Nahost-Konflikt: Konferenz auf deutsch-türkische Initiative

Nahost - Israel will einen Leibwächter des früheren Chefs der islamistischen Terrororganisation Hamas, Jihia al-Sinwar, bei einem Angriff im Gazastreifen gezielt getötet haben.

Israel will nach Medienberichten trotz einer Waffenruhe im Gazastreifen alle am Massaker vom 7. Oktober Beteiligten aufspüren und gezielt töten. (Archivbild)  © Vahid Salemi/AP/dpa

Den damaligen Hamas-Chef selbst hatte die israelische Armee bereits vor knapp zwei Jahren im Gazastreifen getötet. Der Bodyguard sei bereits am Montag bei einem Angriff in Chan Junis im südlichen Teil des Küstenstreifens ums Leben gekommen, hieß es in einer Mitteilung der Armee. Am Sonntag sei dort auch ein Mitglied der Hamas-Eliteeinheit Nuchba getötet worden.

Das Nasser-Krankenhaus in Chan Junis bestätigte den Tod der beiden Männer, die Hamas äußerte sich nicht zu den Berichten.

Beide seien nach israelischen Informationen an dem Hamas-Massaker im israelischen Grenzgebiet am 7. Oktober 2023 beteiligt gewesen. Sie sollen laut der Mitteilung auch an der Vorbereitung neuer Angriffe gearbeitet haben.

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Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

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27. August, 18.08 Uhr: Konferenz auf deutsch-türkische Initiative

Auf deutsch-türkische Initiative wollen Europäer an diesem Sonntag in Istanbul mit Saudi-Arabien, Pakistan und Ägypten über Lösungen für die im Iran-Krieg teils blockierte Straße von Hormus beraten. Das Treffen der Außenminister von Deutschland, Frankreich und Großbritannien mit den Kollegen komme auf Initiative von Bundesaußenminister Johann Wadephul (63, CDU) und seinem türkischen Kollegen Hakan Fidan zustande, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen in Berlin.

Bei den Beratungen soll es nach diesen Informationen um regionale Fragen wie die Sicherheit und die Freiheit der Seeschifffahrt in der Straße von Hormus gehen. Nachdem die von den USA betriebenen Verhandlungen über ein Ende des Iran-Krieges stocken, wird von dem Treffen in der Türkei auch eine gewisse Signalwirkung auf Washington erwartet.

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Der Persische Golf, die Straße von Hormus und der Golf von Oman in einer undatierten, von der NASA zur Verfügung gestellten, Satellitenaufnahme.  © -/The Visible Earth/NASA/dpa

27. August, 14.40 Uhr: Frau bei israelischem Angriff im Libanon getötet

Bei einem israelischen Angriff im Südlibanon ist nach staatlichen Angaben eine Frau getötet worden. Bei dem Angriff auf den Ort Arab Salim in der Provinz Nabatija seien weitere Menschen verletzt worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur NNA, ohne eine genaue Anzahl zu nennen.

Der Angriff habe das Haus der Getöteten im Ortszentrum getroffen. Es sei zerstört worden. Aus libanesischen Sicherheitskreisen hieß es, dass es in der Gegend um Nabatija mindestens zehn Angriffe gegeben habe. Nach Angaben von NNA hatte die Getötete erst vor zwei Tagen geheiratet.

In einer Mitteilung der israelischen Armee hieß es am Nachmittag, Ziel der Angriffe in der Gegend von Nabatija seien Waffenlager der Hisbollah gewesen.

Die Israelis haben erneut im Südlibanon angegriffen. (Archivbild)  © Mohammed Zaatari/AP/dpa

27. August, 14.40 Uhr: Prag bestellt nach Drohungen iranischen Botschafter ein

Mit einer Einbestellung des iranischen Botschafters hat Tschechien auf Drohungen gegen den persischsprachigen Sender Radio Farda mit Sitz in Prag reagiert.

Man werde dem Botschafter so bald wie möglich einen Protest übermitteln, sagte Außenminister Petr Macinka (48) der Nachrichtenagentur CTK zufolge. Zuvor hatten Irans Streitkräfte mehrere persischsprachige Exilsender als mögliche Ziele von Angriffen ausgemacht.

Der tschechische Außenminister Petr Macinka (48) hat den iranischen Botschafter einbestellt.  © Šimánek Vít/CTK/dpa

27. August, 13.19 Uhr: Gaza-Beauftragter warnt vor "Punkt ohne Wiederkehr"

Der Hohe Vertreter des von US-Präsident Donald Trump ins Leben gerufenen Friedensrats, Nikolaj Mladenow, äußerte sich am Mittwoch vor dem UN-Sicherheitsrat zur Lage im Gazastreifen, der im zweijährigen Krieg weitgehend zerstört wurde.

Mladenow warf Israel vor, mit den fortgesetzten Angriffen im Gazastreifen die geplante Entwaffnung der Hamas zu verzögern.

Zugleich betonte der Bulgare: "Die Hamas hat sich verpflichtet, alle militärischen Aktivitäten einzustellen. Diese Verpflichtung muss noch vollständig umgesetzt werden." Er warnte, eine erneute vollständige Eskalation des Konflikts im Gazastreifen könne zu einem "Punkt ohne Wiederkehr" führen.

27. August, 13.16 Uhr: Leibwächter von Ex-Hamas-Chef Sinwar in Gaza getötet

Israel will einen Leibwächter des früheren Chefs der islamistischen Terrororganisation Hamas, Jihia al-Sinwar, bei einem Angriff im Gazastreifen gezielt getötet haben.

Den damaligen Hamas-Chef selbst hatte die israelische Armee bereits vor knapp zwei Jahren im Gazastreifen getötet. Der Bodyguard sei bereits am Montag bei einem Angriff in Chan Junis im südlichen Teil des Küstenstreifens ums Leben gekommen, hieß es in einer Mitteilung der Armee. Am Sonntag sei dort auch ein Mitglied der Hamas-Eliteeinheit Nuchba getötet worden.

Das Nasser-Krankenhaus in Chan Junis bestätigte den Tod der beiden Männer, die Hamas äußerte sich nicht zu den Berichten.

Israel will einen Leibwächter des früheren Hamas-Chefs Jihia al-Sinwar im Gazastreifen gezielt getötet haben.  © Hatem Moussa/AP/dpa

26. August, 16.37 Uhr: Irans Militär droht Exil-Medien

Irans Streitkräfte haben mehrere persischsprachige Exilsender als mögliche Ziele von Angriffen ausgemacht.

Militärsprecher Abolfasl Schekartschi nannte etwa den Sender BBC mit seinem persischsprachigen Programm, Iran International und Radio Farda, wie die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete. Der General unterstellte den Medien, mit den Geheimdiensten in Israel und den USA verbunden zu sein.

Wie genau solche Angriffe aussehen könnten, ließ der Militärsprecher offen. Die Exilsender, die im Iran von einer breiten Mehrheit konsumiert werden, unterhalten vor allem in Europa und den USA ihre Büros. Eine große Mehrheit der iranischen Bevölkerung misstraut den staatlich kontrollierten Medien im Land, die selbst in Friedenszeiten der Zensur unterliegen. Im Krieg hat der Staat die Kontrolle über die lokalen Medien abermals verschärft.

Irans Militär will gegen iranische Medien im Ausland vorgehen. (Symbolbild)  © Vahid Salemi/AP/dpa

25. August, 17.27 Uhr: Trump droht mit Zerstörung von iranischen, minenlegenden Schiffen

Im festgefahrenen Iran-Krieg hat US-Präsident Donald Trump (80) dem Iran erneut mit der Zerstörung jeglicher Schiffe und Boote gedroht, die in der Straße von Hormus Seeminen legen. Er verwies auf eine "Null-Toleranz-Politik" bei der Verminung der Meerenge, wie er auf seiner Plattform Truth Social mitteilte. Bereits Mitte April hatte Trump ähnliche Drohungen ausgesprochen.

Trump behauptete nun ferner, dass die US-Raumfahrtabteilung (Space Force) die Straße von Hormus, die mutmaßliche und bislang kaum bekannte Atomeinrichtung "Pickaxe Mountain" und drei weitere Nuklearanlagen genauestens im Blick habe.

US-Präsident Donald Trump (80) macht wie immer Druck, der wie so oft droht, zu verpuffen.  © Alex Brandon/AP/dpa

25. August, 16.25 Uhr: Israel räumt UN-Gelände in Ost-Jerusalem

Israel hat offiziellen Angaben zufolge mit der Räumung eines Geländes des UN-Palästinenserhilfswerks (UNRWA) in Ost-Jerusalem begonnen.

Dieses wurde bisher als Ausbildungszentrum genutzt. "Der Staat Israel wird es einer Organisation, deren Mitarbeiter in Terror und das Massaker vom 7. Oktober verwickelt waren, nicht gestatten, auf seinem Staatsgebiet tätig zu sein, und wird mit allen Mitteln gegen sie vorgehen", sagte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nach Angaben seines Büros.

Die Außenstelle des Hilfswerks der Vereinten Nationen für Palästinaflüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) im Westjordanland und in Jerusalem.  © Nir Alon/ZUMA Press Wire/dpa

25. August, 13.48 Uhr: Israelischer Abgeordneter zerstört palästinensisches Denkmal

Ein ultranationalistischer israelischer Abgeordneter hat in einem palästinensischen Dorf ein Denkmal mit einem Vorschlaghammer zerstört.

Videoaufnahmen des Vorfalls in Madama im nördlichen Westjordanland zeigen, wie Knesset-Mitglied Zvi Sukkot und weitere Personen dabei von israelischen Soldaten geschützt wurden. Sukkot gehört der Partei Religiöser Zionismus an, die zu den rechtsextremen Kräften in der Koalition von Regierungschef Benjamin Netanjahu zählt.

Nach palästinensischen Angaben handelte es sich um ein Denkmal für "Märtyrer" aus dem Dorf. Mit diesem Begriff werden Palästinenser bezeichnet, die im Konflikt mit Israel getötet wurden - etwa bei israelischen Razzien und Konfrontationen, aber auch bei Anschlägen auf Israelis.

Sukkot schrieb auf der Plattform X, das Denkmal habe Terroristen verherrlicht. "Jedes Kind, das täglich ein riesiges Denkmal sieht, das Mörder von Juden verherrlicht, wird davon träumen, Terrorist zu werden", hieß es in seinem Beitrag. Er habe das Militär in den vergangenen Wochen mehrfach vergeblich aufgefordert, solche Denkmäler in palästinensischen Gebieten zu entfernen.

Israelische Soldaten schützten den israelischen Abgeordneten bei dem Angriff. (Symbolfoto)  © Nedal Shtieh/JNA via ZUMA Press Wire/dpa

25. August, 9.57 Uhr: Pakistan führt "produktive Gespräche" mit dem Iran

Nach erneuten Gesprächen des Vermittlers Pakistan im Iran zeigt sich Islamabad zuversichtlich. Man habe "sehr positive und produktive Gespräche" mit Irans Präsident Massud Peseschkian geführt, schrieb der pakistanische Innenminister Mohsin Naqvi nach einem Besuch in Teheran auf der Plattform X.

Im Mittelpunkt der Gespräche standen der Konflikt zwischen den USA und dem Iran sowie die notwendigen Schritte beider Seiten zur Wiederherstellung des Rahmenabkommens und damit zur umfassenden Beilegung des Konflikts, wie Naqvi weiter schrieb. Es seien bedeutende Fortschritte erzielt worden, hieß es. Weitere Details wurden nicht genannt.

Die pakistanische Delegation unter Leitung des Armeechefs Asim Munir habe sich zudem mit Mohsen Resai, dem neu eingesetzten Chef des nationalen Sicherheitsrats, Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf und Außenminister Abbas Araghtschi getroffen, hieß es in einer separaten Mitteilung des pakistanischen Militärs.

Pakistan hat die diplomatischen Bemühungen mit dem Iran wieder aufgenommen.  © Uncredited/Iranian Presidency Office/dpa

25. August, 6.11 Uhr: Erneut Tanker in Straße von Hormus angegriffen

In der Straße von Hormus ist erneut ein Öltanker angegriffen worden.

Er sei vor der Küste des Omans von einem "unbekannten Geschoss" getroffen worden, meldete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) in der Nacht. Dabei sei der Maschinenraum beschädigt und das Schiff manövrierunfähig gemacht worden.

Die Besatzung sei in Sicherheit, hieß es. Der Vorfall ereignete sich demnach neun Seemeilen (rund 17 Kilometer) nordöstlich des Ortes Asch Schischah. Wer für den Angriff verantwortlich war, blieb unklar.

Erneut ist ein Tanker in der Straße von Hormus Ziel eines Angriffs geworden. (Archivfoto)  © Wen Xinnian/Xinhua/dpa

25. August, 6.10 Uhr: US-Regierung zieht Mauerfall-Vergleich im Iran-Krieg

Die US-Regierung hat sich im Iran-Krieg mit einem Appell an Kämpfer der iranischen Seite gewandt - und dabei einen Vergleich zum Berliner Mauerfall 1989 herangezogen.

"An die einfachen Soldaten, die dieses Regime unterstützen: Wenn immer mehr eurer Gehaltszahlungen ausbleiben oder angeblich nur verspätet ausgezahlt werden, fragt euch, ob eure Kommandeure euer Land zum Sieg oder in den Ruin führen", sagte US-Finanzminister Scott Bessent bei einer Pressekonferenz in Washington, auf der er wirtschaftliche Sanktionen gegen Handelspartner des Irans ankündigte.

Dann zog er den Mauerfall-Vergleich: "Und erinnert euch daran, dass die Berliner Mauer fiel, als einfache Soldaten beschlossen, nicht auf ihre eigenen Landsleute zu schießen."

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