Nahost-Konflikt: Mehrere Tote bei Angriff auf Hisbollah-Ziel

Teheran - Auch rund zwei Monate nach Unterzeichnung des Rahmenabkommens zwischen Teheran und Washington scheint ein Ende des Iran-Krieges noch immer in weiter Ferne.

Laut Vermittler Pakistan soll die Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA verlängert werden, Konkretes gibt es bislang aber nicht. (Archivfoto)  © Anjum Naveed/AP/dpa

Statt Fortschritte in der Frage des iranischen Atomprogramms zu erzielen, provozierte US-Präsident Donald Trump mit der Ankündigung einer Übernahme der Straße von Hormus.

Der Iran weist die Pläne entsprechend entschieden zurück und stellt die Wiederaufnahme von Verhandlungen mit den USA offen infrage.

Derweil läuft an diesem Wochenende die Frist aus, binnen derer die USA und Teheran Verhandlungen etwa über das Atomprogramm abschließen wollten.

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Gegen die Waffenruhe und weitere Punkte des Abkommens war in den vergangenen Wochen allerdings bereits mehrfach verstoßen worden.

Aus pakistanischen Sicherheitskreisen hieß es zuletzt, die Waffenruhe solle verlängert werden - um weitere 60 oder gar 90 Tage. Pakistan ist Vermittler in dem Konflikt.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

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15. August, 11.39 Uhr: Mehrere Tote bei Angriff auf Hisbollah-Ziel

Bei einem israelischen Luftangriff im Südlibanon sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Beirut mindestens sieben Menschen getötet und zwei weitere verletzt worden. Demnach wurde ein Haus in den Außenbezirken der Stadt Ansar getroffen.

Die israelische Armee bestätigte den Militäreinsatz. Ziel sei ein Stützpunkt der "Hisbollah-Terrororganisation" gewesen. Der Angriff erfolgte laut israelischem Militär als Reaktion auf einen vorherigen Beschuss von Soldaten am Ali-al-Taher-Pass. Dieser liegt in einer von Israel einseitig erklärten "Sicherheitszone" im Südlibanon.

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Bei einem Treffer auf ein Wohnhaus im Südlibanon gibt es mehrere Tote.  © Mohammed Zaatari/AP/dpa

15. August, 7.17 Uhr: Erneut Schiff der Emirate in Straße von Hormus angegriffen

Erneut ist ein Schiff des staatlichen emiratischen Ölkonzerns Adnoc in der Straße von Hormus angegriffen worden.

Bei dem Vorfall in der Meerenge sei niemand verletzt worden, berichtete die staatliche emiratische Nachrichtenagentur WAM. Über mögliche Schäden an den Schiffen gab es zunächst keine Angaben. Die Emirate hatten bereits in der Nacht zu Freitag mitgeteilt, zwei Schiffe von Adnoc seien vom Iran angegriffen worden und verurteilten den Vorfall scharf.

15. August, 7.14 Uhr: Iran nach Trump-Vorstoß: Straße von Hormus gehört uns

Der Iran weist die durch US-Präsident Donald Trump angemeldeten Ansprüche auf die Straße von Hormus zurück.

"Die Straße von Hormus lässt sich weder per Tweet noch mit einem Flugzeugträger, noch durch einen Befehl oder eine Wahlkampfrede einnehmen", schrieb Irans Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi auf der Plattfom X. Der Iran fürchte weder Drohungen noch lasse er sich von Machtdemonstrationen einschüchtern.

Gharibabadi schrieb weiter, die USA müssten akzeptieren, eine strategische und schwere Niederlagen erlitten zu haben. "Die Straße von Hormus gehörte dem Iran, gehört dem Iran und wird dem Iran gehören." Die Meerenge werde nur auf Befehl des Irans geschlossen und geöffnet. Solange die USA die Niederlage nicht akzeptierten, werde der Iran die Blockade durchsetzen. 

Der Iran weist die Ansprüche von Trump auf die Straße von Hormus zurück.  © Uncredited/AP/dpa

15. August, 7.10 Uhr: Donald Trump will Straße von Hormus zu US-Territorium machen

US-Präsident Donald Trump will die Straße von Hormus nach eigener Aussage nach dem Ende des Iran-Krieges zu US-Territorium erklären.

"Sobald wir den Iran besiegt haben – der gerade eine vernichtende Niederlage erleidet –, werde ich die Hormus-Straße zum Territorium der Vereinigten Staaten erklären", sagte er bei einem Auftritt im Bundesstaat New York. Nähere Angaben dazu machte Trump zunächst nicht.

Der neue Vorstoß von US-Präsident Donald Trump zur Straße von Hormus dürfte nicht zur Deeskalation beitragen.  © Yuki Iwamura/AP/dpa

14. August, 15.13 Uhr: Militär greift Stellungen der Huthi im Jemen an

Im Jemen gehen die Kämpfe zwischen Regierungstruppen und der Huthi-Miliz weiter.

Bei einem Angriff auf Stellungen der Huthi sollen nach Angaben eines jemenitischen Regierungsvertreter mehrere Kämpfer der Miliz getötet oder verletzt worden sein. Eine konkrete Zahl nannte der Vertreter nicht. Die Huthi-Miliz äußerte sich zunächst nicht. 

An der Westküste des Landes auf der arabischen Halbinsel begannen Regierungstruppen demnach mit einer größeren Offensive gegen die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz. Dabei seien schwere Artillerie und Drohnen eingesetzt worden.

Vorausgegangen sei ein Huthi-Angriff mit Drohnen und ballistischen Raketen auf Gebiete in der Provinz Al-Hudaida und der weiter südlich gelegenen Hafenstadt Al-Mokka.

Zudem hätten Regierungstruppen mit Artillerie die Nachschubwege der Huthi beschossen, über die Verstärkung zu den Frontabschnitten in der Provinz Tais gebracht werden sollte.

Es ist die schwerste Eskalation seit Jahren zwischen der proiranischen Miliz und der von Saudi-Arabien gestützten Regierung. Mehrere Huthi-Kämpfer sollen bei der jüngsten Attacke getötet worden sein. (Archivfoto)  © Osamah Abdulrahman/AP/dpa

14. August, 6.29 Uhr: US-Militär kontert Klagen über Missstände auf Flugzeugträger

Das US-Militär wies unterdessen Berichte über Missstände auf dem im Nahen Osten eingesetzten Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" zurück.

Die Matrosen und Marines blieben widerstandsfähig und entschlossen, nachdem sie mehr als 260 Tage auf See verbracht hätten, teilte das zuständige Regionalkommando Centcom mit. Anders als berichtet sei kein Besatzungsmitglied an Bord des Flugzeugträgers ums Leben gekommen.

Iranische Medien hatten berichtet, bei gewaltsamen Auseinandersetzungen an Bord des Flugzeugträgers seien sieben Menschen ums Leben gekommen. Die Stimmung an Bord sei angespannt.

Laut Medienberichten soll der Flugzeugträger aus dem Nahen Osten abgezogen und durch die "USS George Washington" ersetzt werden.

14. August, 6.27 Uhr: Waffenruhe soll verlängert werden

Die USA und der Iran hatten sich Mitte Juni auf ein Rahmenabkommen geeinigt, das den Weg zu einem dauerhaften Frieden ebnen sollte. Weitere Details sollten binnen einer Frist von 60 Tagen ausgearbeitet werden, darunter auch eine Lösung zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus.

In der Zwischenzeit sollten die Waffen schweigen. Dennoch kam es in den vergangenen Wochen immer wieder zu gegenseitigen Angriffen in der Region.

Aus pakistanischen Sicherheitskreisen hieß es zuletzt, die Waffenruhe solle verlängert werden - um weitere 60 oder gar 90 Tage. Pakistan ist Vermittler in dem Konflikt. Bisher ist demnach aber nicht entschieden, ob diese neuerliche Waffenruhe öffentlich kommuniziert werde.

Zugleich stehe eine Einigung zwischen dem Iran und dem Oman über die Schifffahrt durch die Straße von Hormus bevor, hieß es weiter. Nach den Angaben aus pakistanischen Sicherheitskreisen könnte diese noch vor Samstag zustande kommen.

14. August, 6.25 Uhr: Meerenge faktisch blockiert

Der seit Ende Februar andauernde Krieg der USA und Israels gegen den Iran hatte den Schiffsverkehr in der für den Welthandel wichtigen Straße von Hormus nahezu zum Erliegen gebracht.

Dies führte weltweit zu höheren Preisen für Öl, Gas und Düngemittel. Die Kriegsparteien ringen schon länger um eine vollständige Wiedereröffnung der faktisch blockierten Meerenge - bislang ohne Erfolg.

Der Iran hatte zuletzt für eine Öffnung neben einem Ende sämtlicher US-Drohungen gegen das Land, eine Aufhebung der Seeblockade iranischer Häfen sowie einen Abzug der US-Streitkräfte aus der Region und eine vollständige Entschädigung für die Kriegsschäden verlangt.

Der Persische Golf, die Straße von Hormus und der Golf von Oman in einer undatierten, von der NASA zur Verfügung gestellten, Satellitenaufnahme.  © -/The Visible Earth/NASA/dpa

13. August, 16.29 Uhr: Israel meldet erneut gezielten Angriff auf Hamas-Kommandeur

Die israelische Armee hat erneut ein Hamas-Mitglied im Gazastreifen gezielt getötet.

Es habe sich dabei um einen Kompaniekommandeur des militärischen Flügels der Terrororganisation gehandelt, teilte Israels Militär am Nachmittag mit. Der Getötete habe Angriffe gegen israelische Soldaten vorbereitet.

Israelische Medien meldeten, es sei seit einer Einstellung gezielter Tötungen auf Anweisung der politischen Führung Anfang August der zweite israelische Angriff dieser Art innerhalb von zwei Tagen im Gazastreifen gewesen.

Aus medizinischen Kreisen vor Ort hieß es, ein Palästinenser sei in der Stadt Chan Junis im Süden des Gazastreifens getötet worden. Augenzeugen bestätigten, dass es sich bei ihm um einen Kommandeur der Hamas gehandelt habe.

Berichten zufolge hat Israel zuletzt auf US-Druck hin von gezielten Angriffen auf Hamas-Mitglieder im Gazastreifen abgesehen. (Symbolfoto)  © Abdel Kareem Hana/AP/dpa

13. August, 6.25 Uhr: Geplante Gebühr für Straße von Hormus - Iran verweist auf Umweltschäden

Der Iran verweist bei seinem Plan, für die Durchfahrt der Straße von Hormus künftig eine Gebühr zu kassieren, auf die von passierenden Schiffen verursachten Umweltschäden.

Die massive und über Jahrzehnte entstandene Verschmutzung des Persischen Golfs und des Golfs von Oman hätten im Iran Schäden in Höhe von Billionen Dollar verursacht, behauptete Ismail Baghai, Sprecher des iranischen Außenministeriums.

Die Parteien, die vom Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus profitierten, hätten eine rechtliche und moralische Verpflichtung, zur Behebung der Umweltschäden beizutragen. Die Verbesserung der Umweltbedingungen müsse wesentlich für jede künftige Verwaltung der wichtigen Wasserstraße sein.

Baghai wies als Beispiel auf eine jüngste Ölverschmutzung entlang der Küste der in der Meerenge liegenden iranischen Insel Qeschm hin. Vorläufigen Erkenntnissen zufolge sei ein ausländischer Frachter dafür verantwortlich.

Schäden im Fischereihafen der in der Straße von Hormus gelegenen Insel Qeschm. Sie sollen nach Angaben lokaler Zeugen durch mehrere Luftangriffe im Rahmen der amerikanisch-israelischen Militäraktion verursacht worden sein.  © Asghar Besharati/AP/dpa

12. August, 21.29 Uhr: Ein Toter bei israelischem Luftangriff im Gazastreifen

Beim ersten israelischen Luftangriff auf den Gazastreifen seit mehr als einer Woche ist ein Mensch getötet worden.

Die Armee erklärte am Mittwoch, der Angriff im Norden des Küstenstreifens habe einem Kommandeur der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas gegolten, der Angriffe auf israelische Soldaten geplant habe. "Der Terrorist wurde bei einem Luftangriff getroffen", hieß es in einer Erklärung.

Der Hamas-Zivilschutz erklärte, der Angriff in Beit Lahia habe Zivilisten getroffen, die in einem Fahrzeug unterwegs gewesen seien. Ein Mann sei getötet worden, fünf weitere Menschen seien verletzt worden, gaben der Zivilschutz und das Al-Schifa-Krankenhaus an.

Blick auf zerstörte Häuser im zentralen Gazastreifen.  © Eyad BABA / AFP

12. August, 19.26 Uhr: Regierungstruppen töten Huthi-Kämpfer im Jemen

In mehreren Provinzen des Jemen sind zahlreiche Huthi-Kämpfer bei Angriffen der Regierungstruppen getötet oder verletzt worden.

Der stellvertretende Informationsminister des Jemen, Fajjad al-Numan, erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass Regierungstruppen "intensive Artillerie- und Drohnenangriffe" auf Stellungen der Huthi an mehreren Fronten durchgeführt hätten. Die Angriffe richteten sich demnach gegen Verstärkungstruppen und Stellungen der Huthi westlich des Bezirks Katabah in der Provinz Dhale.

Al-Numan fügte hinzu, dass Drohnen des Militärkommandos von Tais zudem verschiedene militärische Ausrüstungsgegenstände ins Visier genommen hätten, die in den Verteidigungslinien der Huthi in der Provinz stationiert waren.

In den Provinzen Marib und Al-Jawf hätten Regierungstruppen mit Artillerie und Drohnen umfangreiche Angriffe entlang der Frontlinien mit den Huthi durchgeführt, bei denen Dutzende Kämpfer getötet worden seien. Auch an der Westküste seien Artillerieangriffe auf Huthi-Ansammlungen durchgeführt worden, was Dutzende Tote und Verwundete zur Folge gehabt habe.

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