Nahost-Konflikt: Palästinenser bei Armeeeinsatz im Westjordanland getötet

Nahost - Bei einem Einsatz der israelischen Armee im besetzten Westjordanland ist palästinensischen Angaben zufolge ein Mann getötet worden.

Die Lage im besetzten Westjordanland hat sich seit dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 und dem dadurch ausgelösten Gaza-Krieg weiter verschärft.  © Yousef Al Zanoun/AP/dpa

Der 54 Jahre alte Palästinenser sei durch Schüsse israelischer Soldaten in der Stadt Al-Bira bei Ramallah ums Leben gekommen, teilte das palästinensische Gesundheitsministerium in Ramallah mit. 

Israels Militär sagte am Vormittag auf Anfrage, der Mann habe bei einem Einsatz versucht, einem israelischen Soldaten eine Waffe zu entreißen. Dieser habe daraufhin auf den Palästinenser geschossen und ihn dabei getroffen. 

Palästinensische Medien berichteten unter Berufung auf die Familie des Mannes dagegen, israelische Soldaten hätten ihn gezielt getötet. Den Angaben zufolge waren sie zuvor in das Haus des Palästinensers und in das seines Bruders nebenan gedrungen. Den Berichten zufolge nahmen Israels Einsatzkräfte dabei auch Familienmitglieder fest. Aus Israel gab es dafür zunächst keine Bestätigung.

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15. September, 17.17 Uhr: Wadephul verlangt rasche Verbesserungen im Gazastreifen

Außenminister Johann Wadephul (63, CDU) hat Israel zu einer raschen Verbesserung der humanitären Lage im Gazastreifen aufgerufen.

Deutschland habe Israel beispielsweise Lkw-Scanner zur Überprüfung von Lastwagen mit Hilfslieferungen für den Gazastreifen zur Verfügung gestellt, sagte der CDU-Politiker vor Treffen mit Repräsentanten des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des UN-Menschenrechtsrats in Genf. Diese Scanner würden derzeit von Israel noch nicht eingesetzt, "was nicht akzeptabel ist".

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15. September, 17.16 Uhr: Palästinenser bei Armeeeinsatz im Westjordanland getötet

Bei einem Einsatz der israelischen Armee im besetzten Westjordanland ist palästinensischen Angaben zufolge ein Mann getötet worden.

Der 54 Jahre alte Palästinenser sei durch Schüsse israelischer Soldaten in der Stadt Al-Bira bei Ramallah ums Leben gekommen, teilte das palästinensische Gesundheitsministerium in Ramallah mit. 

Israels Militär sagte am Vormittag auf Anfrage, der Mann habe bei einem Einsatz versucht, einem israelischen Soldaten eine Waffe zu entreißen. Dieser habe daraufhin auf den Palästinenser geschossen und ihn dabei getroffen. 

Palästinensische Medien berichteten unter Berufung auf die Familie des Mannes dagegen, israelische Soldaten hätten ihn gezielt getötet. Den Angaben zufolge waren sie zuvor in das Haus des Palästinensers und in das seines Bruders nebenan gedrungen. Den Berichten zufolge nahmen Israels Einsatzkräfte dabei auch Familienmitglieder fest. Aus Israel gab es dafür zunächst keine Bestätigung.

Israels Militär geht palästinensischen Berichten zufolge in der Nähe von Ramallah gegen eine Familie vor. Ein 54-Jähriger wird getötet. Über den Hergang gibt es widersprüchliche Angaben beider Seiten.  © Nasser Nasser/AP/dpa

15. September, 17.15 Uhr: UN-Kritik an Leichenbergung aus Trümmern im Gazastreifen

Im Gazastreifen werden nach und nach die sterblichen Überreste von Opfern israelischer Bombenangriffe aus den Schuttbergen zerstörter Häuser geborgen.

Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, kritisiert allerdings das Vorgehen des Militärs im von Israelkontrollierten Teil des Gazastreifens.

"Auch heute noch werden viele Gebiete im Gazastreifen, in denen das israelische Militär stationiert ist, von Bulldozern dem Erdboden gleichgemacht, ohne Rücksicht auf die Toten unter den Trümmern", teilte Türk in Genf mit. Die israelischen Streitkräfte teilten mit, sie prüften die Aussagen.

14. September, 22.04 Uhr: Öltanker laut Revolutionsgarden in Straße von Hormus explodiert

In der Straße von Hormus ist nach Angaben der iranischen Revolutionsgarden ein Öltanker auf eine Seemine gefahren und explodiert. Der Tanker "El Gaia" sei auf der vom Iran verminten südlichen Route durch die Meerenge unterwegs gewesen, berichtete der staatliche Rundfunk Irib unter Berufung auf die Revolutionsgarden. Das gesamte Schiff sei nach der Detonation der Mine in Flammen aufgegangen.

"Die Straße von Hormus ist geschlossen und bleibt unter unserer Kontrolle", teilte demnach die Marine-Führung der Revolutionsgarden mit. Sie habe zuvor vor dem Befahren der südlichen Route gewarnt. Die Marine hat die südliche Passage vermint, lediglich eine nördliche Route entlang der iranischen Küste für sicher erklärt und verlangt Gebühren für die Durchfahrt.

Der Persische Golf, die Straße von Hormus und der Golf von Oman in einer undatierten, von der NASA zur Verfügung gestellten, Satellitenaufnahme.  © -/The Visible Earth/NASA/dpa

14. September, 14.53 Uhr: Proteste in Syrien wegen gestiegener Benzinpreise

In Syrien haben Menschen in mehreren Teilen des Landes wegen gestiegener Benzinpreise und Lebenshaltungskosten protestiert und teils Straßen blockiert. Dabei gingen sie unter anderem in den Provinzen Idlib, Aleppo, Hassaka und al-Rakka auf die Straße, wie Augenzeugen berichteten.

Einige Demonstranten blockierten die Schnellstraßen zwischen Aleppo und al-Rakka sowie zwischen Aleppo und der Hauptstadt Damaskus und zündeten Reifen an. In Hassaka wurde eine von Tankwagen genutzte Straße blockiert. Teils mussten Sicherheitskräfte die Straßen räumen.

Momentan gibt es in Syrien Proteste wegen der Spritpreise. (Archivbild von einer anderen Demo in Syrien)  © https://www.instagram.com/p/Dc_fft6kdC-/

14. September, 12.20 Uhr: Huthi greifen erneut Ziele in Saudi-Arabien an

Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen hat erneut Angriffe auf das benachbarte Saudi-Arabien für sich beansprucht.

Sie habe auf der Luftwaffenbasis Chamis Muschait im Süden des Königreichs unter anderem Waffenlager, Startbahnen und Hangar mit Dutzenden Raketen und Drohnen angegriffen, sagte Huthi-Militärsprecher Jahja Sari. Es sei eine Antwort auf mehr als 300 saudische Luftangriffe im Jemen in den vergangenen Tagen.

Die Huthi hatten den Nordjemen überrannt und kontrollieren dort inzwischen große Gebiete.  © -/Ansar Allah Media Office via AP/dpa

14. September, 10.42 Uhr: Höchster Stand seit Ende 2022: Europäischer Gaspreis steigt deutlich

Der Preis für europäisches Erdgas ist am Montag wegen Angebotssorgen durch Lieferausfälle aus den Fördergebieten am Persischen Golf deutlich gestiegen.

Der richtungsweisende Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat sprang an der Börse in Amsterdam im frühen Handel mehr als fünf Prozent nach oben und erreichte bei 83,75 Euro je Megawattstunde (MWh) den höchsten Stand seit Ende 2022.

Am Markt sorgen sich die Anleger vor einer anhaltenden Unterbrechung der Lieferungen von Flüssigerdgas aus dem Nahen Osten wegen der Blockade der Straße von Hormus. Ein ursprünglich für den heutigen Montag geplantes Treffen zwischen dem Iran und mehreren Golfstaaten zur Lage in der für den Transport von Energierohstoffen wichtigen Meerenge wurde verschoben.

Lieferausfälle aus dem Nahen Osten treiben den europäischen Gaspreis weiter nach oben. Zugleich sind die Füllstände der Gasspeicher vergleichsweise niedrig. (Symbolfoto)  © Peter Kneffel/dpa

13. September, 20.17 Uhr: Außenministertreffen zur Straße von Hormus im Oman

An diesem Montag wollen die Außenminister der Staaten am Persischen Golf im Oman für ein Treffen zusammenkommen.

Der Iran und der Oman wollen Berichten zufolge eine Vereinbarung im festgefahrenen Konflikt über die Straße von Hormus vorstellen. Der Inselstaat Bahrain, der im Krieg massiven iranischen Raketenangriffen ausgesetzt war, boykottiert das Treffen.

Auf diesem Foto liest der iranische Außenminister Abbas Araghtschi (l) bei einem Treffen mit seinem omanischen Amtskollegen Badr al-Busaidi. (Archivfoto)  © Uncredited/Iranian Foreign Ministry/AP/dpa

13. September, 14.42 Uhr: Treffen im Oman - Abkommen zur Straße von Hormus geplant

Mit einem Treffen im Oman soll nach iranischen Angaben eine Lösung im anhaltenden Konflikt um die Straße von Hormus gesucht werden - ein zentraler Streitpunkt im Krieg.

Irans Präsident Massud Peseschkian zufolge sollen der Iran und der Oman am Montag in der omanischen Hauptstadt Maskat ein Abkommen über neue Schiffsrouten in der Meerenge unterzeichnen. Auch die arabischen Golf-Anrainerstaaten sind der iranischen Nachrichtenagentur Mehr zufolge eingeladen, um über Details der Vereinbarung informiert zu werden. Bahrain will das Treffen boykottieren.

13. September, 13.45 Uhr: Angespannte Ruhe im Jemen nach Huthi-Vormarsch

Im Jemen herrscht nach dem Vormarsch der Huthi zur wichtigen Meerenge Bab al-Mandab eine angespannte Ruhe.

Eine Hauptstraße zur zuvor umkämpften Stadt Tais sei wieder geöffnet, hieß es aus örtlichen und aus Militärkreisen. Die Huthi-Miliz hatte Stellungen der Regierungstruppen dort zuvor angegriffen, die Hafenstadt Mokka westlich von Tais eingenommen und kontrolliert inzwischen die gesamte Westküste des Landes.

Regierungstruppen griffen den Militärquellen zufolge erneut Huthi-Ziele im Raum von Tais an. Auch der Huthi-Fernsehsender Al-Masirah berichtete, Saudi-Arabien habe dort Ziele bombardiert. Das Königreich unterstützt die international anerkannte Regierung im Jemen im Kampf gegen die Iran-treue Miliz.

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