Nahost-Konflikt: Iran stellt Öffnung der Straße von Hormus in Aussicht

Nahost - Irans Präsident Massud Peseschkian stellt nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna eine Wiedereröffnung der strategisch wichtigen Straße von Hormus in Aussicht.

Durch die Straße von Hormus werden rund 20 Prozent des weltweiten Energiehandels abgewickelt.  © -/The Visible Earth/NASA/dpa

Peseschkian knüpft diesen Schritt jedoch an ein Ende der US-Seeblockade sowie militärischer Aktionen der US-Armee. 

Peseschkian äußerte sich laut Isna in einem Interview mit dem indischen Fernsehsender "India Today". Der vollständige Text des Interviews soll später vom iranischen Präsidialamt veröffentlicht werden. 

Laut Peseschkian unterzeichnen der Oman und Iran an diesem Montag in der omanischen Hauptstadt Maskat ein Abkommen über neue Schiffsrouten in der Meerenge. Beide Länder sind Anrainer der Straße von Hormus.

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Bei der Unterzeichnung nehmen Peseschkian zufolge auch die Außenminister der arabischen Anrainerstaaten des Persischen Golfs teil. Das Abkommen solle dann der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation übergeben werden.

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12. September, 10.27 Uhr: Iran stellt Öffnung der Straße von Hormus in Aussicht

Irans Präsident Massud Peseschkian stellt nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna eine Wiedereröffnung der strategisch wichtigen Straße von Hormus in Aussicht.

Peseschkian knüpft diesen Schritt jedoch an ein Ende der US-Seeblockade sowie militärischer Aktionen der US-Armee. 

Peseschkian äußerte sich laut Isna in einem Interview mit dem indischen Fernsehsender "India Today". Der vollständige Text des Interviews soll später vom iranischen Präsidialamt veröffentlicht werden. 

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Rund 20 Prozent des globalen Öltransports laufen durch die Straße von Hormus. Nun signalisiert Teheran Gesprächsbereitschaft zur Öffnung – knüpft dies aber an klare Bedingungen an die USA. (Archivbild)  © Shadati/XinHua/dpa

11. September, 22.13 Uhr: Saudi-Arabien schaltet wichtige Pipeline nach Angriffen ab

Saudi-Arabien hat die wichtige Ost-West-Pipeline, die unter Umgehung der faktisch blockierten Straße von Hormus Öl vom Persischen Golf zum Roten Meer bringen kann, nach Angriffen auf die Leitung in den Regionen Riad und Medina vorsorglich abgeschaltet.

Das teilte die staatliche Nachrichtenagentur SPA unter Berufung auf eine Quelle im Energieministerium mit. Bei der Attacke am Donnerstag seien mehrere Menschen verletzt worden. Es seien die notwendigen Maßnahmen getroffen worden, um die Pipeline zu sichern, hieß es weiter. Angaben zu möglichen Schäden gab es zunächst ebenso wenig wie zu dem Angreifer.

Jetzt hat Saudi-Arabien auch noch die wichtige Ost-West-Pipeline abgeschaltet. (Symbolfoto)  © Ali Haider/epa/dpa

11. September, 17.09 Uhr: Trump verteidigt bei 9/11-Gedenkfeier Iran-Krieg

US-Präsident Donald Trump (80) hat eine Gedenkfeier zu den Terroranschlägen vom 11. September 2001 dazu genutzt, um den Iran-Krieg zu verteidigen. "Wir werden niemals, niemals vergessen. Deshalb kämpfen wir heute. Wir haben keine Wahl. Es kann nur den Sieg geben", sagte der Republikaner in seiner Rede auf der Gedenkveranstaltung am Hauptsitz des Verteidigungsministeriums bei Washington, dem Pentagon. Der Iran werde nie eine Atomwaffe besitzen.

Trump ergänzte: "Wir würdigen die Soldaten, die gerade jetzt dafür sorgen, dass der weltweit führende Unterstützer des Terrors, die Islamische Republik Iran, niemals eine Atomwaffe besitzen wird." Verteidigungsminister Pete Hegseth (46), der sich selbst Kriegsminister nennt, hatte zuvor in seiner Rede auf der Gedenkfeier gesagt, man habe in den vergangenen sechs Monaten den weltweit bedeutendsten staatlichen Sponsor des Terrorismus in Schutt und Asche gelegt.

US-Präsident Donald Trump (80) spricht im Pentagon bei einer Gedenkfeier zum 25. Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September.  © Mark Schiefelbein/AP/dpa

11. September, 15.32 Uhr: Schifffahrt in Bab al-Mandab kommt unter Druck

Mit dem Vormarsch der mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen im Jemen nimmt nach Angaben des Datenanalyseunternehmens Kpler der Schiffsverkehr im Roten Meer leicht ab.

Durchschnittlich 37 Schiffe passierten zuletzt demnach täglich die Meerenge Bab al-Mandab, im Vergleich zu knapp 47 Passagen Mitte Juli, wie aus Daten des Anbieters hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen.

11. September, 15.25 Uhr: Iran und Golfstaaten wollen über Lage an Straße von Hormus sprechen

Der Iran und Staaten am Persischen Golf wollen einem Bericht zufolge an diesem Montag über die umkämpfte Straße von Hormus sprechen. An dem Treffen sollen die Außenminister aus dem Iran, Irak, Oman, Kuwait, Bahrain, Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien teilnehmen, wie das gut informierte iranische Nachrichtenportal "Iran Nuances" berichtete. Ausgerichtet wird das Treffen im Oman.

Irans Außenminister Abbas Araghtschi und sein omanischer Kollege Badr al-Busaidi werden dem Bericht zufolge die Regierungsvertreter über den Stand der Verhandlungen unterrichten. Beide Länder diskutieren seit Wochen bereits über einen Mechanismus, wie der Schiffsverkehr durch die Meerenge geregelt werden soll. Für die iranische Führung hatte sich die Straße von Hormus im Konflikt mit den USA zu einem wichtigen Druckmittel entwickelt.

Die Straße von Hormus ist ein riesiges Problem. Das wissen vor allem auch Deutsche Autofahrer.  © Vahid Salemi/AP/dpa

11. September, 15.11 Uhr: Israel zerstört unterirdische Hisbollah-Basis im Südlibanon

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben rund 1100 Tonnen Sprengstoff eingesetzt, um unterirdische Anlagen der Hisbollah-Miliz im Südlibanon zu zerstören.

Die Detonationen am Höhenzug Ali al-Taher bei Nabatija lösten am Donnerstagabend seismische Erschütterungen der Stärke 4,1 aus, wie die libanesische Zeitung "L'Orient Today" unter Berufung auf das seismologische Zentrum des Landes berichtete. Einwohner im rund 70 Kilometer entfernten Beirut gaben an, dass die Wände ihrer Häuser gewackelt hätten.

11. September, 11.33 Uhr: Israel tötet hochrangigen Hamas-Kommandeur im Gazastreifen

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben einen hochrangigen Kommandeur der islamistischen Hamas im Gazastreifen mit einem gezielten Angriff getötet.

Nach Angaben des Militärs war der Kommandeur der Hamas-Brigade von Chan Junis, Muhammad Jasuri, für die Planung von Dutzenden Anschlägen auf israelische Soldaten verantwortlich. Außerdem soll er den Wiederaufbau der im Gaza-Krieg geschwächten Brigade vorangetrieben haben. Die Hamas unterhält im Gazastreifen fünf Brigaden.

Wie die Armee weiter mitteilte, wurde am Mittwoch zudem ein weiterer Kämpfer des militärischen Flügels der Hamas getötet. Farah Hamed soll früher eine führende Rolle im Hamas-Hauptquartier im Westjordanland gespielt haben. Er soll über Jahre hinweg an tödlichen Anschlägen im Westjordanland beteiligt gewesen sein.

Der getötete Hamas-Kommandeur Muhammad Jasuri war für die Brigade in der Stadt Chan Junis zuständig.  © Abed Rahim Khatib/dpa

11. September, 11.15 Uhr: Huthi erobern Insel in wichtiger Meerenge Bab al-Mandab

Die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen haben jemenitischen Regierungsquellen zufolge eine strategisch gelegene Insel in der Meerenge Bab al-Mandab erobert.

Der für den Welthandel enorm wichtige Schifffahrtsweg durch das Rote Meer dürfte damit noch stärker bedroht werden als bisher.

Die jemenitische Regierung hat von der Eroberung der Insel berichtet.  © Planet Labs Pbc/Planet Labs PBC/AP/dpa

10. September, 21.43 Uhr: Israel meldet Zerstörung wichtiger Hisbollah-Tunnel im Südlibanon

Israel teilte am Donnerstag mit, wichtige Tunnel zerstört zu haben, die von der vom Iran unterstützten Hisbollah unter dem strategisch bedeutenden Höhenzug Ali al-Taher im Südlibanon angelegt worden waren.

"Dabei handelt es sich um strategische terroristische Infrastruktur, die über zwei Jahrzehnte hinweg mit iranischer Finanzierung und Planung errichtet wurde", hieß es in einer gemeinsamen Erklärung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz.

Die Zerstörung dieser Infrastruktur "vollendet die Erlangung der operativen Kontrolle über den Höhenzug Ali al-Taher - über und unter der Erde".

Nach Angaben der israelischen Armee erstreckte sich die Infrastruktur über mehr als zwei Kilometer und enthielt "Dutzende im Iran hergestellte Raketen, Flugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge (UAVs) sowie Maschinengewehre, Dutzende Panzerabwehrraketen und Hunderte Minen und Sprengsätze".  © - / X / @ISRAEL_KATZ / AFP

10. September, 12.36 Uhr: Huthi-Miliz nimmt wichtige Hafenstadt Mokka im Jemen ein

Die Huthi-Miliz hat nach Angaben aus jemenitischen Militärkreisen und Augenzeugenberichten die strategisch wichtige Hafenstadt Mokka an der Westküste des Jemens eingenommen.

Die vom Iran unterstützte Miliz kontrolliert damit einen wichtigen Zugang zur Meerenge Bab al-Mandab am südlichen Ende des Roten Meeres. Die Huthi äußerten sich zunächst nicht.

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