Nahost-Konflikt: Israel lehnt Gaza-Fahrplan ab

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Teheran - Eine schnelle Wiedereröffnung der Straße von Hormus ist weiter nicht gesichert.

Der Iran und Oman sollen sich bei ihren Verhandlungen über die Straße von Hormus praktisch einig sein.
Der Iran und Oman sollen sich bei ihren Verhandlungen über die Straße von Hormus praktisch einig sein.  © -/The Visible Earth/NASA/dpa

Der Iran stellt dafür Forderungen an die USA, die für Washington inakzeptabel sein dürften. Außenminister Abbas Araghtschi sagte, auch wenn bei den Verhandlungen über die Meerenge zwischen dem Iran und Oman eine Einigung nah sei, müssten die USA Zugeständnisse machen. 

US-Vizepräsident JD Vance sagte dem Sender Fox News dagegen, Teheran habe noch nicht alle Forderungen der amerikanischen Regierung erfüllt. Allerdings seien in den vergangenen Tagen Fortschritte bei den Verhandlungen erzielt worden.

US-Präsident Donald Trump hatte vorige Woche die nach seinen Angaben bislang heftigste Welle von Angriffen auf den Iran abgesagt - kurz vor Beginn der geplanten Attacken, mit denen er die Blockade brechen wollte. 

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Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

9. August, 14.59 Uhr: Iran verknüpft Öffnung von Hormus mit US-Zugeständnissen

Der Iran dämpft Hoffnungen auf eine schnelle Wiedereröffnung der Straße von Hormus.

Die Führung in Teheran fordert von den USA erhebliche Vorleistungen vor einer Freigabe der für den internationalen Öl- und Gashandel wichtigen Meerenge. Es darf bezweifelt werden, dass die US-Regierung dem nachkommt.

Die Forderungen hatte der Iran früher schon einmal genannt - als Bedingungen für ein dauerhaftes Abkommen mit den USA, in dem es auch noch um das Atomprogramm des Irans geht. Nun werden sie zur Voraussetzung für ein Abkommen gemacht, das lediglich auf die Wiedereröffnung der Straße von Hormus abzielen soll. 

9. August, 13.50 Uhr: Israel lehnt Gaza-Fahrplan ab

Israel weist den Fahrplan des Gaza-Friedensrats für eine Entwaffnung der islamistischen Terrororganisation Hamas und einen Abzug Israels aus dem Gazastreifen zurück.

"Israel lehnt das 15-Punkte-Dokument ab", sagte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) während einer Kabinettssitzung in Jerusalem. "Die israelische Armee wird keinerlei Abzug vollziehen, bis die Hamas entwaffnet ist", sagte Netanjahu ferner.

Dabei beziehe er sich ausdrücklich auf alle Waffen, nicht nur schwere. Außerdem bekräftigte der Regierungschef seine Ablehnung eines unabhängigen palästinensischen Staates. Der Friedensrat hatte allerdings vor knapp einer Woche bereits mitgeteilt, man erwarte von Israel erst nach einer Entwaffnung der Hamas einen kompletten Abzug aus dem Küstenstreifen. 

Nach dem Fahrplan des Friedensrats sollen Israel und die Hamas die Kämpfe einstellen. Eine palästinensische Übergangsverwaltung soll mit Unterstützung einer internationalen Stabilisierungstruppe die Kontrolle über Verwaltung und Sicherheit übernehmen.

Zudem ist ein Abzug der israelischen Armee vorgesehen. Die von der Hamas unter internationaler Aufsicht übergebenen Waffen sollen anschließend unter palästinensischer Kontrolle bleiben. Dies lehnt Israel jedoch ab und fordert, die Waffen müssten aus dem Palästinensergebiet entfernt werden. 

Das 15-Punkte-Dokument des Gaza-Friedensrats stößt auf Ablehnung Israels. Netanjahu (76) bekräftigt: Ein Abzug kommt erst nach vollständiger Entwaffnung der Hamas infrage.
Das 15-Punkte-Dokument des Gaza-Friedensrats stößt auf Ablehnung Israels. Netanjahu (76) bekräftigt: Ein Abzug kommt erst nach vollständiger Entwaffnung der Hamas infrage.  © Ronen Zvulun/Pool Reuters/dpa

9. August, 7.11 Uhr: Iran stellt neue Forderungen an USA zur Straße von Hormus

Der Iran stellt neue Forderungen an die USA für eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus.

Die Vereinigten Staaten dürften die Islamische Republik nie wieder bedrohen, hieß es in einer von iranischen Staatsmedien veröffentlichten Erklärung des Nationalen Sicherheitsrats.

Zudem müssten sie den Krieg gegen den Iran und dessen Verbündete in der Region endgültig beenden. Der Nationale Sicherheitsrat ist das höchste Entscheidungsgremium im Land, wird von Präsident Massud Peseschkian geleitet und steht unter der Aufsicht des obersten Führers Modschtaba Chamenei.

Als weitere Bedingung nannte der Rat, die USA müssten die Seeblockade iranischer Häfen aufheben und ihre Streitkräfte aus dem Gebiet abziehen, wie der regierungstreue Sender Press TV aus der Erklärung zitierte.

Außerdem müssten sie den Iran für Kriegsschäden vollständig entschädigen, Sanktionen aufheben und eingefrorene Vermögenswerte "bedingungslos" freigeben. Von diesen Forderungen werde der Rat nicht abweichen, hieß es weiter. Die USA müssten ihr Verhalten tatsächlich ändern.

Die Verhandlungen zwischen dem Iran und Oman über eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus sollen auf der Zielgeraden sein.
Die Verhandlungen zwischen dem Iran und Oman über eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus sollen auf der Zielgeraden sein.  © Wen Xinnian/Xinhua/dpa

8. August, 22.23 Uhr: Israelische Soldaten dringen in Dorf unter Kontrolle der Armee ein

Israelische Soldaten sind nach libanesischen Angaben in ein Dorf im Süden des Libanon eingedrungen, das einer Vereinbarung zwischen beiden Ländern zufolge unter der Kontrolle der libanesischen Armee steht.

Wie staatliche libanesische Medien und der Bürgermeister des Dorfes am Samstag mitteilten, schichteten die Soldaten dort in der Nacht einen Erdwall auf. Wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP berichtete, blockiert der Erdwall die Straße am östlichen Ortseingang.

Israel und der Libanon hatten sich im Juni auf ein Rahmenabkommen geeinigt, das die Entwaffnung der libanesischen Hisbollah-Miliz, einen schrittweisen Abzug der israelischen Truppen aus dem Süden des Libanon und zugleich die Entsendung der libanesischen Armee in die Region vorsieht. Dies sollte zunächst in zwei "Pilotzonen" erfolgen.

Das Dorf Sautar al-Gharbija ist eine der beiden "Pilotzonen". Die libanesische Armee hatte am 21. Juli mit der Stationierung von Soldaten in dem Dorf begonnen. Wie der Bürgermeister Abed Esseddine AFP sagte, kehrten seitdem etwa 50 Familien in das Dorf zurück.

Israelische Soldaten sind nach libanesischen Angaben in ein Dorf im Süden des Libanon eingedrungen, das einer Vereinbarung zwischen beiden Ländern zufolge unter der Kontrolle der libanesischen Armee steht.
Israelische Soldaten sind nach libanesischen Angaben in ein Dorf im Süden des Libanon eingedrungen, das einer Vereinbarung zwischen beiden Ländern zufolge unter der Kontrolle der libanesischen Armee steht.  © Ammar Ammar / AFP

8. August, 18.11 Uhr: Laut Oman - Gespräche zur Straße von Hormus verlaufen konstruktiv

Die Verhandlungen über einen neuen Mechanismus für die Schifffahrt durch die Straße von Hormus dauern nach Angaben des Omans an. In einer knappen Mitteilung berichtete das Außenministerium von einer "positiven und konstruktiven Atmosphäre" bei den Gesprächen.

Der Oman warnte zudem vor Schritten, die die Gespräche oder die bisherigen Fortschritte gefährden könnten. Details nannte das Außenministerium des Sultanats nicht. Seit Wochen verhandelt der Iran mit dem anderen Anrainerstaat der Meerenge, dem Oman, wie Schiffspassagen in der Straße von Hormus geregelt werden sollen.

8. August, 15.28 Uhr: Iran betont, dass die Öffnung der Straße von Hormus von den USA abhänge

Eine Einigung mit dem Oman über einen neuen Mechanismus für die Schifffahrt durch die Straße von Hormus bringt aus iranischer Sicht nicht direkt auch eine Öffnung der Meerenge mit sich.

Vielmehr müssten die USA auf iranische Forderungen eingehen, sagte ein Sprecher der iranischen Revolutionsgarden der Nachrichtenagentur Tasnim. 

Er erklärte, die USA sollten sich aus Verhandlungen zwischen dem Iran und dem Oman heraushalten. Seit Wochen verhandelt der Iran mit dem anderen Anrainerstaat der Meerenge, dem Oman, wie Schiffspassagen in der Straße von Hormus geregelt werden sollen. 

8. August, 7.32 Uhr: Nach Angriffen im Jemen - zehn Menschen sterben, Rebellen nehmen ölreiche Stadt ins Visier

Bei Angriffen der Houthi auf eine strategisch wichtige jemenitische Provinz kamen am Freitag mindestens zehn Menschen ums Leben, wie ein Minister und eine Militärquelle mitteilten.

Die Rebellen hatten ihre Angriffe auf die ölreiche Region verstärkt. Ein für 2022 vereinbarter Waffenstillstand zwischen den vom Iran unterstützten Huthis und der von Saudi-Arabien unterstützten jemenitischen Regierung ist im vergangenen Monat gescheitert.

Bei einem Angriff in Jemen wurden mindestens zehn Menschen getötet. (Symbolfoto)
Bei einem Angriff in Jemen wurden mindestens zehn Menschen getötet. (Symbolfoto)  © Ammar Ammar / AFP

7. August, 18.54 Uhr: Tote nach Huthi-Angriffen im Jemen

Die Huthi-Miliz hat nach Angaben regierungsnaher Medien erneut Ziele in der jemenitischen Provinz Marib mit Raketen und Drohnen angegriffen. Anwohner berichteten der Deutschen Presse-Agentur, sie hätten am Morgen mehrere Explosionen am Stadtrand von Marib gehört. Über einem Militärlager der international anerkannten jemenitischen Regierung seien Rauchwolken aufgestiegen.

Der Gesundheitsminister der jemenitischen Regierung, Kasim Bahibah, teilte auf X mit, die Huthi-Miliz habe Wohngebiete und Lager für Binnenvertriebene in Marib angegriffen. Mindestens zwei Zivilisten seien getötet worden, 14 weitere Menschen verletzt.

7. August, 14.06 Uhr: Saudi-Arabien, Türkei und Pakistan schmieden Verteidigungspakt

Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan haben einen Verteidigungspakt geschmiedet. Vertreter der drei Staaten unterzeichneten am Freitag ein entsprechendes Dokument, wie das pakistanische Außenministerium und der Sender Al-Arabija berichteten.

Zu der Unterzeichnung war der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan mit dem saudiarabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman und dem pakistanischen Regierungschef Shebaz Sharif in der Hafenstadt Dschidda am Roten Meer zusammengetroffen.

Das Abkommen legt nach Angaben des pakistanischen Außenministeriums fest, "dass jeder bewaffnete Angriff auf einen der drei Staaten als ein Angriff auf sie alle betrachtet wird". Mit dem Verteidigungspakt solle "die gemeinsame Abschreckung gegen jegliche Aggression" gestärkt werden, hieß es aus Islamabad weiter.

7. August, 11.25 Uhr: Schifffahrt in Straße von Hormus massiv gestört

Trotz ausbleibender gegenseitiger Angriffe zwischen den USA und dem Iran ist die Schifffahrt in der für den weltweiten Handel wichtigen Straße von Hormus weiterhin stark gestört. Am Donnerstag hätten lediglich acht Schiffe die Meerenge passiert, wie aus Informationen des Datenanbieters Kpler hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen.

Etwa 13 Schiffe sind demnach im Schnitt in der vergangenen Woche durch den Engpass zwischen den Küsten des Irans und Omans gefahren.

Während ein zeitweiliges Rahmenabkommen zwischen dem Iran und den USA galt, herrschte auch für die Schifffahrt in der Region eine Phase gewisser Entspannung.

Aber nach dem Zusammenbrechen der Vereinbarung und neuerlicher Blockaden hätten sich etwa die Passagen von Frachtern für Trockengüter halbiert, schrieb der Schifffahrtsdienstleister AXS Marine auf der Plattform X. "Dieser Rückgang hat einen Großteil der nach dem Waffenstillstand im Juni zu verzeichneten teilweisen Erholung zunichtegemacht".

Derzeit fahren kaum Schiffe durch die Meerenge.
Derzeit fahren kaum Schiffe durch die Meerenge.  © Amirhosein Khorgooi/ISNA/AP/dpa

7. August, 6.13 Uhr: Verletzte bei Angriffen der jemenitischen Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien

Bei Angriffen der jemenitischen Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien sind nach Militärangaben elf Zivilisten verletzt worden.

Unter ihnen sei auch ein vierjähriges Kind, hieß es in einer am Freitag von der amtlichen Nachrichtenagentur verbreiteten Erklärung. Die Huthi-Angriffe seien am späten Donnerstagabend in der Region Nadschran erfolgt, die an der Grenze zum Jemen liegt.

Die Angriffe erfolgten nur kurz nach einer massiven Zuspitzung der Kämpfe zwischen der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz und den Regierungstruppen im Jemen. Bei Huthi-Angriffen mit Drohnen und Raketen auf Regierungskräfte wurden dabei nach Angaben der Armee mindestens 58 Menschen getötet. Es handelte sich um den Angriff mit den meisten Todesopfern seit vier Jahren.

Titelfoto: Ronen Zvulun/Pool Reuters/dpa

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