Nahost-Konflikt: Netanjahu warnt Palästinenser vor Angriffen vor der Wahl

Nahost - Nach dem Angriff der Huthi-Miliz auf den internationalen Flughafen der saudischen Hauptstadt Riad mit zwölf Toten haben die jemenitischen Rebellen ihre Attacken fortgesetzt.

Der Konflikt zwischen den vom Iran unterstützten Huthi im Jemen und Saudi-Arabien eskaliert. Bei dem Angriff auf den Flughafen King Chalid vom 11. Oktober gab es Tote und Hunderte Verletzte.  © Bildmontage/ Uncredited/UGC via AP/dpa, Uncredited/AP/dpa

Bei einem neuen Angriff auf den Flughafen King Chalid am Sonntag sei ein pakistanischer Staatsbürger getötet worden, teilte die saudische Luftfahrtbehörde in der Nacht mit.

Elf weitere Menschen wurden demnach verletzt. Das Ausmaß der Sachschäden werde noch ermittelt. Zuvor hatte die Luftfahrtbehörde auch eine Attacke auf den King-Fahd-Airport in Damman gemeldet, die ebenfalls Schäden verursacht habe.

Die Huthi-Miliz meldete ihrerseits am Abend, sie habe in den 24 Stunden zuvor vier Angriffe in Saudi-Arabien ausgeführt – mit ballistischen Raketen, Marschflugkörpern und Drohnen.

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Ziele waren demnach neben den Flughäfen eine Gasanlage sowie eine Raffinerie des staatlichen Ölkonzerns Aramco. Zudem erklärte die Miliz, Saudi-Arabien habe in der Zeit mehr als 120 Luftangriffe auf die jemenitische Hauptstadt Sanaa und Provinzen geflogen.

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13. Oktober, 20.39 Uhr: Netanjahu warnt Palästinenser vor Angriffen vor der Wahl

Bei einem Besuch im besetzten Westjordanland hat Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) Palästinenser vor Angriffen auf sein Land vor der in zwei Wochen anstehenden Parlamentswahl gewarnt.

"Wir sind auf jedes Szenario vorbereitet", sagte er in einem von seinem Büro verbreiteten Video vor Ort. Vorbereitet sei Israel auch auf eine sogenannte "Waffenwende". 

Israelische Medien deuteten dies als Warnung davor, dass Sicherheitskräfte der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) gegen israelische Soldaten vorgehen könnten.

Die "Times of Israel" betonte, solche Angriffe gebe es nur selten. "Sicherheitskräfte der PA stimmen sich seit Langem mit Israel in Sicherheitsfragen im Westjordanland ab."

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Ein Gericht fordert einen Zeitplan für die Rückkehr vertriebener Palästinenser im Westjordanland - Netanjahu (76) hält dagegen.  © DEBBIE HILL / POOL / AFP

13. Oktober, 14.02 Uhr: Telefonat mit Kronprinz - Merz fordert Ende der Huthi-Angriffe in Saudi-Arabien

Bundeskanzler Friedrich Merz hat mit dem saudiarabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman unter anderem über die Angriffe der jemenitischen Huthi-Miliz auf den internationalen Flughafen in Riad gesprochen.

Der Kanzler habe die "terroristischen Angriffe der von Iran unterstützen Huthis auf das Schärfste" verurteilt, teilte Regierungssprecher Stefan Kornelius am Dienstag in Berlin mit. Der Bundeskanzler und der Kronprinz seien sich bei ihrem Telefonat einig gewesen, dass diese Angriffe "sofort aufhören müssen".

Merz und Saudi-Arabiens De-facto-Herrscher forderten auch, dass die Seeblockaden durch den Iran und die Huthis in der Straße von Hormus und der Meerenge Bab al-Mandab "sofort" und ohne Einschränkungen enden müssten. Sie forderten Teheran auf, "endlich ernsthaft zu verhandeln und aufzuhören, die Region zu destabilisieren". Zudem müsse Teheran "sein militärisches Nuklearprogramm einstellen".

13. Oktober, 11.30 Uhr: Anwalt im Iran im Zusammenhang mit Hinrichtung inhaftiert

Im Iran ist ein Anwalt im Zusammenhang mit einer Hinrichtung inhaftiert worden.

Der Rechtsanwalt Amirsalar Dawudi habe auf Instagram Falschaussagen verbreitet, zitierte die Nachrichtenagentur Misan die iranische Justiz in der Provinz Isfahan. Konkret wurde dem Rechtsverteidiger vorgeworfen, über die Eheschließung eines jungen Paars berichtet zu haben. 

Der Iran hat im Zusammenhang mit den Massenprotesten im Januar inzwischen mehr als 30 Männer hingerichtet. Die beiden jüngsten Hinrichtungen erfolgten am Montagmorgen und sorgten für große Empörung im Netz. Besonders bewegte das Schicksal eines der beiden Männer, Aliresa Sepahi. Er soll seine ebenfalls inhaftierte Freundin nur einen Tag vor seiner Hinrichtung im Gefängnis geheiratet haben. Die Justiz dementierte die Eheschließung.

Irans Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi (70).  © Rouzbeh Fouladi/ZUMA Press Wire/dpa

12. Oktober, 17.00 Uhr: EU beschließt Libanon-Einsatz

Die Außenminister der EU-Staaten haben einen Einsatz zur Beratung und Ausbildung der Sicherheitskräfte im Libanon beschlossen.

Wie EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas (49) nach der Entscheidung mitteilte, soll die neue Unterstützungsmission einen Beitrag dazu leisten, dass die Sicherheitskräfte künftig die Kontrolle über das gesamte libanesische Staatsgebiet ausüben können. Ziel ist es, so für mehr Stabilität im Land zu sorgen. Nach Angaben von EU-Diplomaten will sich auch Deutschland an dem Einsatz beteiligen. Der genaue Beitrag ist allerdings noch nicht bekannt.

Die Außenminister der EU-Staaten haben einen Einsatz zur Beratung und Ausbildung der Sicherheitskräfte im Libanon beschlossen. (Archivbild)  © Stringer/dpa

12. Oktober, 16.11 Uhr: Israel verweigert "taz"-Korrespondentin Arbeitsvisum

Israel hat der Korrespondentin der "tageszeitung" ("taz"), Serena Bilanceri, ein Arbeitsvisum verweigert.

Die israelische Regierung habe Bilanceri auch die Einreise versagt, teilte die "taz" auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. "Wir werten dies als erheblichen Eingriff in die Pressefreiheit. Die Regierung (des Ministerpräsidenten Benjamin) Netanjahu verlässt damit den Boden der demokratischen Rechtsstaatlichkeit." Eine Begründung für die Entscheidung sei zunächst nicht genannt worden.

Mehrere israelische Medien berichteten über den Fall. Demnach soll es um Berichte und Kommentare der Journalistin über Siedlergewalt im Westjordanland und die Lage im Gazastreifen gehen, in denen sie Israel "Apartheid" vorgeworfen und Maßnahmen gegen das Land gefordert habe.

12. Oktober, 16.10 Uhr: Verletzte und Toter in Israel - Wohl Blindgänger explodiert

Im Norden Israels ist bei der Explosion eines mutmaßlichen Blindgängers israelischen Medien zufolge eine Person ums Leben gekommen.

Mehrere seien verletzt worden, teilte der israelische Rettungsdienst Magen David Adom am Nachmittag mit. Acht Menschen mussten demnach direkt vor Ort mit schweren und mittelschweren Verletzungen behandelt werden. Israelische Medien meldeten unter Berufung auf den Rettungsdienst, eine Person sei schließlich für tot erklärt worden. Insgesamt seien 19 Menschen bei dem Vorfall nahe der libanesischen Grenze verletzt worden.

Mehrere israelische Medien berichteten, es handle sich bei den Opfern um Schüler und Lehrer, die in der Gegend gewandert seien. Demnach wird davon ausgegangen, dass ein Blindgänger explodiert ist.

Im Norden Israels ist offenbar ein Blindgänger explodiert. (Archivbild)  © Ariel Schalit/AP/dpa

12. Oktober, 9.01 Uhr: Huthi-Miliz greift erneut saudische Flughäfen an, mindestens ein Toter

Rebellen der jemenitischen Huthi-Miliz haben erneut den saudischen Flughafen King Chalid in Riad angegriffen.

Ein Pakistaner sei dabei ums Leben gekommen. Elf weitere Menschen wurden demnach verletzt. Das Ausmaß der Sachschäden werde noch ermittelt.

Im Visier stand diesmal zudem auch der King-Fahd-Airport in Damman im Osten des Landes.

Aufnahmen einer Überwachungskamera sollen zeigen, wie Menschen im Flughafen King Chalid in Riad nach den Angriffen Schutz suchen.  © Uncredited/Saudi Media Ministry via AP /dpa

11. Oktober, 18.47 Uhr: Mittlerweile 21 US-amerikansiche Todesopfer im Zuge des Iran-Kriegs

Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg gestorbenen US-Soldaten ist nach Angaben des Pentagons auf 21 gestiegen. Bei den beiden neuen Todesfällen handele es sich allerdings nicht um im Kampf gestorbene Soldaten, teilte eine Regierungsbeamtin der Deutschen Presse-Agentur mit.

Eine Person sei durch Suizid gestorben, eine weitere ohne Feindeinwirkung. Details zu den Umständen der Todesfälle waren zunächst nicht bekannt.

Nach Angaben führender Demokraten im US-Repräsentantenhaus handelt es sich bei der Nacherfassung um eine Korrektur, die auf Druck des Kongresses zustande kam. "Für einen Fehler dieser Größenordnung gibt es keine Entschuldigung", hieß es in einer Mitteilung vom ranghöchsten Demokraten im Ausschuss für Streitkräfte, Adam Smith, und der Abgeordneten Chrissy Houlahan.

Besonders kritisierten sie Verteidigungsminister Pete Hegseth. "Dass Minister Hegseth es versäumt hat, das Problem unverzüglich in die Hand zu nehmen, ist zudem ein schwerer Schlag für die Männer und Frauen, die im Dienst für unser Land ihr Leben riskieren."

Familienmitglieder stehen vor dem Sarg mit den sterblichen Überresten von Army Sgt. Benjamin N. Pennington auf dem Godman Army Airfield in Fort Knox.  © Jon Cherry/FR171965 AP/dpa

11. Oktober, 7.23 Uhr: Zwölf Tote bei Angriff auf Flughafen in Riad

Bei einem Angriff auf den Hauptflughafen der saudischen Hauptstadt Riad sind nach Angaben der staatlichen Luftfahrtbehörde zwölf Menschen getötet worden.

309 weitere wurden demnach verletzt, einige schwebten am Samstagabend in Lebensgefahr.

Zu der erneuten Attacke vom Samstag gab es von der Rebellengruppe zunächst kein Bekennerschreiben.  © Uncredited/AP/dpa

10. Oktober, 10.15 Uhr: Huthi-Kämpfer heftigen Angriffen Saudi-Arabiens ausgesetzt

Im Kampf gegen die pro-iranische Huthi-Miliz im Jemen hat die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition nach eigenen Angaben mehr als hundert militärische Ziele zerstört.

Die "umfassende Militäroperation" richte sich "gegen Kämpfer und Ressourcen der terroristischen Huthi-Miliz", erklärte ein Sprecher der Militärkoalition, Turki al-Maliki. Es seien 136 militärische Ziele in von der Huthi-Miliz kontrollierten Gebieten zerstört worden.

Der Huthi-Fernsehsender Almasirah berichtete, saudiarabische Raketen hätten Gebiete im nordwestlichen Bezirk Saada angegriffen.

Huthi-Kämpfer und Stellungen der Miliz wurden von der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition attackiert. (Symbolfoto)  © Osamah Abdulrahman/AP/dpa

9. Oktober, 20.46 Uhr: Schiff vor der Küste der Emirate von Geschoss getroffen und in Brand geraten

Vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate ist ein Schiff nach Angaben der britischen Schifffahrtsbehörde UKMTO von einem Geschoss getroffen worden und in Brand geraten.

Das Feuer sei gelöscht worden, teilte die Behörde am Freitag unter Verweis auf entsprechende Meldungen mit. Angaben zu möglichen Opfern lägen noch nicht vor. Demnach ereignete sich der Vorfall nahe der vom Iran blockierten Straße von Hormus.

Laut UKMTO war das Ausmaß der Schäden und Schicksal der Besatzung vorerst unklar. Auch zu möglichen Auswirkungen auf die Umwelt lägen noch keine Informationen vor. Der Behörde zufolge wurde das Schiff 13 Seemeilen vor Al-Dschasira Al-Hamra in den Vereinigten Arabischen Emiraten südwestlich der Straße von Hormus angegriffen.

Nach britischen Angaben ist ein Schiff vor der Küste der Emirate von einem Geschoss getroffen worden. (Symbolfoto)  © Amirhosein Khorgooi/ISNA via AP/dpa

9. Oktober, 16.38 Uhr: Wieder Siedlergewalt im Westjordanland

Im Westjordanland hat es erneut gewaltsame Angriffe radikaler israelischer Siedler auf Palästinenser gegeben.

Palästinensische und israelische Medien berichteten von einem Vorfall, bei dem Siedler einen Mann und dessen Kind in der Nähe von Ramallah angriffen. In den Medien verbreitete Aufnahmen zeigen, wie die Siedler in zwei Autos zunächst dem palästinensischen Wagen den Weg abschneiden und anschließend mit Stöcken auf den Vater losgehen. Zu sehen ist auch, wie der Mann und sein Sohn fliehen.

Die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa meldete, die Siedler hätten anschließend den Wagen gestohlen. Israels Armee sagte auf Anfrage, Soldaten hätten israelische Randalierer aus der von Palästinensern bewohnten Gegend gebracht. Zu dem Vorfall werde nun ermittelt und nach den Verdächtigen gesucht.

Wieder kam es zu Siedlergewalt im Westjordanland. (Archivbild)  © Leo Correa/AP/dpa

9. Oktober, 16.31 Uhr: Pakistan hat "erhebliche" Anzahl von Soldaten in Saudi-Arabien stationiert

Pakistan hat eigenen Angaben zufolge eine "erhebliche" Anzahl von Soldaten im von der jemenitischen Huthi-Miliz angegriffenen Saudi-Arabien stationiert.

Die Truppen würden "nicht die Grenzen der anderen Seite für einen Angriff auf die Huthis überschreiten, aber natürlich handeln, um das Territorium zu verteidigen", sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Islamabad am Freitag. Er wollte sich aber nicht darüber äußern, ob die Zahl der Soldaten im Rahmen eines unlängst geschlossenen Verteidigungsabkommens gestiegen ist.

Die mehrheitlich sunnitischen Staaten Saudi-Arabien, Türkei und Pakistan hatten das Verteidigungsabkommen Anfang August vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs und dessen Folgen geschlossen. Im Falle eines Angriffs auf eines der drei Mitglieder sind die übrigen verpflichtet, diesem militärisch beizustehen.

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