Iran gehören." Die Meerenge werde nur auf Befehl des Irans geschlossen und geöffnet. Solange die USA die Niederlage nicht akzeptierten, werde der Iran die Blockade durchsetzen. 

Der Iran weist die Ansprüche von Trump auf die Straße von Hormus zurück.  © Uncredited/AP/dpa

15. August, 7.10 Uhr: Donald Trump will Straße von Hormus zu US-Territorium machen

US-Präsident Donald Trump will die Straße von Hormus nach eigener Aussage nach dem Ende des Iran-Krieges zu US-Territorium erklären.

"Sobald wir den Iran besiegt haben – der gerade eine vernichtende Niederlage erleidet –, werde ich die Hormus-Straße zum Territorium der Vereinigten Staaten erklären", sagte er bei einem Auftritt im Bundesstaat New York. Nähere Angaben dazu machte Trump zunächst nicht.

Der neue Vorstoß von US-Präsident Donald Trump zur Straße von Hormus dürfte nicht zur Deeskalation beitragen.  © Yuki Iwamura/AP/dpa

14. August, 15.13 Uhr: Militär greift Stellungen der Huthi im Jemen an

Im Jemen gehen die Kämpfe zwischen Regierungstruppen und der Huthi-Miliz weiter.

Bei einem Angriff auf Stellungen der Huthi sollen nach Angaben eines jemenitischen Regierungsvertreter mehrere Kämpfer der Miliz getötet oder verletzt worden sein. Eine konkrete Zahl nannte der Vertreter nicht. Die Huthi-Miliz äußerte sich zunächst nicht. 

An der Westküste des Landes auf der arabischen Halbinsel begannen Regierungstruppen demnach mit einer größeren Offensive gegen die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz. Dabei seien schwere Artillerie und Drohnen eingesetzt worden.

Vorausgegangen sei ein Huthi-Angriff mit Drohnen und ballistischen Raketen auf Gebiete in der Provinz Al-Hudaida und der weiter südlich gelegenen Hafenstadt Al-Mokka.

Zudem hätten Regierungstruppen mit Artillerie die Nachschubwege der Huthi beschossen, über die Verstärkung zu den Frontabschnitten in der Provinz Tais gebracht werden sollte.

Es ist die schwerste Eskalation seit Jahren zwischen der proiranischen Miliz und der von Saudi-Arabien gestützten Regierung. Mehrere Huthi-Kämpfer sollen bei der jüngsten Attacke getötet worden sein. (Archivfoto)  © Osamah Abdulrahman/AP/dpa

14. August, 6.29 Uhr: US-Militär kontert Klagen über Missstände auf Flugzeugträger

Das US-Militär wies unterdessen Berichte über Missstände auf dem im Nahen Osten eingesetzten Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" zurück.

Die Matrosen und Marines blieben widerstandsfähig und entschlossen, nachdem sie mehr als 260 Tage auf See verbracht hätten, teilte das zuständige Regionalkommando Centcom mit. Anders als berichtet sei kein Besatzungsmitglied an Bord des Flugzeugträgers ums Leben gekommen.

Iranische Medien hatten berichtet, bei gewaltsamen Auseinandersetzungen an Bord des Flugzeugträgers seien sieben Menschen ums Leben gekommen. Die Stimmung an Bord sei angespannt.

Laut Medienberichten soll der Flugzeugträger aus dem Nahen Osten abgezogen und durch die "USS George Washington" ersetzt werden.

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