Nahost-Konflikt: Israels Militär tötet erneut Hamas-Mitglieder in Gaza

Nahost - Das iranische Militär warnt die USA vor neuen Angriffen auf das Land.

Das iranische Militär droht den USA mit Schlägen gegen regionale Stützpunkte und Verbündete.  © Kendall Torres Cortés/dpa

Das militärische Hauptquartier Chatam al-Anbija, das in Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt, erklärte laut Nachrichtenagentur Fars, alle Stützpunkte und Interessen der USA in der Region würden ohne jegliche Einschränkung oder Rücksichtnahme kontinuierlichen, wirksamen und schmerzhaften Angriffen ausgesetzt sein.

Alle Länder in der Region, die einen Angriff der USA unterstützten, würden als Komplizen betrachtet. Sie könnten keine Zurückhaltung oder Nachsicht erwarten.

Das Militär beruft sich auf unbestätigte Berichte über ein Treffen von US-Vertretern in einem europäischen Land, bei dem Vereinbarungen über erneute Angriffe auf den Iran getroffen worden sein sollen. Einige arabische Länder in der Region sollen grünes Licht gegeben haben.

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Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

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20. September, 16.41 Uhr: Israels Militär tötet erneut Hamas-Mitglieder in Gaza

Israels Streitkräfte haben eigenen Angaben zufolge erneut Mitglieder der Hamas im Gazastreifen getötet.

Darunter seien zwei Terroristen, die mutmaßlich am Massaker am 7. Oktober 2023 in Israel beteiligt gewesen seien, teilten das Militär und der Inlandsgeheimdienst Schin Bet mit. Zudem sei ein Hamas-Kommandeur getötet worden.

Die drei hätten zuletzt Angriffe auf israelische Soldaten und Zivilisten vorbereitet. Um diese Bedrohung zu beseitigen, seien sie getötet worden, hieß es in einer Mitteilung des Militärs weiter.

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Das israelische Militär hat in Gaza weitere mutmaßliche Terroristen ins Visier genommen. (Archivfoto)  © Jehad Alshrafi/AP/dpa

20. September, 15.01 Uhr: Neue Gewalt im Westjordanland - Tote und Verletzte

Kurz vor Beginn des höchsten jüdischen Feiertags Jom Kippur eskaliert die Gewalt im Westjordanland.

Die israelischen Streitkräfte teilten mit, Soldaten hätten einen Palästinenser getötet, der versucht habe, sie mit einem Auto zu rammen. Zudem kam laut Polizei ein Israeli durch Schüsse ums Leben.

Ein mutmaßlich palästinensischer Täter schoss offiziellen israelischen Angaben zufolge aus einem Auto heraus auf israelische Siedler. Kurz darauf wurde er demnach von einem Soldaten angeschossen und floh verletzt vom Tatort. Später wurde er in einer Klinik festgenommen, wie das Militär mitteilte.

20. September, 14.57 Uhr: Irans Militär richtet Drohungen an USA und deren Verbündete

Das iranische Militär warnt die USA vor neuen Angriffen auf das Land.

Das militärische Hauptquartier Chatam al-Anbija, das in Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt, erklärte laut Nachrichtenagentur Fars, alle Stützpunkte und Interessen der USA in der Region würden ohne jegliche Einschränkung oder Rücksichtnahme kontinuierlichen, wirksamen und schmerzhaften Angriffen ausgesetzt sein. Alle Länder in der Region, die einen Angriff der USA unterstützten, würden als Komplizen betrachtet. Sie könnten keine Zurückhaltung oder Nachsicht erwarten.

Das iranische Militär droht den USA mit Schlägen gegen regionale Stützpunkte und Verbündete. Grund dafür sollen unbestätigte Berichte über geplante US-Angriffe sein.  © Vahid Salemi/AP/dpa

20. September, 14.56 Uhr: Teheran fordert US-Konzessionen vor neuen Verhandlungen

Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf knüpft eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus an die vorherige Erfüllung aller Bedingungen durch die USA.

Solange dies nicht geschehe, werde es außerdem auch keinen Weg zurück zum früheren Stand von Verhandlungen geben, sagte Irans Chefunterhändler in den Gesprächen mit den USA laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Irans Positionen seien klar und nicht verhandelbar. 

Zuvor hatte Irans oberster Sicherheitskoordinator, Mohsen Resai, die Bereitschaft zur Beendigung des Krieges mit den USA auf Grundlage des im Juni abgeschlossenen Rahmenabkommen signalisiert. Der Generalsekretär des mächtigen Nationalen Sicherheitsrats im Iran nannte im Gespräch mit dem arabischen Fernsehsender Al Jazeera dafür sieben Voraussetzungen. 

19. September, 22.11 Uhr: Huthi-Miliz reklamiert Angriffe in Saudi-Arabien für sich

Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen hat erneut Angriffe in Saudi-Arabien für sich reklamiert, unter anderem in der saudischen Hauptstadt Riad.

Ein Huthi-Sprecher teilte mit, die Gruppe habe Dutzende ballistische Raketen und Drohnen gegen "sensible Ziele" in Riad sowie auf Anlagen des saudischen Ölkonzerns Aramco in der Hafenstadt Yanbu am Roten Meer abgefeuert. Die Angriffe hätten mehrere größere Brände ausgelöst. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.

Der Mitteilung zufolge waren die jüngsten Attacken eine Reaktion auf mehr als 700 saudische Luftangriffe im Jemen.

Seit der neuen Eskalation im Jemen-Krieg gerät Saudi-Arabien immer wieder unter Beschuss aus dem südlichen Nachbarland. (Archivfoto)  © Uncredited/Ansar Allah Media Office/AP/dpa

19. September, 21 Uhr: Iran will zurück zu Rahmenabkommen mit USA

Der Iran signalisiert nach Angaben seines obersten Sicherheitskoordinators, Mohsen Resai, die Bereitschaft zur Beendigung des Krieges mit den USA auf Grundlage des im Juni abgeschlossenen Rahmenabkommens.

Der Generalsekretär des mächtigen Nationalen Sicherheitsrats im Iran sagte dem arabischen Fernsehsender Al Jazeera, Bedingungen seien eine Beendigung des Krieges an allen Fronten, die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte sowie ein Ende der US-Seeblockade. Diese Punkte sind in dem Rahmenabkommen mit den USA enthalten. 

Resai erklärte außerdem, dass der Iran ein Ende des Krieges zwischen der Huthi-Miliz im Jemen und Saudi-Arabien anstrebe.

Nach Angaben seines obersten Sicherheitskoordinators, Mohsen Resai, strebt der Iran eine Rückkehr zum Rahmenabkommen mit den USA an.  © Vahid Salemi/AP/dpa

19. September, 15.13 Uhr: Iran richtet laut Medienbericht mutmaßlichen Spion hin

Irans Justiz hat nach Angaben des gerichtsnahen Nachrichtenportals Misan einen Mann wegen angeblicher Spionage für Israel hingerichtet.

Demnach warf ein Gericht dem Verurteilten vor, Geheimdienstinformationen über militärische Einrichtungen und Personal übermittelt zu haben.

Menschenrechtsgruppen weisen seit Jahren auf die rigorose Anwendung der Todesstrafe im Iran hin und werfen den Behörden vor, Hinrichtungen auch zur Einschüchterung einzusetzen. Dabei nutzen die Behörden oft vage formulierte Vorwürfe wie Spionage, Gefährdung der nationalen Sicherheit oder Gotteslästerung. 

Die iranische Justiz unter Chef Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi (69) soll einen angeblichen Spion hingerichtet haben. (Archivbild)  © Rouzbeh Fouladi/ZUMA Press Wire/dpa

19. September, 8.19 Uhr: UN-Sicherheitsrat verurteilt Huthi-Angriffe auf Saudi-Arabien

Der UN-Sicherheitsrat hat die anhaltenden Angriffe der Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien scharf verurteilt.

Die 15 Mitglieder des mächtigsten UN-Gremiums erklärten ihre Solidarität mit dem Königreich, welches das Recht auf Selbstverteidigung habe, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung. Die vom Iran unterstützten Rebellen forderten sie auf, die militärische Eskalation unverzüglich einzustellen.

Die Huthi-Miliz hatte in der vergangenen Woche in einer Blitzoffensive die Westküste des Jemens eingenommen und sich damit Zugriff auf die wichtige Meerenge Bab al-Mandab am Eingang zum Roten Meer verschafft. Saudi-Arabien gerät seit der neuen Eskalation im Jemen-Krieg wieder unter Beschuss aus dem südlichen Nachbarland.

Der UN-Sicherheitsrat verurteilt die Huthi-Angriffe auf Saudi-Arabien. (Symbolfoto)  © Osamah Abdulrahman/AP/dpa

19. September, 8.10 Uhr: Ex-US-Sicherheitsberater wirft Trump im Iran massive Versäumnisse vor

Der frühere Nationale Sicherheitsberater der USA, John Bolton (77), wirft US-Präsident Donald Trump (80) im Krieg gegen den Iran massive Versäumnisse vor.

"Trump entscheidet, ohne die Folgen zu bedenken, ohne mögliche Szenarien durchzuspielen. Das hat ihn in eine Lage gebracht, aus der er heute keinen Ausweg weiß", sagte Bolton mit Blick auf den Krieg im "Interview der Woche" des Deutschlandfunks. "Die entscheidende Frage ist, welches Ziel man mit militärischer Gewalt verfolgt."

Bolton warf Trump zudem mangelhafte Informationspolitik vor. Der Republikaner habe weder die US-Bevölkerung noch den Kongress von der Notwendigkeit eines Militäreinsatzes im Iran überzeugt. Er habe weder die Nato noch die Golfstaaten informiert, auch nicht Japan oder Südkorea. Und vor allem habe er nicht mit dem Widerstand im Iran zusammengearbeitet.

"Der ist sehr verbreitet, wenn auch schlecht organisiert", sagte Bolton. Trump hätte die Opposition fragen können, ob sie Geld, Kommunikationsmittel oder Waffen benötigte. "Menschen im Land könnten das Regime weiter destabilisieren, bis es sich nicht mehr halten kann."

Ex-US-Sicherheitsberater John Bolton (77, r.) macht US-Präsident Donald Trump (80) massive Vorwürfe.  © Evan Vucci/AP/dpa

18. September, 16.13 Uhr: Pakistan schickt mehr militärisches Gerät nach Saudi-Arabien

Im Zuge der Eskalation im Jemen schickt Pakistan Geheimdienstquellen zufolge Militärhilfe an seinen Verbündeten Saudi-Arabien.

Zudem werde Gerät, das sich bereits in Saudi-Arabien befindet, für eine großflächige Verteidigung neu ausgerichtet, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Sicherheitskreisen in Islamabad.

Unter dem neuen Material befinden sich demnach Artilleriesysteme, Drohnen und Systeme zur Drohnenabwehr, hieß es weiter. Zu einem umgehenden Einsatz der neuen Waffensysteme sagten die Quellen nichts. Unter einer langanhaltenden Militärpartnerschaft sind bereits pakistanische Einheiten in Saudi-Arabien stationiert.

Der Konflikt der Huthi-Miliz im Jemen mit Saudi-Arabien eskaliert. Nach Angaben aus Geheimdienstkreisen schickt Pakistan Militärhilfe nach Riad. (Symbolfoto)  © M. A. Sheikh/AP/dpa

18. September, 7.11 Uhr: Iran-Delegation darf zu UN in New York reisen – mit Shopping-Auflagen

Vertreter des Irans dürfen nach Angaben des US-Außenministeriums inmitten des Konflikts beider Länder zur Gipfelwoche der UN-Generalversammlung nach New York reisen.

Eine "Kerndelegation des iranischen Regimes" werde an der "hochrangigen Woche der UN-Generalversammlung" teilnehmen können, teilte ein Sprecher des Ministeriums mit. Allerdings werde die Delegation Reisebeschränkungen unterliegen. Zudem sei ihr nach den geltenden US-Vorgaben der Kauf von Luxusgütern und anderen Waren untersagt. 

Seit 2025 dürfen die iranische UN-Mission und ihre Mitglieder sowie iranische Regierungsvertreter, die für UN-Zwecke in die USA reisen, bestimmte Luxusgüter nur mit Genehmigung des US-Außenministeriums kaufen. Dazu zählen etwa Lederwaren, Uhren, Schmuck, Schuhe, Kosmetik, Parfüm oder Elektronik im Wert von mehr als 1.000 Dollar pro Gegenstand.

Eine vorherige Genehmigung ist auch für Mitgliedschaften und Einkäufe bei Großhandelsketten wie Costco, Sam’s Club oder BJ’s erforderlich.

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