Nahost-Konflikt: Irans Präsident sieht sein Land als "Opfer von Terrorismus"

Nahost - Erstmals seit Monaten sind Vertreter der Kriegsparteien USA und Iran wieder zu Verhandlungen zusammengekommen.

US-Präsident Donald Trump (80) hält im Hauptquartier der Vereinten Nationen eine Rede während der 81. Sitzung der Generalversammlung der Vereinten Nationen.  © Seth Wenig/AP/dpa

Der Austausch am Rande der UN-Generalversammlung in New York sei "sehr gut" gelaufen und habe drei Stunden gedauert, sagte US-Präsident Donald Trump (80) am Dienstag vor Reportern.

Iranische Staatsmedien bestätigten die Verhandlungen. Heute sollte auch Irans Präsident Massud Peseschkian (71) vor den Vereinten Nationen in der Ostküstenmetropole sprechen.

Dort dürfte auch der seit mehr als viereinhalb Jahren andauernde russische Angriffskrieg gegen die Ukraine in den Fokus rücken.

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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) sollte an einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats teilnehmen.

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23. September, 17.55 Uhr: Iran knüpft Öffnung der Straße von Hormus an Bedingungen

Der Iran hat eine mögliche Öffnung der Straße von Hormus in Gesprächen mit den USA an Bedingungen geknüpft. "Solange unsere Bedingungen nicht erfüllt sind, wird die Straße von Hormus nicht geöffnet und wir werden nicht verhandeln", sagte Mohsen Resai, Generalsekretär des mächtigen Sicherheitsrats, laut der iranischen Staatsagentur Irna.

Die USA sind nach Worten von Resai für den Iran nicht vertrauenswürdig. "Wir verfolgen eine neue Diplomatie", sagte er dem Bericht zufolge. Sieben Bedingungen seien den USA bei den indirekten Verhandlungen in den USA übermittelt worden. Zu den Inhalten äußerte er sich nicht. 

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23. September, 17.47 Uhr: Schifffahrt durch Meerenge Bab al-Mandab läuft weiter

Mehr als zwei Wochen nach der Blitzoffensive der Huthi-Miliz im Jemen läuft die Schifffahrt in der wichtigen Meerenge Bab al-Mandab weiter.

Vergangene Woche seien jeden Tag mehr als 30 und insgesamt mehr als 230 Durchfahrten registriert worden, berichtete der Informationsdienst Marine Traffic. Der Verkehr habe sich auf einem "niedrigeren aber vergleichsweise stabilen Niveau" eingependelt, hieß es. Die Huthi hatten Anfang September eine neue Offensive im Jemen gestartet und am 11. September die Küstenstadt Mokka eingenommen, woraufhin der Verkehr kurzzeitig zurückging.

Die Schifffahrt in der wichtigen Meerenge Bab al-Mandab soll laufen. (Symbolfoto)  © Abdulnasser Alseddik/AP/dpa

23. September, 16.56 Uhr: Auto-Attacke im Westjordanland – Angreifer getötet

Bei einer Auto-Attacke im Westjordanland ist nach Angaben von Sanitätern ein Mensch schwer verletzt worden.

Der mutmaßlich palästinensische Attentäter sei getötet worden, teilte die israelische Armee mit.

23. September, 16.54 Uhr: Irans Präsident will zivile Atomenergie nicht aufgeben

Der Iran wird nach Worten seines Präsidenten die zivile Nutzung von Kernenergie nicht aufgeben.

"Die nukleare Frage Irans wird nicht auf dem Schlachtfeld gelöst", sagte Massud Peseschkian (71) mit Blick auf den Krieg Israels und der USA. Zugleich versicherte er bei der UN-Generaldebatte in New York abermals, dass der Iran nicht nach Atomwaffen strebe.

23. September, 16.39 Uhr: Irans Präsident sieht sein Land als "Opfer von Terrorismus"

Irans Präsident Massud Peseschkian (71) hat scharfe Kritik von US-Präsident Donald Trump (80) vehement zurückgewiesen. "Gestern sagte der Präsident der Vereinigten Staaten, wir seien Terroristen. Wir sind Opfer des Terrorismus", sagte Peseschkian bei der UN-Generaldebatte in New York.

Er kritisierte US-Angriffe auf zivile Ziele in der frühen Phase des Iran-Kriegs, darunter eine Mädchenschule und einen Sportkomplex im Süden des Landes. "Unsere unschuldigen Menschen sind in Wahrheit das Ziel der feigen Angriffe (...) und wir haben uns mit Stärke verteidigt", sagte Peseschkian weiter. "Amerika und Israel haben uns mit der neuesten Technologie und Ausrüstung angegriffen, und unsere Menschen haben mit Stärke standgehalten."

Irans Präsident Massud Peseschkian (71) sieht sein Land in der Opferrolle.  © Heather Khalifa/FR172147 AP/AP/dpa

23. September, 15.51 Uhr: Al-Scharaa fordert Rückzug Israels aus Syrien

Der syrische Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa (43) hat Israels Vorgehen in Syrien scharf verurteilt. Israel habe seit dem Umbruch in Syrien 500 Luftangriffe geflogen, mehr als 1.200 Vorstöße gemacht und rund 300 Menschen festgenommen, sagte al-Scharaa bei der UN-Generaldebatte in New York. Dies stehe im Widerspruch zur internationalen Entwicklung und erinnere an eine längst vergangen geglaubte Ära. Während sich die Welt über die Rückkehr Syriens freue, greife Israel das Land an, so al-Scharaa.

Der Interimspräsident betonte, Syrien habe die Rechtsstaatlichkeit gefestigt. Jeder Versuch, die syrische Souveränität oder das Völkerrecht zu verletzen, werde gestoppt. Die Golanhöhen würden syrisches Territorium bleiben, sagte er. Er forderte erneut einen Abzug der israelischen Truppen.

Der syrische Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa (43) hat Israels Vorgehen in Syrien scharf verurteilt.  © Heather Khalifa/FR172147 AP/dpa

23. September, 14.43 Uhr: Israel kontert Vorwurf aus Österreich

Der österreichische Präsident Alexander Van der Bellen (82) hat am Rande der UN-Generaldebatte von Kriegsverbrechen gegen Palästinenser gesprochen und damit eine scharfe Reaktion Israels ausgelöst. "Österreichs Präsident @vanderbellen sollte sich schämen!", schrieb der israelische Außenminister Gideon Saar auf der Plattform X. 

In einer Pressekonferenz in New York hatte sich Van der Bellen am Dienstag zustimmend über die Rede des jordanischen Königs Abdullah II. in der UN-Generaldebatte geäußert. Im Westjordanland und im Gazastreifen geschähen Verletzungen des Völkerrechts, Gewalt gegen Palästinenser und erzwungene Ansiedlungen, so Van der Bellen. "Das läuft unter Kriegsverbrechen, das muss man offen aussprechen", sagte er. Die israelische Regierung bewege sich mit ihrem Vorgehen "auf gefährliches Terrain", fügte der ehemalige Chef der österreichischen Grünen hinzu. 

Der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen (82) hat Israel scharf kritisiert.  © Hans Klaus Techt/APA/dpa

23. September, 14.36 Uhr: Frachtschiff in der Straße von Hormus in Flammen

In der Straße von Hormus ist erneut ein Frachtschiff unter Beschuss geraten. Wie die britische Behörde für Sicherheit in der Schifffahrt (UKMTO) mitteilte, wurde ein Schiff von einem unbekannten Projektil getroffen.

Das Schiff stehe treibend in Flammen. Die Besatzung sei evakuiert worden. UKMTO meldete zwei Opfer. Es war zunächst nicht klar, ob es sich dabei um Tote oder Verletzte handelte. 

23. September, 9.03 Uhr: Iran muss internationale Flüge in der Region streichen

Angesichts weitreichender US-Sanktionen muss der Iran internationale Flüge in der Region streichen. Flughäfen im irakischen Bagdad und Maskat im Oman würden ab Mittwochmorgen keine iranischen Flüge mehr annehmen, berichtete die Nachrichtenagentur ISNA unter Berufung auf die iranische Luftfahrtbehörde.

Man arbeite daran, Flüge in den Irak an einen anderen Flughafen umzuleiten, sagte demnach ein Sprecher der Behörde. Auch Flüge iranischer Fluggesellschaften ins benachbarte Aserbaidschan seien ab sofort aufgehoben, berichtete die Zeitung "Shargh" unter Berufung auf Azerbaijan Airlines.

Noch am Dienstag hatte die iranische Luftfahrtbehörde angegeben, es seien keine Flugstreichungen bekannt.

US-Finanzminister Scott Bessent hatte am Montag in einem Interview weiteren Druck auf den iranischen Luftfahrtsektor angekündigt. Seinen Worten nach sollten ab Mittwoch alle iranischen Fluggesellschaften weltweit stillgelegt werden. Dafür würden Drittstaaten unter Druck gesetzt. Er drohte Ländern mit dem Ausschluss aus dem US-Dollarsystem, sollten sie iranische Airlines mit Treibstoff versorgen, Landedienste bereitstellen oder Tickets für sie verkaufen.

Die Aussagen folgten auf neue weitreichende US-Sanktionen gegen den iranischen Luftfahrtsektor vor zwei Wochen.

Bagdad im Irak und Maskat im Oman werden seit Mittwoch von iranischen Fluggesellschaften nicht mehr angeflogen.  © Abedin Taherkenareh/EPA/dpa

23. September, 6.14 Uhr: China soll wegen angespannter Lage in Straße von Hormus Druck machen

Nach einem pompösen Besuch von US-Präsident Donald Trump in Peking im Mai folgt nun die Gegenvisite: Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping traf in Washington ein. Auch über die Lage ihn Nahost wurde gesprochen. Die Lage in der Straße von Hormus lässt die Preise für Öl und Gas steigen.

China ist der mit Abstand größte Käufer iranischen Öls und ein wichtiger politischer Partner Teherans. Washington will über Chinas finanzielle Verbindungen zum Iran sprechen und hofft auf chinesischen Druck mit Blick auf die wichtige Handelsroute.

Peking fordert beide Seiten auf, zu der im Juni vereinbarten Rahmenvereinbarung zurückzukehren und die Gespräche wiederaufzunehmen. Wie weit Xi tatsächlich Druck auf Teheran ausüben will, ist jedoch offen. Gerade erst verhinderten China und Russland im UN-Sicherheitsrat eine Verlängerung des Mandats unabhängiger Experten zur Überwachung der internationalen Iran-Sanktionen.

US-Präsident Donald Trump (80, l.) und der chinesische Präsident Xi Jinping (73) nehmen an einer Begrüßungszeremonie in der Großen Halle des Volkes teil. (Archivbild)  © Maxim Shemetov/Pool Reuters/AP/dpa

23. September, 6.09 Uhr: Gegenseitige Drohungen reißen nicht ab

Bei seiner Rede vor den Vereinten Nationen skizzierte Trump zwei mögliche Optionen für den weiteren Verlauf des Konflikts: Ein Abkommen, das es dem Iran erlaube, zu großer wirtschaftlicher Stärke zurückzufinden.

Oder die Vernichtung der Islamischen Republik, um dem Iran "niemals wieder die Chance zu geben, Menschen zu töten und Länder zu zerstören". Wähle der Iran den Krieg, lande die Republik in der "Hölle, ohne Überlebenschance und ohne Hoffnung auf zukünftige Größe oder nachfolgende Generationen".

Der iranische Generalstab sprach nach Trumps Rede von "feindseligen Äußerungen und Drohungen". Diese seien lediglich ein "Instrument der innenpolitischen Propaganda", hieß es in einer in Staatsmedien veröffentlichten Mitteilung. Man sei zu noch härteren Schlägen bereit.

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