Nahost-Konflikt: Iran und Golfstaaten wollen über Lage an Straße von Hormus sprechen

Nahost - Der Kampf zwischen den USA und dem Iran um die Kontrolle in der Straße von Hormus eskaliert aufs Neue.

CENTCOM-Truppen zerstörten fünf iranische Rohöltanker.  © Screenshot/X/@CENTCOM

Das US-Militär zerstörte nach eigenen Angaben als Vergeltung für Teherans Angriffe auf ein US-Kriegsschiff fünf iranische Rohöltanker und versenkte einen davon.

Irans Revolutionsgarden reagierten nach eigenen Angaben umgehend mit "schweren Raketenangriffen" auf das mit den USA verbündete Königreich Jordanien. Laut der staatlichen jordanischen Nachrichtenagentur Petra fing die Armee 20 ballistische Raketen ab.

Nach den Angriffen auf die iranischen Rohöltanker teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit, der Tanker "M/T Riesco" sei im Golf von Oman am Sinken. Dazu veröffentlichte es ein Video, auf dem zu sehen ist, wie das Schiff getroffen wird, Feuer fängt und anschließend mit dem Bug voran sinkt.

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Angaben dazu, ob der Tanker Rohöl geladen hatte, gab es nicht.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

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11. September, 15.32 Uhr: Schifffahrt in Bab al-Mandab kommt unter Druck

Mit dem Vormarsch der mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen im Jemen nimmt nach Angaben des Datenanalyseunternehmens Kpler der Schiffsverkehr im Roten Meer leicht ab.

Durchschnittlich 37 Schiffe passierten zuletzt demnach täglich die Meerenge Bab al-Mandab, im Vergleich zu knapp 47 Passagen Mitte Juli, wie aus Daten des Anbieters hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen.

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11. September, 15.25 Uhr: Iran und Golfstaaten wollen über Lage an Straße von Hormus sprechen

Der Iran und Staaten am Persischen Golf wollen einem Bericht zufolge an diesem Montag über die umkämpfte Straße von Hormus sprechen. An dem Treffen sollen die Außenminister aus dem Iran, Irak, Oman, Kuwait, Bahrain, Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien teilnehmen, wie das gut informierte iranische Nachrichtenportal "Iran Nuances" berichtete. Ausgerichtet wird das Treffen im Oman.

Irans Außenminister Abbas Araghtschi und sein omanischer Kollege Badr al-Busaidi werden dem Bericht zufolge die Regierungsvertreter über den Stand der Verhandlungen unterrichten. Beide Länder diskutieren seit Wochen bereits über einen Mechanismus, wie der Schiffsverkehr durch die Meerenge geregelt werden soll. Für die iranische Führung hatte sich die Straße von Hormus im Konflikt mit den USA zu einem wichtigen Druckmittel entwickelt.

Die Straße von Hormus ist ein riesiges Problem. Das wissen vor allem auch Deutsche Autofahrer.  © Vahid Salemi/AP/dpa

11. September, 15.11 Uhr: Israel zerstört unterirdische Hisbollah-Basis im Südlibanon

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben rund 1100 Tonnen Sprengstoff eingesetzt, um unterirdische Anlagen der Hisbollah-Miliz im Südlibanon zu zerstören.

Die Detonationen am Höhenzug Ali al-Taher bei Nabatija lösten am Donnerstagabend seismische Erschütterungen der Stärke 4,1 aus, wie die libanesische Zeitung "L'Orient Today" unter Berufung auf das seismologische Zentrum des Landes berichtete. Einwohner im rund 70 Kilometer entfernten Beirut gaben an, dass die Wände ihrer Häuser gewackelt hätten.

11. September, 11.33 Uhr: Israel tötet hochrangigen Hamas-Kommandeur im Gazastreifen

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben einen hochrangigen Kommandeur der islamistischen Hamas im Gazastreifen mit einem gezielten Angriff getötet.

Nach Angaben des Militärs war der Kommandeur der Hamas-Brigade von Chan Junis, Muhammad Jasuri, für die Planung von Dutzenden Anschlägen auf israelische Soldaten verantwortlich. Außerdem soll er den Wiederaufbau der im Gaza-Krieg geschwächten Brigade vorangetrieben haben. Die Hamas unterhält im Gazastreifen fünf Brigaden.

Wie die Armee weiter mitteilte, wurde am Mittwoch zudem ein weiterer Kämpfer des militärischen Flügels der Hamas getötet. Farah Hamed soll früher eine führende Rolle im Hamas-Hauptquartier im Westjordanland gespielt haben. Er soll über Jahre hinweg an tödlichen Anschlägen im Westjordanland beteiligt gewesen sein.

Der getötete Hamas-Kommandeur Muhammad Jasuri war für die Brigade in der Stadt Chan Junis zuständig.  © Abed Rahim Khatib/dpa

11. September, 11.15 Uhr: Huthi erobern Insel in wichtiger Meerenge Bab al-Mandab

Die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen haben jemenitischen Regierungsquellen zufolge eine strategisch gelegene Insel in der Meerenge Bab al-Mandab erobert.

Der für den Welthandel enorm wichtige Schifffahrtsweg durch das Rote Meer dürfte damit noch stärker bedroht werden als bisher.

Die jemenitische Regierung hat von der Eroberung der Insel berichtet.  © Planet Labs Pbc/Planet Labs PBC/AP/dpa

10. September, 21.43 Uhr: Israel meldet Zerstörung wichtiger Hisbollah-Tunnel im Südlibanon

Israel teilte am Donnerstag mit, wichtige Tunnel zerstört zu haben, die von der vom Iran unterstützten Hisbollah unter dem strategisch bedeutenden Höhenzug Ali al-Taher im Südlibanon angelegt worden waren.

"Dabei handelt es sich um strategische terroristische Infrastruktur, die über zwei Jahrzehnte hinweg mit iranischer Finanzierung und Planung errichtet wurde", hieß es in einer gemeinsamen Erklärung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz.

Die Zerstörung dieser Infrastruktur "vollendet die Erlangung der operativen Kontrolle über den Höhenzug Ali al-Taher - über und unter der Erde".

Nach Angaben der israelischen Armee erstreckte sich die Infrastruktur über mehr als zwei Kilometer und enthielt "Dutzende im Iran hergestellte Raketen, Flugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge (UAVs) sowie Maschinengewehre, Dutzende Panzerabwehrraketen und Hunderte Minen und Sprengsätze".  © - / X / @ISRAEL_KATZ / AFP

10. September, 12.36 Uhr: Huthi-Miliz nimmt wichtige Hafenstadt Mokka im Jemen ein

Die Huthi-Miliz hat nach Angaben aus jemenitischen Militärkreisen und Augenzeugenberichten die strategisch wichtige Hafenstadt Mokka an der Westküste des Jemens eingenommen.

Die vom Iran unterstützte Miliz kontrolliert damit einen wichtigen Zugang zur Meerenge Bab al-Mandab am südlichen Ende des Roten Meeres. Die Huthi äußerten sich zunächst nicht.

10. September, 10.26 Uhr: Iran bereit für "Blitzoffensiven" zur Verteidigung

Die iranischen Streitkräfte sind im Krieg gegen die USA nach Angaben ihrer Militärführung bereit für "Blitzoffensiven" zur Landesverteidigung.

"Heute sind wir bereit, an jedem Punkt des Landes mit hoher Geschwindigkeit präsent zu sein und den Feind, in welcher Lage er sich auch befinden mag, zu vernichten", sagte Hassan Hassansadeh, Kommandeur für die Bodentruppen der Revolutionsgarden im Großraum Teheran, laut iranischen Medien.

Hassansadeh betonte am Rande einer Militärübung außerdem, dass Ausrüstung und Technologie bei den Kampfhandlungen nicht allein entscheidend für Sieg oder Niederlage seien. "Es sind der feste Glaube, die tief im Herzen verankerte Überzeugung von göttlicher Hilfe sowie die Befolgung und Orientierung an der Schule von Märtyrern", sagte er.

Die iranischen Streitkräfte sind laut Armeekommandeur Hassan Hassansadeh in der Lage, "an jedem Punkt des Landes mit hoher Geschwindigkeit präsent zu sein."  © Vahid Salemi/AP/dpa

9. September, 12.30 Uhr: Angriffe im Nahen Osten treiben Rohölpreis über 100 Dollar

Der Preis für Rohöl der Referenzsorte Brent ist am Mittwoch wieder über 100 US-Dollar je Barrel (159 Liter) gestiegen.

Hintergrund sind weitere, gegenseitige Angriffe von den USA und dem Iran rund um den wichtigen Öl-Transportweg durch die Straße von Hormus.

Steigt der Rohölpreis, wird tendenziell das Tanken und das Heizen mit Öl und Gas teurer. Ein hoher Ölpreis beeinflusst auch die Preisentwicklung insgesamt, weil der Rohstoff ein wichtiger Kostenfaktor für die gesamte Wirtschaft ist.

Gegenseitige Angriffe von den USA und dem Iran in der Straße von Hormus treiben den Rohölpreis über 100 Dollar. (Archivbild)  © Wen Xinnian/Xinhua/dpa

9. September, 8.10 Uhr: Revolutionsgarden melden Angriff auf Schiffe in Straße von Hormus

Die Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) haben nach eigenen Angaben erneut mehrere Schiffe in der Region der Straße von Hormus angegriffen.

In Vergeltung für US-Angriffe auf fünf iranische Tanker habe man Schiffe der USA sowie Öltanker und Frachter angegriffen, die gegen iranische Regeln zur Schifffahrt in der Meerenge verstoßen hätten, hieß es in einer Stellungnahme der IRGC. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden.

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